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Internationales

Artikel (128)

Zu wenig Impfstoff für arme Länder

Im Vergleich zu den wohlhabenden Industriestaaten sind die Impfquoten in den ärmeren Ländern der Welt niedrig. Um die Zahlen anzugleichen, haben die westlichen Wirtschaftsmächte beim G7-Gipfel einen Impfplan für das internationale Impfprogramm Covax entworfen.

Kriegsverbrecher zu lebenslanger Haft verurteilt

Im Juli 1995 wurden in Srebrenica rund 8.000 muslimische Menschen von der bosnisch-serbischen Armee ermordet. Der Oberbefehlshaber: Ratko Mladic. Es war das größte Kriegsverbrechen in Europa nach dem zweiten Weltkrieg.

'Tschuldigung, Herero und Nama

Bis zu 100.000 Herero und Nama kamen durch den Genozid der deutschen Kolonialmacht in Namibia um. Die deutsche Bundesregierung bietet nach jahrzehntelanger Verleugnung kaum echte Kompensationen für die Opfer an.

Konservative Separatisten

Im US-Bundesstaat Oregon haben fünf ländliche Bezirke dafür gestimmt, eine Fusion mit dem benachbarten Idaho zu erwägen. Der Grund: Oregon ist ihnen zu liberal. Idaho hingegen gilt als sehr konservativ. Schon im vergangenen Jahr stimmten zwei weitere Countys dafür, eine Abspaltung von Oregon zu prüfen.

Eine der letzten unabhängigen Informationsquellen abgedreht

Mehr als ein Dutzend Mitarbeiter:innen eines unabhängigen Nachrichtenportals wurden Mitte Mai festgenommen. Der Vorwurf: Steuerbetrug. Beobachter:innen erkennen darin aber eher einen massiven Einschüchterungsversuch der Regierung.

Hunger als Waffe?

Seit einem halben Jahr herrscht Krieg in der äthiopischen Region Tigray. Die humanitäre Lage ist kritisch – und es gibt Anzeichen, dass die Regierung Hunger als Waffe einsetzt.

Wie eine Karte die Geschichte des Israel-Palästina-Konfliktes verfälscht

Wann immer der Israel-Palästina-Konflikt hochkocht, ist sie wieder da: Hunderttausendfach wurde die „Palestinian Land Loss“-Karte im Netz geteilt. Doch die Grafik ist inkorrekt und manipulativ.

Teure Armee

Von allen Nationen geben die USA mit Abstand das meiste Geld für Militär aus. Ihr Budget allein macht rund 39 Prozent der weltweiten Ausgaben aus.

Europas unsichtbare Migranten

Als die Kolonialreiche der Europäer zusammenbrachen, verließen fünf bis sieben Millionen Menschen die einstigen Überseegebiete. Die meisten von ihnen waren Siedler europäischer Herkunft, viele hatten jedoch nie in Europa gelebt. Die Geschichte einer vergessenen Migrationskrise.

Welche Konsequenzen für die Polizeikräfte?

Nachdem der 20-jährige Afroamerikaner Daunte Wright am Sonntag in einer Polizeikontrolle in Minnesota erschossen wurde, gehen die Proteste gegen Polizeigewalt in den USA weiter.

Mehr rechter Terrorismus in den USA – aber weniger Tote

Seit 2015 waren Rechtsextremisten in den Vereinigten Staaten in mindestens 267 terroristische Gewaltakte oder vereitelte Anschlagspläne verwickelt. Mindestens 91 Menschen wurden getötet. Während entsprechende Aktivitäten zunehmen, sinkt jedoch die Zahl der Todesopfer.

Wie Geschäftsleute den Kolonialismus ermöglichten – und heute noch davon profitieren

»Deutsche Schutzgebiete«, wie die deutschen Kolonien hießen, gibt es seit gut 100 Jahren nicht mehr. Einige der Handelsunternehmen von damals jedoch schon. Kaufmänner trieben die Ausbeutung in Übersee voran und profitierten davon. Und: Die Firmen und ihre Erben stehen immer noch gut da.

Sichere Häfen für multinationale Konzerne

Geht es nach den USA, sollen zukünftig multinationale Konzerne weltweit einen Mindeststeuersatz zahlen. Europa will ebenfalls härter gegen die internationale Steuervermeidung vorgehen, bleibt aber Teil des Problems.

Putin könnte bis an sein Lebensende herrschen

Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Montag ein Gesetz unterzeichnet, das ihm die Chance auf zwei weitere Amtszeiten erlaubt. Normalerweise wäre diese 2024 abgelaufen.

30 Generäle nach Putsch in lebenslanger Haft

Fast 500 Angeklagte nahmen nach 250 Verhandlungstagen ihr Urteil entgegen. Ihnen allen wurde die Beteiligung am Militärputschversuch in der Türkei vor fast fünf Jahren vorgeworfen. 

Tschüss Autonomie

Zukünftig sollen in Hongkong nur noch "echte Patrioten" zu Parlamentswahl antreten dürfen.

Blutige Proteste in Myanmar

Am Samstag kam es zur blutigsten Auseinandersetzung zwischen Demonstrierenden und Militär: Mindestens 114 Menschen starben.

Verschoben wegen Pandemie

Die Corona-Pandemie wirkt sich nicht nur auf die Gesundheit der Bevölkerung aus. Sie hat auch Einfluss auf die Grundlagen der modernen Demokratie.

Wie alte US-Bomben Kambodschas Entwicklung behinderten

Hunderttausende Bomben warfen die Vereinigten Staaten während der 1960er- und 70er-Jahre über Kambodscha ab. Sprengkörper, die auf fruchtbares Land fielen, explodierten seltener als solche, die unfruchtbares Land trafen. Die Blindgänger verstärkten die Armut in diesen Gebieten.

Die Republik der Angst bleibt

Vor zehn Jahren begann in Syrien der Aufstand gegen die Assad-Diktatur. Mittlerweile ist etwa eine halbe Million Menschen tot und die halbe Bevölkerung wurde vertrieben. Ein Rückblick in zehn Grafiken.

Klick-Laute statt Kolonialismus

Die südafrikanische Provinz Ostkap will fünf Orte und zwei Flughäfen nicht mehr so nennen wie es die Kolonialmächte einst festgelegt haben.

Seit 20 Jahren in Afghanistan

Die Bundeswehr beteiligt sich derzeit an zwölf Auslandseinsätzen. Derzeit wird ein Abzug aus Afghanistan diskutiert.

Nordkoreanische Raketen: Bald mit weltweiter Reichweite?

Die neuen Waffensysteme Kim Jong Uns sollen auch die USA erreichen können. In Washington dürfte dies auf wenig Begeisterung stoßen.

EU finanziert Warlords, um Flüchtlinge fernzuhalten

Die EU hat in den vergangenen Jahren ihre Seenotrettungsmissionen fast vollständig eingestellt. Stattdessen unterstützt sie die libysche Küstenwache mit Geld, Ausrüstung und Training – um Migranten nach Libyen zurückbringen zu lassen. Sie finanziert damit Menschenschmuggler und Warlords.

Wo seit 1946 geputscht wurde

Am Montag putschte in Myanmar das Militär gegen die Regierung. Es ist der dritte Coup d'État in dem Land seit 1946. Aber wo wurde eigentlich am häufigsten geputscht?

2020 wurden 50 Journalisten im Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet

Auch im Jahr 2020 wurden Menschen im Zusammenhang mit ihrer journalistischen Arbeit getötet. Die Zahl sank 2020 auf den niedrigsten Stand seit mindestens einem Jahrzehnt. 84 Prozent der Opfer wurden gezielt ermordet.

Nord Stream 2: Klimarettung mit Klimakiller

Mecklenburg-Vorpommern hat eine neue Klimastiftung. Damit sollen Umweltprojekte gefördert werden, aber auch die Gaspipeline Nord Stream 2. KritikerInnen sprechen von Greenwashing.

Mit Drohnen und Autokraten gegen Zuwanderung

Das Mittelmeer abzuriegeln, reicht der Europäischen Union nicht. Mit Entwicklungshilfe und politischem Druck erkämpft sie sich die Kooperation afrikanischer Staaten bei der Migrationsbekämpfung, um auch die letzte Route nach Europa dichtzumachen.

Immer öfter managen private Unternehmen Desinformationskampagnen

Das Oxford Internet Institute hat 81 Länder identifiziert, in denen ausländische oder inländische staatliche oder politische Akteure 2020 Desinformationskampagnen durchgeführt haben.

Keine andere US-Regierung wurde so oft von den Bundesstaaten verklagt wie die Trumps

Mindestens 138 Mal zerrten die US-Bundesstaaten Donald Trumps Regierung vor Gericht. Sein Vorgänger Barack Obamas kam in zwei Amtszeiten gerade einmal auf 78 Klagen – und das war schon rekordverdächtig.

US-Präsidenten und ihre Amtsenthebungsverfahren

Gegen insgesamt vier US-Präsidenten gab es bisher Impeachment-Verfahren, aber noch nie zwei für nur einen.

Verschwörungstheoretisch tweeten

QAnon? Typisch US-amerikanisch! So einfach ist es nicht. Die Bewegung internationalisiert sich. Besonders erfolgreich ist sie in Deutschland.

Demokraten erringen Kontrolle über den US-Senat

Laut der Nachrichtenagentur Associated Press ist das Rennen um die beiden Senatssitze des US-Bundesstaats Georgia entschieden.

China dominiert weltgrößten Freihandelspakt

Die Volksrepublik baut ihren wirtschaftlichen Einfluss weiter aus. Das neue Handelsabkommen zwischen 15 Ländern der Pazifikregion ist das weltweit größte seiner Art.

Limo gegen Vorhaut

Beschnittene Männer kriegen seltener HIV. Davon ist zumindest die Weltgesundheitsorganisation überzeugt. Doch viele infizieren sich trotzdem. Neue Studien bestärken Zweifel an der Wirksamkeit von Beschneidungen.

Die Weltwirtschaft leidet - jedoch nicht überall

2020 sinkt das Bruttoinlandsprodukt fast überall, so die Prognose von Experten. Aber: In einigen Ländern sieht es etwas besser aus.

Joe Biden hat die Wahl (noch) nicht gewonnen

Von einer Wahlniederlage will Donald Trump nichts wissen. Die Wahl sei noch lange nicht vorbei, so der amtierende US-Präsident. Für viele ist das typisch Trump. Das Blöde? Er hat recht.

Geraubte Zukunft

In Guinea und Côte d’Ivoire kam es im Umfeld der jüngsten Wahlen zu heftigen Protesten. In beiden Ländern wollten die amtierenden Herrscher zuvor die bestehenden verfassungsrechtlichen Amtszeitbegrenzungen aushebeln. Sie sind nicht die einzigen.

Republikanische Demokratieverachtung

Ein neuer Datensatz verortet Parteien auf Basis von Expertenumfragen – unter anderem geht es darum, inwiefern sie gegen demokratische Normen verstoßen.

Verbot für Atomwaffen ab 2021

Als fünfzigster Staat hat am vergangenen Wochenende Honduras den UN-Vertrag zum Verbot nuklearer Waffen ratifiziert.

Gemeinsamkeit: Antiabtreibungspolitik

Die Trump-Regierung will ihr konservatives außenpolitisches Profil schärfen. Und findet vor allem Autokratien als Verbündete.

Bedrohte Freiheit im Netz

Die Organisation Freedom House untersucht, wie frei das Internet ist. Das Ergebnis: Die Lage habe sich in den letzten zehn Jahren ständig verschlechtert.

Polen verschärft Abtreibungsverbot

Bisher war es in Polen erlaubt, Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen, wenn die Föten unheilbar krank waren. Das höchste Gericht hat nun entschieden: Das ist verfassungswidrig.

Veto-Blockade im Kalten Krieg

Seit seiner Gründung 1946 hat der UN-Sicherheitsrat 2.546 Resolutionen verabschiedet. Nur 646 stammen aus der Zeit vor 1990.

Warum strafrechtlich Verurteilte die US-Präsidentschaftswahl entscheiden könnten

Über fünf Millionen Menschen dürfen nicht an der US-Präsidentschaftswahl teilnehmen. Ihnen wurde aufgrund strafrechtlicher Vergehen das Wahlrecht entzogen. Das nützt vor allem Präsident Trump und den Republikanern.

Wohin steuert der Supreme Court?

Die Republikaner im US-Senat wollen Amy Coney Barrett zur neuen Richterin am Obersten Gerichtshof machen. Die Konservativen hätten dann eine 6-zu-3-Mehrheit. Was das für die Arbeit des Gerichts bedeutet.

111 Abgeordnete zu viel

Der Deutsche Bundestag ist so groß wie nie. Trotz Wahlrechtsreform wird er voraussichtlich weiter wachsen. Warum das problematisch ist - und warum nicht.

Länder mit Geschlecht

Die Grenzen unserer Sprache bedeuten die Grenzen unserer Welt, Leute!

Der Hunger bleibt

135 Millionen Menschen weltweit leiden an den Folgen akuter Ernährungskrisen. Besonders betroffen sind Afrika sowie der Nahe und Mittlere Osten.

Krieg um Bergkarabach

Armenien und Aserbaidschan bekriegen sich in der Kaukasusregion Bergkarabach. An diesem Freitag soll es in Moskau zu Verhandlungen zwischen den Außenministern beider Staaten kommen.

Mehr Praxen, weniger Verbrechen

In Landkreisen mit mehr Praxen, die auf psychische Erkrankungen spezialisiert sind, gibt es weniger Verbrechen.

In den Industrieländern sinken Chinas Sympathiewerte

Repressives Vorgehen in Hongkong, Unterdrückung der uigurischen Minderheit im Westen des Landes und der Umgang mit der Pandemie - China steht in der Kritik und sein Ansehen ist in vielen Industrieländern so schlecht wie lange nicht mehr.

Der ignorierte Konflikt

Seit 2017 wütet im Südwesten Kameruns ein bewaffneter Konflikt zwischen dem autokratisch regierten Zentralstaat und Separatisten. Er gehört zu den politisch und journalistisch am stärksten vernachlässigten Krisen der Welt. Die humanitäre Hilfe ist dramatisch unterfinanziert.

Algorithmen können keine Fremdsprachen

Facebook schlägt bei einer „künftigen Bedrohung“ Alarm. Was passiert, wenn eine Sprache gar kein Futur hat? So ist es etwa in Sri Lanka.

Türkische Regierungspartei will aus der Istanbul-Konvention austreten

Die Türkei das Bündnis zum Schutz von Frauen im Jahr 2012 als erster Staat ratifiziert. Umgesetzt hat sie aber viele Maßnahmen nicht. Die AKP will sich nun aus dem Abkommen zurückziehen.

Pflanze bedroht Menschen

Im Victoriasee hat sich eine schwimmende Insel gelöst und verstopft jetzt Dämme. Folge: Stromausfälle in ganz Uganda.

Ein Staat geht unter. Wohin kommt das Volk?

Durch den Klimawandel verlieren viele Inselvölker ihre Heimat. Wer kommt für den Schaden auf? Zwar gibt es bereits einige nationale Vereinbarungen, auf globaler Ebene existieren diese jedoch noch nicht. Wie könnten Reparationen aussehen?

Konflikt gelöst

Jahrzehntelanger Streit, dann kommt die Natur und löst das Problem.

Der wankende Autokrat

Der belarussische Präsident Aljaksandr Lukaschenka steht weiter unter Druck. Landesweit protestieren zahlreiche Menschen gegen den Autokraten, der seit 26 Jahren an der Macht ist. Derweil organisiert sich die Opposition.

Neues Gesetz in Neuseeland: Automechaniker und Friseurinnen sollen gleich bezahlt werden

Gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit, gleicher Verantwortung und Qualifikation, unabhängig vom Geschlecht - das ist weltweit noch lange nicht die Normalität. Neuseeland hat jetzt ein neues Gesetz zur Lohngleichstellung erlassen.

Wo uns Leid nicht interessiert

Es gibt Krisen, die unsichtbar bleiben. Jedenfalls in internationalen Medien und dort, wo über Hilfsgelder entschieden wird. Einmal jährlich veröffentlicht die Norwegische Flüchtlingshilfe (NRC) deshalb ein Ranking der am stärksten vernachlässigten Länder.

Der letzte Diktator Europas bleibt

Menschen gehen gegen Wahlfälschungen auf die Straße und der Diktator Aljaksandr Lukaschenka lässt sie brutal niederschlagen. Was gerade in Weißrussland (Belarus) passiert.

Der Konflikt um die US-Stützpunkte auf Okinawa

Seit dem Zweiten Weltkrieg stationieren die USA Soldaten nicht nur in Europa, sondern auch in Japan. Seit einiger Zeit jedoch gibt es in der japanischen Bevölkerung Widerstand dagegen – auf den Hauptinseln, aber vor allem von Bewohnern der Insel Okinawa.

Familie mit Machtmonopol

Der Rajapaksa-Clan stellt in Sri Lanka Präsident und Premierminister. Nach der Parlamentswahl hat dessen Partei auch die Übermacht im Parlament.

Atomwaffen sind unbeliebt

Anfang 2020 haben sich rund 13.400 weltweit vorhandene Atomwaffen auf neun Staaten verteilt. Viele lagern zusätzlich immer noch in Europa. Das soll sich ändern, fordern viele.

Der Kampf um den Zuschnitt der US-Wahlbezirke

Alle zehn Jahre gibt es in den USA eine große Volkszählung. Anschließend werden die Wahlbezirke neu gezogen. Oft missbrauchen die Parteien diese Gelegenheit, um ihre Macht zu sichern. Manch seltsam geformter Wahlkreis soll jedoch auch der besseren demokratischen Repräsentation dienen.

Der mörderische Weg ans Mittelmeer

Auf dem Weg zum Mittelmeer erleben Flüchtlinge und Migranten schwerste Gewalt. Doch ihr Leid bleibt in der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet. Ein neuer Bericht des UNHCR beleuchtet das Geschehen.

Mindestens 212 Umweltschützer wurden 2019 ermordet

Die Menschenrechtsorganisation Global Witness berichtet jährlich über Morde an Umwelt- und Landrechtsaktivisten. 2019 zählte sie so viele Fälle wie nie zuvor.

Grüne Krieger

Angesichts der Bedrohung vieler Tierarten haben Umweltschützer der Wilderei den Krieg erklärt. In afrikanischen Nationalparks wird aufgerüstet, Wildhüter werden von Soldaten geschult. Im Umfeld einiger Schutzgebiete kommt es zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen.

Polen will aus Abkommen für Frauenrechte austreten

Der polnische Justizminister schlägt vor, aus der Istanbul-Konvention auszutreten. Dieses internationale Abkommen soll Frauen vor Gewalt schützen - und ist ihm zu „ideologisch“.

Täglich werden weltweit 8.000 Mädchen und junge Frauen beschnitten

In vielen Ländern ist Genitalverstümmelung trotz expliziter Verbote gängige Praxis. Nun will auch der Sudan strikter dagegen vorgehen.

Terror und Protest

In Mali, Burkina Faso und Niger wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres fast so viele Menschen getötet wie im gesamten vergangenen Jahr. Während Dschihadisten Chaos schüren, begehen auch die staatlichen Armeen schwere Menschenrechtsverletzungen.

Heuschrecken treiben 42 Millionen Menschen in den Hunger

Riesige Heuschreckenschwärme fallen in Ostafrika und Südasien über Ernten und Weideland her. Im Juni betraf das eine Fläche so groß wie Norwegen. Lebensmittel sind ohnehin knapp, eine Hungerkatastrophe droht.

Keine Wende in Polen

Polens Präsident Andrzej Duda bleibt weitere fünf Jahre im Amt. Die Nationalkonservativen können nun bis 2023 den Umbau des Staates weiter vorantreiben.

Panzerfahrzeuge und Sturmgewehre

Viele US-Polizeibehörden setzen auf paramilitärische Ausrüstung und Taktiken. Seit den Black-Lives-Matter-Protesten wird die Militarisierung der Beamten vermehrt öffentlich debattiert. Doch das Problem ist nicht allein das Equipment - sondern die Mentalität der Polizisten.

Mehr Bürgermeisterinnen in Frankreich

In Frankreich fand letzte Woche in 5.000 Kommunen die zweite Runde der Kommunalwahlen statt. In Marseille und Strasbourg konnten Frauen Mandate von Männern übernehmen.

Am Scheideweg

Amtsinhaber Andrzej Duda verpasste in der ersten Runde der Präsidentenwahl tatsächlich die absolute Mehrheit. Kann ihm sein liberaler Herausforderer Rafał Trzaskowski in der Stichwahl ernsthaft gefährlich werden?

Jemanden verschwinden zu lassen, ist eine der effektivsten Formen staatlichen Terrors

Immer wieder lassen Regierungen Menschen verschwinden. Die Angehörigen kämpfen oft jahrzehntelang gegen die Straflosigkeit und für ihr Recht auf Wahrheit über den Verbleib ihrer Lieben.

US-Präsident Donald Trump erlaubt Strafen gegen Ermittler des Internationalen Strafgerichts

Das Weltstrafgericht will mögliche Kriegsverbrechen in Afghanistan aufklären, doch der US-Präsident sperrt sich dagegen. Seine Methode: Mitarbeiter des Gerichts sanktionieren.

Nur 27 Tage im Jahr 2019 ohne Tote durch Polizeigewalt

Die Karte listet die Anzahl der von der Polizei getöteten Menschen im Jahr 2019. Insgesamt waren es 1.098 Personen.

Deutschlands Kindersoldaten

Weltweit gibt es rund 250.000 Kinder, die von bewaffneten Gruppen und Armeen als Soldaten rekrutiert wurden. 1.534 minderjährige Soldaten hat die Bundeswehr im Jahr 2019 eingestellt. 669 davon waren auch zum Ablauf der Probezeit noch unter 18 Jahre alt.

Flüchtlingslager im Schlamm

Knapp 700.000 Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya flohen 2017 vor ethnischen Säuberungen in Myanmar ins Nachbarland Bangladesch. 100.000 von ihnen sollen jetzt auf die Insel Bhasan Char umgesiedelt werden.

Der Kolonialismus ist nicht vorbei

Viele der heutigen Überseegebiete gelten offiziell als unabhängig, gehören administrativ aber zu den USA oder europäischen Staaten. Sie haben noch immer mit den Folgen der Kolonisierung zu kämpfen und sind sogar vom Brexit betroffen.

Das Zerren um Polens Justiz

Polens nationalkonservative Regierung will das Justizsystem des Landes umkrempeln. Auch die neue Vorsitzende des Obersten Gerichts steht der Regierung nahe – und wurde dank des Präsidenten ins Amt gehievt.

Costa Rica hat Ehe für alle legalisiert

Gleichgeschlechtliche Paare dürfen nun auch in Costa Rica heiraten. Es ist weltweit das 29. Land, das die Ehe für alle legalisiert hat, und das sechste in Lateinamerika.

Die Angst der Mächtigen vor den Tribünen

Fußball-Ultras haben in autoritären Systemen zahlreiche Revolutionen und Aufstände beeinflusst – sie mitunter angeführt. Die Mächtigen reagieren mit Repression und Überwachungsmaßnahmen. Doch auch in westlichen Stadien versucht man, die Politik aus der Kurve zu verbannen.

Zwei Billionen Dollar fürs Militär

Die weltweiten Militärausgaben sind im Jahr 2019 um 3,6 Prozent gewachsen – so stark wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Europa verzeichnet einen Zuwachs von fünf Prozent.

Rechtsstaat in Gefahr

Seit zehn Jahren höhlt Viktor Orbán die ungarische Demokratie aus. Die Europäische Union erwies sich bisher als unfähig, den Regierungschef aufzuhalten.

160 Liter Öl und 38 Dollar zu verschenken

Die Corona-Krise betrifft auch die Ölindustrie: Gestern sank der Preis der US-amerikanischen Rohölsorte WTI zeitweise sogar ins Negative - auf minus 38 US-Dollar pro Barrel. Warum?

Wie frei ist die Wissenschaft? 

In zehn Staaten hat sich die Freiheit der Wissenschaft in den letzten fünf Jahren deutlich verschlechtert, darunter Brasilien, Pakistan, die Türkei und Indien. Aber wie misst man diese überhaupt?

„Absolute Autorität“, aber „absolut keine Verantwortung“

Jair Bolsonaro verbreitet Verschwörungstheorien, Boris Johnson schüttelt weiter Hände und laut Donald Trump sind alle anderen schuld. Im Umgang mit der Corona-Pandemie offenbart sich ein weiteres Mal die Ignoranz und Inkompetenz der mächtigsten Populisten der Welt.

25 Staaten müssen weniger Schulden zahlen

Viele arme Länder trifft die Corona-Pandemie bereits jetzt wirtschaftlich stark, obwohl die Infektionszahlen noch gering erscheinen. Auf den Ausbruch sind die wenigsten vorbereitet. Der Internationale Währungsfonds will daher helfen.

Evakuiert die Camps!

Noch gibt es offiziell keine Corona-Infizierten im Flüchtlingslager “Moria” auf der griechischen Insel Lesbos. Schützen können sich die Geflüchteten nicht – kaum Wasser, zu wenig Platz. Hilfsorganisationen befürchten ein Massensterben.

Äthiopische Sklavin zu verkaufen – bei Interesse PN

In vielen Golfstaaten kümmern sich ausländische Arbeitskräfte um den Haushalt und die Kinder. Sie werden ausgebeutet, misshandelt und haben kaum Rechte. Die Struktur dahinter steht aber kaum zur Debatte – die Bevölkerung glaubt an das Kafala-System, auch im Libanon.

In der Sahelzone wächst die Gefahr durch Dschihadisten

Immer mehr Menschen sterben im westlichen Sahel durch Anschläge und bewaffnete Auseinandersetzungen. Dschihadistische Gruppen instrumentalisieren und verschärfen bestehende Konflikte.

„Wer Kühe schlachtet, zerstört Indien“

Kühe zu schlachten, ist in Indien tabu. Oft ist es sogar gesetzlich verboten. Seit mehreren Jahren kommt es vermehrt zu Lynchmorden an Indern, die Rindfleisch essen oder verkaufen – die meisten Opfer gehören zur muslimischen Minderheit. Die politische Führung um Präsident Modi fördert das indirekt.

Frauenquote in afrikanischen Parlamenten

In Ruanda sind fast zwei Drittel der Parlamentsmitglieder weiblich. Der Frauenanteil ist in den meisten afrikanischen Ländern hoch. Grund dafür ist die Frauenquote. Sorgt das auch für mehr Gleichberechtigung?

Trotz parteiinternem Chaos Erfolg für Tories

Absolute Mehrheit im Unterhaus: Tories gewinnen die meisten Sitze seit 1987 bei der Wahl unter Margaret Thatcher.

Volle Kassen, leere Versprechen?

Praktisch alle Staaten der Welt haben der Korruption den Kampf angesagt. Doch vor allem reiche Länder könnten mehr dafür tun, die schönen Worte auch praktisch umzusetzen.

Staaten schalten immer öfter das Internet ab

Wie lässt sich das Internet am einfachsten zensieren? Indem man es vorübergehend abschaltet. Das passiert immer öfter.

Wird dies der neueste Staat der Welt?

Ab Samstag stimmt die Bevölkerung von Bougainville, einer autonomen Region Papua-Neuguineas, über ihre Unabhängigkeit ab. Vor 20 Jahren endete in der einstigen deutschen Kolonie ein verheerender Bürgerkrieg.

Es wird eng im Orbit

Immer mehr Staaten schicken immer mehr Satelliten in die Erdumlaufbahn. Auch private Unternehmen planen, massiv zu expandieren. Mehrere Länder haben mittlerweile angekündigt, sich auch für Konflikte im All zu rüsten.

„Ein guter Krimineller ist ein toter Krimineller“

1.534 Menschen wurden vergangenes Jahr im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro durch Polizisten getötet. Dieses Jahr eskaliert die Gewalt noch heftiger. Warum?

Krise überstanden: Minderheitsregierung bleibt im Amt

Fünf Jahre lang regierte die Partido Socialista ohne Mehrheit im Parlament, unterstützt von grünen und kommunistischen Kleinparteien. Trotz Kritik sowohl von den linken als auch von rechten Parteien bleibt die Regierung unter Premierminister António Costa bei den Wählern beliebt – vor allem wegen ihrer unkonventionellen Reaktion auf die Schuldenkrise.

Erdoğans Krieg und Trumps Beitrag

Seit Jahren droht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan dem kurdisch geprägten Nordosten Syriens mit der Invasion – nun haben die USA ihm grünes Licht gegeben. Ein türkischer Angriffskrieg könnte die gesamte Demografie der Region verändern und dem “Islamischen Staat” die Chance auf ein Comeback bereiten.

Ibiza-Affäre ohne Folgen

Die Euphorie in der Opposition war groß, als nach der „Ibiza-Affäre“ im Mai die Koalition zwischen der konservativen ÖVP und der rechtspopulistischen FPÖ zu Bruch ging. Trotz weiterer Skandale deutet bei den Neuwahlen am Sonntag vieles auf eine Neuauflage der Koalition hin.

Wem gehört der Nil?

Der Nil ist die Lebensader Ägyptens, doch ein äthiopischer Staudamm droht ihm das Wasser abzugraben. Seit Jahren verhandeln beide Nationen über eine einvernehmliche gemeinsame Nutzung - mit mäßigem Erfolg. Dabei ist die Talsperre nicht das einzige Problem für Ägyptens Wasserversorgung.

Frauenmorde bleiben zu 98 Prozent straflos

In Lateinamerika werden deutlich mehr Frauen von Männern getötet als in anderen Regionen der Welt. Warum ist das so?

Populist gegen Populist

Am Sonntag wählten die Tunesier zum zweiten Mal in freien Wahlen ihren Präsidenten. Nun liegt das Ergebnis vor: Der Juraprofessor Kaïs Saïed und der im Gefängnis sitzende Medienunternehmer Nabil Karoui treten in einer Stichwahl gegeneinander an.

Fünfte Amtszeit oder Anklagebank

Die letzte israelische Parlamentswahl ergab keine Regierungsmehrheit. Heute wird deshalb noch einmal gewählt. Im Wahlkampf übertrafen sich die Favoriten Benjamin Netanjahu und Benny Gantz mit neuen Plänen zur Annexion von Siedlungsgebieten im Westjordanland. Für Netanjahu geht es dabei um mehr als nur um seine fünfte Amtszeit.

Nürnberger Prozesse für IS-Kämpfer

Der »Islamische Staat« ist besiegt. Die irakische Justiz ist mit der Aufarbeitung der IS-Verbrechen überfordert. Doch es gibt Möglichkeiten, IS-Kämpfer vor internationalen Gerichten zu verurteilen.

Chinesische Entwicklungshilfe für afrikanische Staatschefs

Chinesische Entwicklungshilfe fließt verstärkt in Regionen, in denen amtierende afrikanische Staatschefs geboren wurden, oder in Gebiete, die mehrheitlich von der ethnischen Gruppe bewohnt sind, der der Staatschef angehört. Zu diesem Ergebnis kommt die hier vorgestellte Studie.

Die Separatisten und der greise Autokrat

Seit 2016 schwelt im Südwesten Kameruns ein bewaffneter Konflikt zwischen Separatisten und dem autoritär geführten Zentralstaat, der mehr als eine halbe Million Menschen in die Flucht getrieben hat. Die Konfliktlinien verlaufen entlang der alten Kolonialsprachen.

Eselmangel in Afrika

In China wächst seit einigen Jahren die Beliebtheit von »Ejiao«, einer traditionellen Medizin, die unter anderem bei Durchblutungs- und Schlafstörungen helfen soll. Die Auswirkungen des Booms bekommen vor allem afrikanische Bauern zu spüren.

Öl muss fließen

Ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wird durch die Straße von Hormus transportiert. Nun wollen die USA und Großbritannien mit einer Militärmission diesen Verkehr absichern. Deutschland und Frankreich wollen nicht mitmachen. Die Hintergründe.

Ist das jetzt Militarismus oder Verantwortungspolitik?

Terror, Krim-Annexion, America first: In einer zunehmend komplexen Welt sprechen Politiker und Wissenschaftler immer häufiger von der Notwendigkeit einer neuen Außenpolitik. Sie fordern eine europäische Armee und mehr internationale Verantwortung Deutschlands. Doch die Neuorientierung birgt Gefahren.

Rechtsextreme bleiben draußen

Die rechtsextreme Partei “Goldene Morgenröte” schafft es mit 2,93 Prozent nicht über die 3-Prozent-Hürde und zieht deshalb nicht ins griechische Parlament ein.

1.700 Parteien und 900.000.000 Wähler

Alle fünf Jahre steht die größte Demokratie der Welt vor einer logistischen Herausforderung: die Wahlen zum Indischen Parlament. Zwischen dem 11. April und dem 19. Mai können 900 Millionen Wahlberechtigte etappenweise ihre Stimme abgeben. Die Wahlversprechen wenden sich vor allem an den ärmsten Teil der Bevölkerung.

Länder, die mit Landminen kontaminiert sind

Im Jahr 2017 wurden 2.793 Personen durch Landminen und explosive Munitionsrückstände getötet, 4.431 Personen wurden verletzt. 87 Prozent der Opfer waren Zivilisten, unter ihnen viele Kinder. Noch immer sind in mindestens 60 Staaten Teile des Landes durch Landminen kontaminiert.

Spanien vor Separatisten, Kommunisten, Islamisten und Progressiven retten

Am Sonntag stehen in Spanien Neuwahlen an, nachdem die Sozialdemokraten im Sommer die konservative Regierung per Misstrauensvotum gestürzt hatten. Seit dem Tod des Diktators Francisco Franco wird erstmals auch wieder eine rechtsextreme Partei ins Parlament einziehen. Die „Vox“ bestimmt schon jetzt die Themen und den Umgangston im Wahlkampf.

„In modernen Konflikten ist es gefährlicher, eine Frau zu sein als ein Soldat“

Das sagte der ehemalige UN-Generalmajor Patrick Cammaert bereits vor über zehn Jahren. Gestern hat der UN-Sicherheitsrat eine von Deutschland vorgelegte Resolution angenommen, in der ein härteres Vorgehen gegen sexualisierte Gewalt in Krisenregionen gefordert wird.

Zomia, das Bergland der Aussteiger

In den östlichen Ausläufern des Himalaya leben kleine Völker aus verschiedenen Regionen Asiens. Sie flohen vor den großen Königreichen in die Berge. Warum hat es so lange kein Staat geschafft, sie zu beherrschen?

Die wichtigsten Handelspartner afrikanischer Staaten

Für immer mehr afrikanische Staaten ist China das wichtigste Importland. Ein Vergleich zwischen 1996 und 2016.

Welche Partei stimmt für welche Mission?

Aktuell wird im Bundestag wieder über die Bundeswehreinsätze abgestimmt. Je nach Parteizugehörigkeit fällt die Zustimmung für eine Mission ganz unterschiedlich aus.

Präsidentenduell im Stadion – ohne Drogen

Zwischen Komiker Wolodymyr Selenskyj und Amtsinhaber Petro Poroschenko kommt es zur Stichwahl um das ukrainische Präsidentenamt. Die Anfang des Jahres noch als Favoritin gehandelte Julija Tymoschenko musste sich im ersten Wahlgang geschlagen geben.

Komoren auf dem Weg zur Autokratie?

Laut komorischer Verfassung wechseln sich die drei Hauptinseln alle fünf Jahre dabei ab, den Präsidenten des föderalen Inselstaates zu stellen. Diese Regelung wurde im letzten Jahr jedoch abgeändert, nachdem Präsident Azali Assoumani ein umstrittenes Referendum durchführen ließ. Nun könnte er gleich 13 Jahre im Amt bleiben.

Afrika ist nicht Lateinamerika, und China nicht die USA – ein bisschen aber schon

Südamerika ist bis heute stark von den USA abhängig. Ähnliche Verhältnisse entstehen nun auch zwischen Afrika und China. Das sind die Unterschiede.

2016 durch die US-Polizei getöte Menschen

Bis zum 11. Juli wurden starben 571 Menschen in den USA durch die US-Polizei. 2015 waren es 1.146.

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