Klingt komisch, aber eine gute Diktatur braucht Wahlen. Oft handelt es sich dabei um Scheinwahlen: Oppositionelle werden aus dem Weg geräumt oder nicht zur Wahl zugelassen, Wahlergebnisse manipuliert, kritisch eingestellten Wählern das Wahlrecht entzogen oder es steht nur eine Partei bzw. eine Person zur Wahl usw. Auch die russische Präsidentschaftswahl gilt als Scheinwahl. Warum?
Elsie Eiler ist 90, Bürgermeisterin der Stadt, leitet die Stadtbibliothek und betreibt das einzige Lokal im Ort. Sie zahlt sich selbst Steuern und hat sich selbst eine Ausschankgenehmigung erteilt.
Die Stadt Moskau sprach prophylaktisch ein Demoverbot aus. Sie verwies auf Gesetze, die hohe Geldstrafen und mehrtägige Haftstrafen für die Teilnahme an nicht angemeldeten Protesten vorsehen. Laut dem oppositionellen exilrussischen Medienportal Mediazona wurde in Moskau ein Mann festgenommen, der ein Plakat mit der Aufschrift „Mörder“ trug. In Nischni Nowgorod sollen bei einer Gedenkveranstaltung für Nawalny elf Personen festgenommen worden sein. Es ist davon auszugehen, dass es in den kommenden Tagen europaweit größere Kundgebungen geben wird.
Das Vereinigte Königreich will irregulär Eingereiste und Asylsuchende nach Ruanda abschieben - und zwar ungeachtet ihrer Herkunft. Geht es nach dem Willen der britischen Regierung, könnten zum Beispiel syrische oder palästinensische Geflüchtete demnächst nach Ostafrika ausgeflogen werden.
Nigeria ist etwa 2,5 Mal so groß wie Deutschland.
Nigeria hat mehr Einwohner als Japan
Nigeria ist der sechstgrößte Staat der Welt
Nigeria hat mehr Einwohner als Russland
Während Italien, Kasachstan, Litauen und Deutschland ihre Kernkraftwerke stillgelegt haben, bauen Ägypten, Bangladesch und die Türkei gerade ihre ersten Reaktoren. Das türkische Kernkraftwerk Akkuyu wird 4 Reaktoren haben und steht kurz vor der Inbetriebnahme.
Die EU hat der Ukraine bisher am meisten Unterstützung zugesagt. Das betrifft vor allem finanzielle Mittel.Die größte militärische Unterstützung kommt von den USA, Deutschland und Großbritannien.
Knapp ein Drittel der Menschen lebt in Staaten ohne grundlegende Freiheitsrechte. Friedliche Proteste sind dort beispielsweise nicht möglich. In weiteren 50 Staaten wird die Meinungs- und Versammlungsfreiheit stark eingeschränkt.
Sogenannte alternative Medien bekommen in Deutschland ein immer größeres Publikum. Mit Berichterstattung hat ihre Arbeit häufig aber nichts zu tun. Stattdessen werden starke Meinungen auf dünner Faktenbasis verbreitet. Das nützt vor allem denen, die sich eine ganz andere Bundesrepublik wünschen.
Frankreich will das Rauchen an Stränden, in Parks und Wäldern sowie vor Schulen verbieten und die Preise für Zigarettenschachteln erhöhen. Damit will der Präsident Emmanuel Macron bis zum Jahr 2032 die “erste tabakfreie” Generation schaffen.
... was noch dazu gehört: Kirche, Sprache, Geheimdienste, Tiere und Recht beispielsweise. In diesem Podcast spricht Juli jeweils maximal 15 Minuten mit Leuten aus der Wissenschaft.
Jüngste Umfragen zeigen: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu genießt wenig Vertrauen und Rückhalt in der israelischen Bevölkerung. Viele fordern sogar seinen Rücktritt. Und dennoch würden bei Wahlen nur wenige anders stimmen als beim letzten Mal.
Die Mehrheit der Bevölkerung im Gazastreifen sieht die Hamas kritisch. In den letzten Jahren ist die Zustimmung gesunken. Das zeigen Umfragen, die vor dem Terrorangriff der Hamas durchgeführt wurden.
Diese Idee einer rechteckigen Welt wandert grad durchs Internet. Aber die Darstellung ist irreführend. Denn Colorado ist nicht so rechteckig, wie man denkt.
Der Mond ist weiter von uns entfernt als es vielleicht scheint: ca. 384.400 Kilometer. Das ist in etwa so lang wie 30 Erden oder eine Kette aus allen Planeten unseres Sonnensystems. Sie passen also genau nicht dazwischen? Ja und nein!
Nur einen Tag nach dem Angriff Aserbaidschans auf den De-facto-Staat Arzach erklärte der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew am Mittwoch den Sieg über die dort lebenden Armenier. Diese haben ihre Waffen niedergelegt, die armenische Verteidigungsarmee von Bergkarabach soll aufgelöst werden. Fast 32 Jahre nach ihrer Gründung bedeutet dies das Ende der Republik Arzach.
Die knapp 3.000 Kilometer lange Grenze zwischen Pakistan und Indien ist eine der wenigen internationalen Grenzlinien, die nachts vom Weltall aus zu sehen sind. Diese schön anmutende Feststellung hat allerdings einen ernsten Hintergrund.
Für diesen mittelguten Gag haben wir sogar das Gendern vergessen! Denn der Bär im Stadtwappen von Madrid ist eigentlich eine Bärin. Zumindest theoretisch. Warum?
Eine Abkürzung aus den Anfangsbuchstaben der Regionen *P*unjab, *A*fghania, *K*aschmir, *I*ndus-Sindh und der Endung von Belutschi*stan* – so zumindest eine Theorie, die im Internet herumgeistert. Das Problem dabei: Sie stimmt nicht. Zumindest nicht so ganz.
Im April unterzeichnete der brasilianische Präsident Lula da Silva einen Erlass, der der indigenen Bevölkerung mehr Gebiete zusichert. Der linke Politiker wird dafür gefeiert. Eine Studie stellt jedoch klar: Die indigenen Völker Brasiliens haben in den vergangenen 20 Jahren sowohl unter rechten als auch unter linken Regierungen gelitten. Wenn auch auf unterschiedliche Weise.
Nur ein Viertel aller Geflüchteten werden von reichen Staaten aufgenommen. Ein Großteil der Menschen, die ihr Heimatland verlassen müssen, fliehen in die jeweiligen Nachbarstaaten. Denen geht es wirtschaftlich häufig nicht besser als den von Krieg und Umweltkatastrophen gebeutelten Herkunftsländern.
Du kannst aufhören zu suchen - es gibt kein einziges. Das letzte Stoppschild stand wohl vor einem Bauunternehmen und wurde ständig geklaut. Endgültig abgeschraubt wurde es 2013, wie die Tourismusbehörde auf KATAPULT-Anfrage schreibt. Ansonsten gilt im Pariser Straßenverkehr rechts vor links. Gute Fahrt!
»Alter Schwede!« ist ein Ausdruck des Erstaunens, genau wie "Heidewitzka", "Potzblitz", "Bist du narrisch?" und "Donnerwetter". Statistisch kommt der Schwede im Median allerdings nur auf läppische 39,6 Jahre – und ist damit jünger als der Schweizer, die Serbin und der Pole.
2020 stieg der Umsatz von Amazon in der Europäischen Union im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel. Die damit einhergehenden Gewinne wurden allerdings nicht in Europa versteuert. Stattdessen meldete der Konzern hier Verluste – und erhielt eine Steuerrückerstattung. Das ist legal, aber ist es auch fair? Bürger:innenräte könnten helfen, diese Frage zu klären.
Radikale Sparmaßnahmen seien nötig gewesen, damit begründet Techmilliardär Elon Musk die Rausschmisse. Tatsächlich ging es dem Unternehmen ziemlich schlecht - unter anderem weil Anzeigekunden abgesprungen sind, nachdem Musk Twitter übernommen hatte. Wer sagts ihm?
Schon gewusst? Bevor die heutige Demokratische Republik Kongo belgische Kolonie wurde, gehörte sie dem König von Belgien. Privat. Mitsamt seinen Einwohner:innen.
Deutschland bebaut und versiegelt 375 Quadratmeter Boden – pro Minute. Ein Vergleich mit der Schweiz und Österreich zeigt: Pro Kopf ist Österreichs Flächenverbrauch doppelt so hoch wie der seiner Nachbarn. Das hat schwerwiegende Folgen für die Natur, aber auch für die Ernährungssicherheit der Menschen. Was fordern Umweltschützer:innen, wozu rät die Forschung, was macht die Politik?
Während eines Besuches des autoritären Machthabers Ilham Alijew hat Bundeskanzler Olaf Scholz Aserbaidschan als “Partner von wachsender Bedeutung” bezeichnet.
Durch den zusätzlichen Werktag sollen 400 Millionen Euro mehr in die Staatskasse fließen, so die Regierung. Sie will die Steuereinnahmen zur Steigerung des Wehretats nutzen. Kirche und Gewerkschaften sind dagegen. Die Regierungschefin hingegen sieht das nicht so eng: „Ich denke nicht, dass es ein Problem ist, einen Tag mehr arbeiten zu müssen“, erklärte sie. Alles klar.
Bis Februar 2023 wurden mehr als acht Millionen Menschen aus der Ukraine infolge des Krieges in anderen Ländern als Geflüchtete registriert, so das UN-Flüchtlingskommissariat.
Wurde mit 185 Ja-Stimmen, 154 Nein-Stimmen und drei Enthaltungen gestern entschieden. Mit einem ärztlichen Attest soll es so möglich sein, der Arbeit bezahlt fernzubleiben. Der Senat muss den Entwurf noch verabschieden.
Noch vor 20 Jahren verrichteten mehr als sieben von zehn Inder:innen ihr Geschäft unter freiem Himmel. Heute sind es keine fünfzehn Prozent mehr – dem Regierungsprogramm »Sauberes Indien« sei Dank. Aber: Toiletten zu bauen heißt nicht, dass die Bevölkerung sie auch nutzt. So bringen die sanitären Anlagen auch eine Reihe von neuen Problemen mit sich.
Die iranische Revolutionsgarde ist nicht nur in Iran für Verfolgung, Anschläge und Unruhen verantwortlich. Auch in Teilen Europas und sogar in Deutschland hat die Institution gewaltsame Angriffe verübt.
Gestern haben Tausende Anhänger des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro in der brasilianischen Hauptstadt unter anderem das Parlament gestürmt. Sie forderten den Sturz des amtierenden Präsidenten Lula da Silva, der die Wahl gegen Bolsonaro im vergangenen November gewonnen hatte.
Aus einer Entfernung von über 300 Kilometern kann die türkische Kampfdrohne TB2 Ziele beobachten und ausschalten. Am Einsatz dieser extrem effektiven Kriegswaffe gibt es Kritik.
Dort dürfen Frauen seit vergangenem Dienstag nicht mehr an die Unis kommen. Vorgeschobener Grund: Studierende Frauen widersprächen der islamischen Rechtsauffassung. Dazu gehören Kleidervorschriften und ohne männliche Begleitung an die Unis kommen. Zusammengefasst geht es also um das Problem, Frauen nicht mehr kontrollieren zu können.
Auf Revolutionen folgen häufig Gegenrevolutionen, die das alte Regime wieder installieren wollen. Wann das klappt und wann nicht, hat eine neue Studie untersucht.
Was hat New York City mit der niedersächsischen Stadt Hameln gemeinsam? Beide sind bekannt für ihre Rattenplagen. Während der Ruf von Hameln auf eine Sage zurückgeht, kämpft Manhattan wirklich bereits seit dem 18. Jahrhundert gegen die Nagetiere.
Acht Kläger hatten eine Entschädigungszahlung für ihren seelischen Schmerz gefordert. Ein Gericht in Tokio wies die Klage zurück. Begründung: Die Weigerung des Staates, gleichgeschlechtliche Ehen anzuerkennen, verstößt nicht gegen die Verfassung. Mit dieser Entscheidung steht Japan innerhalb der G7-Staaten ziemlich allein da.
... und Emojis, die zu Trauerbekundungen genutzt werden könnten, verschwinden immer mal wieder ein paar Tage spurlos von den Tastaturen. Etwa, wenn sich das Massaker vom Platz des Himmlischen Friedens jährt, oder der Todestag des Demokratieaktivisten Liu Xiaobo.
In den mexikanischen Anbaugebieten kontrolliert das organisierte Verbrechen den Avocadomarkt. Erpressungen, Entführungen und Morde stehen an der Tagesordnung. Lösungen gibt es kaum. Eine der erfolgversprechendsten basiert auf indigenen Bräuchen und lässt die Menschen vormals staatliche Aufgaben selbst in die Hand nehmen.
Die US-Midterms finden alle vier Jahre statt, immer zur Mitte der Präsidentschaft. Die Mehrheit im Repräsentantenhaus haben die oppositionellen Republikaner gewonnen.
Aus der Konkurrenz der beiden Länder dürfe kein Konflikt werden, sagte Biden. Er traf Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Bali und betonte, beide Länder hätten eine Verantwortung, ihre Differenzen in den Griff zu bekommen. Dazu gehört beispielsweise Chinas Politik gegenüber Russland und Taiwan.
Die Ampel-Koalition hat das Wahlalter für die Europawahl in Deutschland von 18 auf 16 Jahre gesenkt. Schon 2019 hat es eine EU-Verordnung den Mitgliedsstaaten empfohlen, dies in Betracht zu ziehen.
Der Anteil von Erfinderinnen in Europa ist weiterhin niedrig. Im Vergleich erfinden nur Österreicherinnen und Liechtensteinerinnen noch weniger als Deutsche.
Bei den anstehenden Midterm-Wahlen in den USA werden die Demokraten aller Wahrscheinlichkeit nach Sitze im Senat und Repräsentantenhaus verlieren, vielleicht sogar ihre Mehrheit. Das ist nicht ungewöhnlich - wäre da nicht Donald Trump.
Nachdem Russland in die Ukraine einmarschiert ist, haben viele Länder versucht, die wirtschaftlichen Beziehungen zu dem Aggressor abzubrechen. Als einer der weltweit wichtigsten Produzenten von Öl, Gas und anderen Rohstoffen ist das umso schwieriger.
So knapp wars bei der brasilianischen Präsidentschaftswahl seit Demokratie nach Militärdiktatur noch nie. Langweilig wirds Lula mit einer derart angeschlagenen Wirtschaft und erstarkenden Opposition nicht werden.
Am Sonntag wird in Brasilien ein neuer Präsident gewählt. In der Stichwahl stehen sich Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und der aktuelle Amtsinhaber Jair Bolsonaro gegenüber. Während unter Lula die Abholzung im Amazonas signifikant eingedämmt wurde, ist Bolsonaro ein prominenter Befürworter der wirtschaftlichen Ausbeutung und Zerstörung des Regenwaldes.
Mehr Kinder auf den Straßen, frühe Dämmerung und gefährliche Gehwege: In den USA werden an Halloween dreimal so viele Kinder von einem Kraftfahrzeug tödlich verletzt wie an normalen Tagen.
Chinesische Staatsunternehmen sind seit fast zwei Jahrzehnten an vielen europäischen Häfen beteiligt. Diese Investitionen sind wichtiger Bestandteil von Chinas Plänen zur Einrichtung einer umfangreichen Handelsroute von Asien bis Europa, die Neue Seidenstraße.
Uganda befindet sich seit ein paar Tagen wieder im Lockdown – wegen Ebola, nicht etwa Covid-19. Das Land meldet seit Ende September 109 bestätigte Fälle.
Der ehemalige Finanzminister Rishi Sunak hatte bei der parteiinternen Abstimmung im September noch gegen Liz Truss verloren. Nachdem sich seine Rivalin Penny Mordaunt kurz vor Bekanntgabe der Unterstützer*innenzahlen zurückzog, steht er nun als Nachfolger von Liz Truss fest.
Gürteltiere sind kugelsicher! Das fand ein Mann aus Texas unfreiwillig heraus, als er – warum auch immer – zur Waffe griff und drei Schüsse auf eines der gepanzerten Säugetiere abfeuerte.
Russland attackiert gezielt die ukrainische Energieinfrastruktur. Im ganzen Land kommt es deswegen regelmäßig zu Stromausfällen und Versorgungsengpässen.
Liz Truss hat ihren Rücktritt erklärt, nach nur sechs Wochen Amtszeit. Zuvor hatten sich die Konservativen lange über die Nachfolge von Boris Johnson gestritten. Truss' Nachfolge soll nächste Woche geklärt werden.
Der chinesische Staatskonzern Cosco will sich mehr als ein Drittel der Anteile am Hamburger Containerterminal Tollerort sichern. Dieses ist jedoch Teil der kritischen Infrastruktur, weswegen das Wirtschaftsministerium ein Investitionsprüfverfahren initiiert hat.
Offiziell werden die rechtsradikalen Schwedendemokraten kein Teil der neuen schwedischen Regierung sein. Trotzdem enthält das neue Regierungsprogramm deutlich die Ideen der SD.
Japan verzeichnet für 2020 mit 1,15 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent ein historisches Tief seiner Treibhausgasemissionen. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 ging der Ausstoß um 5,1 Prozent zurück.
Beim Parteitag will sich Xi Jinping weitere fünf Jahre Herrschaft sichern. Die Wahl zum Generalsekretär und anschließend zum Präsidenten gelten als Formsache.
Die Sanktionen treffen elf Verantwortliche und vier Organisationen. Es geht um Einreiseverbote und eingefrorene Vermögen in der EU. Neben der Sittenpolizei treffen diese auch die Cybereinheit der Revolutionsgarden.
Über 600 Kulturschaffende haben sich in einem offenen Brief an die Protestierenden in Iran gerichtet. Der Text wurde auf Deutsch, Englisch, Farsi und Sorani verfasst. Die Autor:innen richten ihre Worte direkt an die Protestierenden.
Die OPEC und ihre Partner haben angekündigt, ab November 2 Millionen Barrel Öl weniger zu fördern. Dadurch wird die Ressource knapper, der Preis wird steigen. Davon profitiert auch Russland.
Seit April war die ukrainische Stadt Izium von der russischen Armee besetzt. Nach ihrer Befreiung im September wird das Ausmaß der Zerstörung dort sichtbar. Die meisten Menschen wurden vor dem Beginn der heftigen Kämpfe evakuiert.
In Frankreich gibt es an vielen Tankstellen seit Tagen kein Benzin mehr, weil Angestellte von Raffenerien und Tanklagern streiken. Sie fordern deutliche Lohnerhöhungen.
Grund dafür sind Dürren: Seit vier Jahren hat es nicht mehr richtig geregnet. Auch die Regenzeit 2022 war ungewöhnlich trocken. Dadurch ist die Ernährung von fast 7 Millionen Menschen akut gefährdet.
Putin droht mit dem Einsatz von Atomwaffen im Krieg gegen die Ukraine, Kim Jong-un simuliert einen Angriff auf Südkorea. Und Joe Biden warnt alle vor atomarer „Apokalypse“.
Nach ukrainischen Angaben gab es in mehreren westukrainischen Städten Raketenangriffe. Russland soll demnach 75 Raketen auf Städte im ganzen Land abgefeuert haben.
Das autoritäre Regime im Iran kämpft derzeit ums Überleben. In den vergangenen Jahren konnte es bereits mehrere landesweite Protestwellen gewaltsam niederschlagen.
Die Proteste in Iran gehen auch nach mehr als zwei Wochen weiter. Landesweit gehen die Menschen gegen das Regime auf die Straße. Die Zahl der Toten steigt. Die Ordnungskräfte reagieren mit Verschleppung, Gewalt und scharfer Munition.
Einige französische Großstädte wollen kein Public Viewig für die WM organisieren. Als Grund gilt die Menschenrechtslage in Katar. In Paris soll es weder Fußball-Weltmeisterschaften auf Großleinwänden noch Fanzonen geben.
Begründung der Justiz: Durch Berichte könnten die Proteste weiter eskalieren. Der iranische Journalistenverband sieht das anders: Die Leute machen nur ihre Arbeit und sollen sofort freigelassen werden. Schon vor den Protesten stand es extrem schlecht um die Pressefreiheit im Iran.
Keiner der beiden Anwärter konnte gestern mehr als 50 Prozent holen. Deswegen steht Ende Oktober eine Stichwahl an. Als Bolsonaro gestern gefragt wurde, ob er das Ergebnis anerkennen werde, hat er Medienberichten zufolge wohl nur den Daumen hochgereckt und ist davon gegangen. 👍
Die Sanktionen sollen Medienberichten zufolge 16 Personen, Organisationen und Einrichtungen treffen, vor allem „Vertreter des iranischen Unterdrückungsapparats“ und „politische Repräsentanten“. Die EU-Außenminister sollen die Sanktionen bei ihrem Treffen Mitte Oktober beschließen.
Heute finden in Brasilien Präsidentschaftswahlen statt. Zur Wahl stehen der amtierende Präsident und Rechtspopulist Jair Bolsonaro und der Sozialdemokrat Lula da Silva. Letzterer liegt den Umfragen zufolge vorne. Lula war schon von 2003 bis 2011 Präsident des Landes, durfte damals aber laut Verfassung kein drittes Mal in Folge kandidieren.
Laut Recherchen der US-amerikanischen Plattform fivethirtyeight bezweifelt knapp die Hälfte der republikanischen Kandidat:innen für die Midtermwahlen, dass es bei den vergangenen Präsidentschaftswahlen mit rechten Dingen zugegangen sei.
Nach dem Tod der 22-Jährigen Kurdin Jina Mahsa Amini am 16. September in Teheran, gehen die Menschen landesweit auf die Straße. Amini starb infolge von schwerer Gewalt durch die sogenannte Sittenpolizei.
In einer Erklärung, die von der Mehrheit der Abgeordneten im Europaparlament gebilligt wurde, steht jedenfalls, "dass Ungarn keine Demokratie mehr ist". Und nu?
Vorwiegend betroffen sind Randbezirke, in denen sozial Benachteiligte wohnen. Die Hochhaussiedlungen sind größtenteils in den 1960er- und 1970er-Jahren entstanden und wurden seither immer unbeliebter. Wer er sich leisten kann, zieht weg. Die, die bleiben, sind von der Mehrheitsgesellschaft größtenteils abgeschottet.
Der Inselstaat Antigua und Barbuda will den britischen Monarchen nicht mehr. Premierminister Gaston Browne kündigte an, darüber in den nächsten drei Jahren eine Volksabstimmung abzuhalten.
Das Gebiet Nördlich Lägern eigne sich besonders gut, Atommüll sicher zu verwahren - behauptet zumindest die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle in der Schweiz.
Im Juni 2022 hat der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten das Urteil Roe v Wade aufgehoben. Damit können die US-Bundesstaaten komplett eigenständig über die Legalität von Schwangerschaftsabbrüchen entscheiden.
Ein Schuldistrikt in Missouri macht Schlagzeilen, weil er die Prügelstrafe für Kinder wieder einführt. Dabei ist körperliche Gewalt an Schulen in den USA gar nicht so selten wie gedacht.
Für China gehört Taiwan zum eigenen Staatsgebiet. Taiwan will aber Demokratie sein und bleiben. Europa verhält sich bedeckt - und in Artikeln ist mittlerweile bereits von der “Ukraine Chinas” die Rede. Was ist da los?
Auf Vergewaltigung stehen in Spanien jetzt bis zu 15 Jahre Haft. Das Gesetz soll die Betroffenen stärken, indem es den Übergriff bewertet - und nicht ob das Opfer sich wehrt oder die Tat aus Angst über sich ergehen lässt. Vorbehalte kommen von den Konservativen und den Rechtspopulisten. Sie sehen die Unschuldsvermutung gefährdet.
Beinahe täglich berichten Medien über die anhaltende Gewalt in Wohngebieten und auf offener Straße. Bei Schießereien und Explosionen sterben Menschen oder werden verletzt. Wo? In dem eigentlich als friedlich geltenden Land Schweden.
Taiwan heißt offiziell „Republik China“. Allerdings identifiziert sich der Großteil der Taiwaner:innen nicht mehr mit der Landesbezeichnung. Umbenennen kann sich Taiwan aber nicht so einfach: Der Druck aus der Volksrepublik China ist zu hoch.
Ob beim Alkoholkauf als Jugendlicher oder am Einlass des Nachtclubs – wer hat sich nicht manchmal als etwas älter ausgegeben, als man tatsächlich war? In einigen ostasiatischen Ländern machen das nicht nur Jugendliche, die sich in Clubs schummeln wollen, sondern alle Menschen.
Der Krieg gegen die Ukraine dominiert die deutschen Nachrichten. Doch auch in anderen Ländern finden Kämpfe statt. Warum kommen die in den Nachrichten kaum vor?
Dem Attentäter, der den ehemaligen Regierungschef Shinzo Abe erschoss, droht die Todesstrafe. Japan ist eins von 55 Ländern weltweit, das Todesurteile verhängt und durchführt.
Weil die Mitglieder so unterschiedlich sind, ist das in der Europäischen Union nicht so klar. Wenn für Entscheidungen in der EU eine Mehrheit gefordert ist, muss diese wenigstens "qualifiziert" sein.
Die britische BBC berichtet, dass Johnson nun doch seine Ämter räumt. Schon seit Monaten fordern Gegener seinen Rücktritt, bisher konnte Johnson die Probleme immer aussitzen.
Am 4. Juli erschoss ein Attentäter nahe Chicago sieben Menschen. Solche Mass Shootings sind keine Seltenheit. Sie ereignen sich in den USA nahezu täglich.
Seit November 2020 herrscht in Äthiopien ein Bürgerkrieg. Etwa 30 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, insbesondere in der Konfliktregion Tigray im Norden des Landes.
Der Oberste Gerichtshof in den USA hat am vergangenen Freitag das Grundsatzurteil zum Fall Roe v. Wade gekippt. Nun können die Bundesstaaten selbst entscheiden, wie sie den Abbruch rechtlich regeln.
Das Oberste Gericht in den USA hat gestern in einem Urteil das Tragen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit erleichtert. Dabei gilt die Behauptung "Mehr Waffen = mehr Sicherheit" offensichtlich nicht.
Während die Airlines aufgrund von Personalmangel Flüge streichen müssen, könnten mehr Züge diese Lücke füllen. Das würde nicht nur Urlaubsreisen sicherstellen, sondern hätte auch einen positiven Einfluss auf die CO2-Bilanz.
Weltweit besitzen neun Länder Nuklearwaffen. Im Jahr 2021 haben die sogenannten Atommächte insgesamt 82,4 Milliarden US-Dollar in ihre Arsenale investiert, das sind fast neun Prozent mehr als im Vorjahr.
Putin verglich sich vergangene Woche mit dem Zar aus dem 18. Jahrhundert. Er führe keinen Eroberungen durch, sondern müsse "russische Erde" heimholen, genau wie Peter damals.
Damit soll die Macht des Präsidenten geschwächt werden: Das Parlament und das (wieder installierte) Verfassungsgericht bekommen somit wieder mehr Befugnisse, Verwandten des Präsidenten dürfen nicht mehr in hohe Regierungsämter. Der Präsident Tokajew ließ im Januar schwere Proteste niederschlagen und hatte die Reformen im März in Aussicht gestellt. Wahlbeteiligung: 68,06 Prozent.
In der Schweiz wohnen etwa 309.000 Deutsche. Das sind mehr Menschen, als in Genf leben. Österreich ist ebenfalls beliebt, dort leben 209.000 Menschen aus Deutschland.
Jake Daniels von Blackpool hat sich als zweiter aktiver Profi weltweit geoutet. Josh Cavallo des australischen Vereins Adelaide United hat im vergangenen Jahr seine Homosexualität öffentlich gemacht.
Schweden will als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine einen Antrag auf eine NATO-Mitgliedschaft stellen. Zuvor sprach sich das Parlament mehrheitlich für einen Beitritt aus.
Dafür haben sich der finnische Präsident Sauli Niinistö und die Ministerpräsidentin Sanna Marin ausgesprochen. In den kommenden Tagen wird sich Finnland wahrscheinlich für einen Beitrittsantrag entschließen.
Seit 2020 gab es in der österreichischen Regierung bis zum 10. Mai 2022 ganze 14 Wechsel. Nun wird Norbert Totschnig Landwirtschaftsminister und Martin Kocher übernimmt als Bundesminister für Arbeit auch das Wirtschaftsressort. Die SPÖ will währenddessen eine Neuwahl.
Ungarn kündigt sein Veto gegen das von der EU-Kommission geplante Ölembargo gegen Russland an. Damit wäre das komplette Vorhaben gescheitert, denn alle EU-Länder müssen dem geschlossen zustimmen.
Schuld daran sind die vermehrten Angriffe auf Journalist:innen im Rahmen der Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen. Das Land rutschte von Platz 13 auf Platz 16. Es erhielt die Note "Zufriedenstellend". "Gut" ist die beste Kategorie.
Emmanuel Macron zwar hat die Stichwahl gegen Marine Le Pen klar gewonnen, allerdings schnitt die Rechtsextreme in allen Départements besser ab als 2017.
Das entschied der Westminster Magistrate's Court in London. Stimmt die britische Innenministerin zu, drohen Assange in den Vereinigten Staaten bis zu 175 Jahre Haft. Dagegen könnten Assanges Anwälte innerhalb von vier Wochen Einspruch einlegen.
Selten zuvor hatte die Rechte mit Marine Le Pen eine derartige Chance zu gewinnen. Umfragen zeigen, dass ein Drittel der Wähler:innen im ersten Wahlgang für eine Person aus der rechten Fraktion stimmen würden. Im zweiten Wahlgang sogar fast die Hälfte.
Am Sonntag wurde in Serbien gewählt. Nachdem Präsident Aleksandar Vučić zunächst eigenmächtig vorläufige Wahlergebnisse verkündet und sich selbst zum Wahlsieger erklärt hatte, liegen nun auch die vorläufigen Ergebnisse der staatlichen Wahlkommission vor.
Angeblich soll in Rumänien ein Sack voller Stimmzettel gefunden worden sein. Péter Márki-Zay, der Oppositionskandidat für das Amt des Ministerpräsidenten in Ungarn, fordert die sofortige Annullierung der Briefwahlstimmen.
Am heutigen Sonntag wählt Ungarn ein neues Parlament. Zum ersten Mal seit zwölf Jahren hat Viktor Orbán ernsthafte Konkurrenz. Die sechs wichtigsten Oppositionsparteien haben sich zusammengeschlossen, um gegen ihn anzutreten.
Italien, Spanien und Australien sind die einzigen Länder mit Durchschnittstemperaturen über 13 Grad, die bei den Olympischen Winterspielen gewonnen haben.
Seit dem Brexit gibt es auf der Insel Irland eine EU-Außengrenze. Damit dort keine aufwändigen Zollkontrollen stattfinden müssen, wurden Sonderregeln vereinbart, die ein nordirischer Minister nun bricht.
Warum war Fidel Castro von einer Kuh besessen? Welche Folgen hatte es, wenn Saddam Hussein das Essen nicht schmeckte? Welcher Diktator hatte Angst davor, vergiftet zu werden? Die Köche der Diktatoren haben die Antworten.
Boris Johnson veranstaltete während der Corona-Pandemie mehrere Partys in seinem Amtssitz. Von den geltenden Corona-Regeln will der Staatschef damals nichts gewusst haben. Ihm droht ein Misstrauensvotum aus der eigenen Partei.
Die Situation zwischen Russland und den Vereinigten Staaten ist angespannt. Russland fordert, dass es keine weitere NATO-Osterweiterung gibt. Die USA sichern währenddessen der Ukraine Hilfe zu. Bisher scheitern alle Gespräche zur Versöhnung.
Vertreter:innen der USA und Russland trafen sich gestern in Genf. Russland machte abermals deutlich, dass es eine weitergehende NATO-Osterweiterung nicht akzeptieren werde. Die NATO will dazu keine Garantie geben.
Na danke! Wahrscheinlich wollte Bulgarien aber nicht seinen Nachbarn ärgen, sondern einfach nur ein gut zu kühlendes Plätzchen für das AKW. Es liegt direkt an der Donau, die dort Bulgarien und Rumänien trennt.
In Kasachstan protestieren Tausende gegen Präsident Qassym-Schomart Tokajew. Dieser reagiert mit Gewalt und lässt auf die Protestierenden schießen. Auch das Internet schränkt er massiv ein.
Selbst an abgelegenen Orten gibt es Infektionen. Nur auf einige isolierte Inseln hat es das Virus noch nicht geschafft – und offiziell auch noch nicht in zwei Länder Asiens.
Zumindest laut einem Vorschlag der EU-Kommission, der Atomenergie als nachhaltig und klimafreundlich einstuft. Damit könnte die EU ihren Ausbau fördern und Investitionen in diesen Bereich empfehlen.
Das Land Tirol bestätigte eine Infektion mit der Virusvariante Omikron. Bereits am Dienstag rief es alle zum Testen auf, die an Weihnachten in der Bar Kitzloch feierten. Tirol galt bereits zuvor als Ausgangspunkt für die Coronafälle in halb Europa.
Klingt auch besser als Castrop-Rauxel! Die Produktnamen denken sich zwei Mitarbeiter in Schweden aus. Sofas und Sessel bekommen Ortsnamen, Badezimmerartikel bekommen Namen von Gewässern.
Die Französisch-Guayana ist eine Region von Frankreich und damit ein Teil der Europäischen Union. Die Region umfasst eine Fläche von etwa 83.530 Quadratkilometer und ist damit fast so groß wie Österreich.
Malta stiehlt der Ampelkoalition die Show! Der Inselstaat hat als erstes EU-Land den Anbau und Konsum von kleinen Mengen Cannabis legalisiert. Bis zu sieben Gramm oder vier Pflanzen sind erlaubt.
Weil die Anzahl der Raucher:innen nicht schnell genug sinkt, verbietet die Regierung nun den Tabakverkauf für die nächste Generation. Zudem soll die Anzahl der Tabakgeschäfte von 8.000 auf 500 reduziert werden.
Wie lang ist ein Meter? Um Abstandsregeln in der Pandemie zu veranschaulichen, griffen Regierungen, Gemeinden und Institutionen zu kreativen Vergleichen.
Gemäß US-amerikanischer Satellitenaufnahmen zieht Russland aktuell Truppen an der ukrainischen Grenze zusammen. Die Regierung in Kiew fürchtet einen Militärschlag zu Beginn des kommenden Jahres.
Der neue Innenminister der ÖVP, Gerhard Karner, betreibt als Bürgermeister der Gemeinde Texingtal ein Dollfuß-Museum. Der Austrofaschist Engelbert Dollfuß schaltete 1933 das Parlament und damit die Demokratie in Österreich aus.
In den USA gilt seit 1973, dass Menschen bis zum dritten Monat einer Schwangerschaft prinzipiell selbst entscheiden dürfen, ob sie diese abbrechen wollen. Bald könnte dieses Recht Geschichte sein.
Über die Hälfte der Weltbevölkerung ist mittlerweile mindestens einmal gegen Corona geimpft. Vor allem die Staaten des globalen Südens hinken aber teilweise hinterher. Nur eine von sieben versprochenen Impfdosen kommt in Ländern mit niedrigem Einkommen an.
Das Staatsoberhaupt der ehemaligen Kolonie ist nicht mehr Queen Elizabeth II., sondern Generalgouverneurin Sandra Mason. Unabhängig wurde das Land schon im Jahr 1966.
Vier Pazifik-Staaten haben sich zusammengeschlossen, um wandernde Schildkröten, Wale und Haie in ihren Gewässern zu schützen. Das Meeresschutzgebiet soll Menschen von übermäßiger Fischerei abhalten.
Das dunklere Blau sei "eleganter" und ein Verweis auf die französische Revolution, so Präsident Emmanuel Macron. Eigentlich wurde die Farbe der Flagge schon im Juli 2020 geändert, hat aber niemand mitbekommen.
Die Philippinen beschuldigen die chinesische Küstenwache, mit Wasserkanonen auf Versorgungsschiffe geschossen zu haben. Die waren auf dem Weg zu den Spratly-Inseln, mussten ihren Einsatz aber abbrechen.
Der pazifische Pol der Unzugänglichkeit bezeichnet den Punkt auf der Erdoberfläche, der am weitesten vom Festland entfernt ist. Das am nächsten gelegene Land sind die Pitcairninseln.
Belarus fliegt Geflüchtete aus dem Nahen Osten ein und bringt sie an die europäische Außengrenze. Allein in Deutschland sind in diesem Jahr schon über 8.000 Menschen aus Belarus aufgegriffen worden.
Die kurdische Gemeinde in Deutschland wird kaum beachtet. Während beispielsweise Schulunterricht in türkischer Sprache längst normal geworden ist, wird die kurdische Kultur nur zögerlich weitergegeben. Ein Grund dafür: Auch in Deutschland kann sich die kurdische Minderheit nicht sicher fühlen.
Zwischen 2011 und 2021 wurden laut dem Committee to Protect Journalists mindestens 278 Journalisten wegen ihrer Arbeit ermordet. In 81 Prozent der Fälle wurde kein Täter verurteilt.
Die USA sind eines von sechs Ländern weltweit, in denen kein gesetzlich verankerter Mutterschaftsurlaub existiert. Kurz sah es so aus, als könnte sich das endlich ändern. Präsident Biden wollte zwölf Wochen durchsetzen, musste dann auf vier Wochen reduzieren. Nun scheint das Vorhaben ganz gescheitert.
1989 bricht in Ungarn der Staatssozialismus zusammen, die Gesellschaft sehnt sich nach Wohlstand. Der bleibt aber aus. Stattdessen wird ein Großteil der Industrie vernichtet. Viele verlieren ihre Arbeit und geben den Linken die Schuld. Seitdem herrscht der Autokrat Viktor Orbán.
Sebastian Kurz war der Superstar der österreichischen Konservativen. Jetzt ist er als Bundeskanzler zurückgetreten. Gegen ihn und seine engsten Mitarbeiter wird ermittelt. Die Vorwürfe sind gravierend und zeigen, wie er mithilfe von Bestechung und Korruption an die Macht kam.
In Uganda sind Journalisten häufig Opfer von Angriffen – sowohl von Polizisten als auch einfachen Bürgern. Aus Angst berichten sie zum Selbstschutz regierungstreu, oder wechseln den Beruf.
Kliniken in Texas könnten nun wieder Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Doch weil Texas das Gesetz anfechten möchte, besteht die Möglichkeit, dass Kliniken verklagt werden. Um kein Risiko einzugehen, werden wahrscheinlich viele Kliniken auf eine endgültige rechtliche Klärung warten.
Das gab es noch nie: Die Grazer KPÖ (Kommunistische Partei Österreichs) gewinnt die Gemeinderatswahlen in der steirischen Landeshauptstadt. Damit könnte Elke Kahr Bürgermeisterin werden. Zuvor hatte 18 Jahre lang der ÖVPler Siegfried Nagl das Amt inne und regierte damit sogar länger als Merkel.
Bei den heutigen Parlamentswahlen in Island hat jede einzelne Stimme viel mehr Gewicht als eine einzelne Stimme bei der morgigen Bundestagswahl. Unfair? In Island wohnen einfach viel weniger Menschen. Dort sind rund 250.000 Menschen wahlberechtigt. In Deutschland dürfen morgen 60,4 Millionen Menschen abstimmen.
Vor zwanzig Jahren marschierten die USA in Afghanistan ein und stürzten das Regime der islamistischen Taliban. Nun wurden die westlichen Truppen abgezogen und binnen weniger Wochen nahmen die Fundamentalisten die Hauptstadt Kabul ein. Wie die USA ihren längsten Krieg verloren.
Laut der australischen Koala-Stiftung beläuft sich die Anzahl der wilden Koalas zwischen 32.000 und 58.000. Das ist ein Bruchteil aus der Zeit vor der europäischen Besiedlung des Kontinents um 1788. Da gab es noch acht Millionen.
Tierschützer*innen verzeichneten an der Hälfte der überwachten Standorte, an denen 2016 noch keinerlei Aktivität von Kiwis festgestellt worden war, im Jahr 2021 wieder den Schrei des Nationaltieres. Damit sind aber noch immer weniger als 70.000 Kiwis in freier Wildbahn anzutreffen. Bevor Neuseeland vom Menschen besiedelt wurde, gab es rund zwölf Millionen der flugunfähigen Vögel.
Ohne Arbeitskräfte aus Zentralasien geht in russischen Großstädten nichts. Millionen von ihnen arbeiten auf Baustellen, im Einzelhandel, in Restaurants und Hotels oder als Haushaltshilfen. Sie machen die unattraktive und schlecht bezahlte Arbeit. Viele von ihnen fürchten, abgeschoben zu werden, und sind Bandenkriminalität, polizeilicher Willkür und dem Druck ihrer Familien in der Heimat ausgesetzt.
In Texas ist es illegal, ein Kind abzutreiben, nachdem der Herzschlag des Fötus einsetzt. Eine Waffe in der Öffentlichkeit zu tragen, ist aber kein Problem.
Nach dem Abzug der internationalen Militärtruppen aus Afghanistan will die Taliban alleine regieren und demnächst das Kabinett bekanntgeben. Ob dieses international anerkannt wird, steht bei vielen Staaten noch nicht fest. Andere gratulieren.
Weltweit lassen Regierungen Menschen verschwinden. In Lateinamerika gibt es dafür einen eigenen Begriff: Desaparecidos. Davon gibt es in Mexiko 61.637 - doch die Dunkelziffer ist noch höher.
Und auch die anderen Sprachassistenten machen es nicht besser. Von den 7.100 Sprachen, die derzeit aktiv gesprochen werden, beherrscht der Google Assistent 30 und Siri von Apple rund 21.
Litauen baut einen Zaun. Er soll Geflüchtete aus Belarus davon abhalten, das Land - und damit die EU - zu betreten. Slowenien, Estland und die Ukraine helfen mit.
Nur langsam setzen sich europäische Staaten, zuletzt insbesondere Frankreich und Deutschland, mit ihrer kolonialen Vergangenheit auseinander. Dazu gehört, Unrecht und Verbrechen gegenüber den ehemaligen Kolonien anzuerkennen. Jahrzehntelang geführte Debatten um die Rückgabe afrikanischer Raubkunst zeigen jedoch, wie widerwillig das geschieht.
Aktuell warnen Spitzenpolitiker:innen wieder einmal vor Fluchtbewegungen in Richtung Europa. Dabei macht sich nur ein Bruchteil der geflüchteten Menschen weltweit auf den Weg in die EU. Die Mehrheit flieht in Nachbarstaaten.
Im Süden des Landes gab es am Samstag ein schweres Erdbeben. Rund 1.300 Menschen starben, fast 6.000 sind verletzt. Dabei waren die Aufbauarbeiten des vorherigen Erdbebens noch nicht abgeschlossen.
Die Taliban haben die Macht in Afghanistan übernommen. Während Deutschland die Zahlungen an Afghanistan stoppt und deutsche Staatsbürger*innen evakuiert, erklärt Kanada kurzerhand, 20.000 Menschen aufnehmen zu wollen. Vorrangig Frauenrechtlerinnen, Menschenrechtsaktivist*innen und LGBTIQ-Menschen sollen Schutz vor dem Terror der Taliban finden.
Die Terrormiliz entführt seit Jahren Menschen. Nach und nach tauchen manche von ihnen wieder auf - wie Ruth, die 2014 verschwand, verheiratet wurde und zwei Kinder auf die Welt gebracht hat. Hunderte weitere Kinder werden vermisst.
Endlich! Bis gestern wollte die Bundesregierung noch nicht von einem Bürgerkrieg am Hindukusch sprechen. Vielmehr sei die Sicherheitslage im Land sei “regional unterschiedlich”. Blödsinn!
Bei ihrem Einsatz in Afghanistan waren die Bundeswehr und andere deutsche Institutionen auf lokale Helfer angewiesen. Angesichts des Vorrückens der Taliban warten diese nun auf eine Möglichkeit zur Flucht nach Deutschland. Doch das Verfahren zieht sich und viele Helfer erhalten gar keine Chance, ins sichere Deutschland zu gelangen.
Wie ein Staatsstreich gelingt, ist bestens erforscht. Schwieriger, als die Macht zu erringen, ist es jedoch, sie zu behalten. Aber auch dafür gibt es Methoden.
Afghanistan sei ein Nachbarstaat von der Türkei, sagt der österreichische Bundeskanzler im Interview mit der BILD-Zeitung. Hopla. Österreich liegt geographisch sogar näher an der Türkei als Afghanistan selbst.
In nur einer Stunde fiel in der chinesischen Stadt Zhengzhou etwa ein Drittel der Regenmenge, die normalerweise in einem ganzen Jahr fällt. Das ist die gleiche Menge an Regen, die Deutschland im Laufe von drei Tagen während der extremen Hochwasserereignisse in der vergangenen Woche erlebt hat.
Attentate, Bombenanschläge oder nächtliche Razzien in Häusern von mutmaßlichen Aufständischen. Das sind die möglichen Umstände, bei denen unbewaffnete Bürger in Afghanistan während des Krieges umkommen.
Seit mehr als vier Jahrzehnten besetzt Marokko die Westsahara und beutet ihre Ressourcen aus. Auch Unternehmen aus der EU beteiligen sich. Demnächst wird ein weiteres Urteil des Gerichts der Europäischen Union in dieser Angelegenheit erwartet.
China ist mittlerweile für fast alle Länder der Welt ein wichtigerer Handelspartner als die USA – zumindest wenn es um Waren und nicht um Dienstleistungen geht. So zeigte es jüngst eine virale Grafik des "Economist". Aber was ist eigentlich mit Europa?
Welche Parteien konnten sich am längsten an der Regierung halten? Meist kommunistische. Doch alle verblassen gegen eine konservative Partei aus Liberia.
Die Zahl der hungernden Menschen stieg von 2019 auf 2020 an. Weltweit haben Schätzungen der Welthungerhilfe bist zu 811 Millionen Menschen unter Hunger gelitten.
Der kanadische Staat betrieb über 100 Jahre lang Umerziehungslager für die indigene Bevölkerung. Kinder wurden zur christlichen Erziehung in Internate gezwungen. Dort wurden sie misshandelt, Tausende starben. An der Aufarbeitung helfen nicht alle mit.
Das rechtspopulistische Rassemblement National könnte erstmals Mehrheitspartei in französischen Regionalparlamenten werden. Ein Vorzeichen für die Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr?
Berechnungen zufolge könnte bereits vor 2050 das meiste Eis auf dem Nordpolarmeer geschmolzen sein. Dadurch entstehen neue Seewege. Überdies öffnet das den Zugang zu bisher ungenutzten Rohstoffvorkommen. Staaten inner- und außerhalb der Arktis erheben Ansprüche darauf und geraten damit zunehmend in Konkurrenz zueinander. Ein Grund zur Sorge?
Im Vergleich zu den wohlhabenden Industriestaaten sind die Impfquoten in den ärmeren Ländern der Welt niedrig. Um die Zahlen anzugleichen, haben die westlichen Wirtschaftsmächte beim G7-Gipfel einen Impfplan für das internationale Impfprogramm Covax entworfen.
Der Doppeladler gilt als Wappentier des austrofaschistischen Herrschaftssystems. Und er hängt direkt über dem Eingang des österreichischen Justizpalastes in Wien.
Im Juli 1995 wurden in Srebrenica rund 8.000 muslimische Menschen von der bosnisch-serbischen Armee ermordet. Der Oberbefehlshaber: Ratko Mladic. Es war das größte Kriegsverbrechen in Europa nach dem zweiten Weltkrieg.
Bis zu 100.000 Herero und Nama kamen durch den Genozid der deutschen Kolonialmacht in Namibia um. Die deutsche Bundesregierung bietet nach jahrzehntelanger Verleugnung kaum echte Kompensationen für die Opfer an.
Im US-Bundesstaat Oregon haben fünf ländliche Bezirke dafür gestimmt, eine Fusion mit dem benachbarten Idaho zu erwägen. Der Grund: Oregon ist ihnen zu liberal. Idaho hingegen gilt als sehr konservativ. Schon im vergangenen Jahr stimmten zwei weitere Countys dafür, eine Abspaltung von Oregon zu prüfen.
Mehr als ein Dutzend Mitarbeiter:innen eines unabhängigen Nachrichtenportals wurden Mitte Mai festgenommen. Der Vorwurf: Steuerbetrug. Beobachter:innen erkennen darin aber eher einen massiven Einschüchterungsversuch der Regierung.
Seit einem halben Jahr herrscht Krieg in der äthiopischen Region Tigray. Die humanitäre Lage ist kritisch – und es gibt Anzeichen, dass die Regierung Hunger als Waffe einsetzt.
Wann immer der Israel-Palästina-Konflikt hochkocht, ist sie wieder da: Hunderttausendfach wurde die „Palestinian Land Loss“-Karte im Netz geteilt. Doch die Grafik ist inkorrekt und manipulativ.
Als die Kolonialreiche der Europäer zusammenbrachen, verließen fünf bis sieben Millionen Menschen die einstigen Überseegebiete. Die meisten von ihnen waren Siedler europäischer Herkunft, viele hatten jedoch nie in Europa gelebt. Die Geschichte einer vergessenen Migrationskrise.
Nachdem der 20-jährige Afroamerikaner Daunte Wright am Sonntag in einer Polizeikontrolle in Minnesota erschossen wurde, gehen die Proteste gegen Polizeigewalt in den USA weiter.
Seit 2015 waren Rechtsextremisten in den Vereinigten Staaten in mindestens 267 terroristische Gewaltakte oder vereitelte Anschlagspläne verwickelt. Mindestens 91 Menschen wurden getötet. Während entsprechende Aktivitäten zunehmen, sinkt jedoch die Zahl der Todesopfer.
»Deutsche Schutzgebiete«, wie die deutschen Kolonien hießen, gibt es seit gut 100 Jahren nicht mehr. Einige der Handelsunternehmen von damals jedoch schon. Kaufmänner trieben die Ausbeutung in Übersee voran und profitierten davon. Und: Die Firmen und ihre Erben stehen immer noch gut da.
Geht es nach den USA, sollen zukünftig multinationale Konzerne weltweit einen Mindeststeuersatz zahlen. Europa will ebenfalls härter gegen die internationale Steuervermeidung vorgehen, bleibt aber Teil des Problems.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Montag ein Gesetz unterzeichnet, das ihm die Chance auf zwei weitere Amtszeiten erlaubt. Normalerweise wäre diese 2024 abgelaufen.
Fast 500 Angeklagte nahmen nach 250 Verhandlungstagen ihr Urteil entgegen. Ihnen allen wurde die Beteiligung am Militärputschversuch in der Türkei vor fast fünf Jahren vorgeworfen.
Hunderttausende Bomben warfen die Vereinigten Staaten während der 1960er- und 70er-Jahre über Kambodscha ab. Sprengkörper, die auf fruchtbares Land fielen, explodierten seltener als solche, die unfruchtbares Land trafen. Die Blindgänger verstärkten die Armut in diesen Gebieten.
Vor zehn Jahren begann in Syrien der Aufstand gegen die Assad-Diktatur. Mittlerweile ist etwa eine halbe Million Menschen tot und die halbe Bevölkerung wurde vertrieben. Ein Rückblick in zehn Grafiken.
Die EU hat in den vergangenen Jahren ihre Seenotrettungsmissionen fast vollständig eingestellt. Stattdessen unterstützt sie die libysche Küstenwache mit Geld, Ausrüstung und Training – um Migranten nach Libyen zurückbringen zu lassen.
Sie finanziert damit Menschenschmuggler und Warlords.
Am Montag putschte in Myanmar das Militär gegen die Regierung. Es ist der dritte Coup d'État in dem Land seit 1946. Aber wo wurde eigentlich am häufigsten geputscht?
Auch im Jahr 2020 wurden Menschen im Zusammenhang mit ihrer journalistischen Arbeit getötet. Die Zahl sank 2020 auf den niedrigsten Stand seit mindestens einem Jahrzehnt. 84 Prozent der Opfer wurden gezielt ermordet.
Mecklenburg-Vorpommern hat eine neue Klimastiftung. Damit sollen Umweltprojekte gefördert werden, aber auch die Gaspipeline Nord Stream 2. KritikerInnen sprechen von Greenwashing.
Das Mittelmeer abzuriegeln, reicht der Europäischen Union nicht. Mit Entwicklungshilfe und politischem Druck erkämpft sie sich die Kooperation afrikanischer Staaten bei der Migrationsbekämpfung, um auch die letzte Route nach Europa dichtzumachen.
Das Oxford Internet Institute hat 81 Länder identifiziert, in denen ausländische oder inländische staatliche oder politische Akteure 2020 Desinformationskampagnen durchgeführt haben.
Mindestens 138 Mal zerrten die US-Bundesstaaten Donald Trumps Regierung vor Gericht. Sein Vorgänger Barack Obamas kam in zwei Amtszeiten gerade einmal auf 78 Klagen – und das war schon rekordverdächtig.
Die Volksrepublik baut ihren wirtschaftlichen Einfluss weiter aus. Das neue Handelsabkommen zwischen 15 Ländern der Pazifikregion ist das weltweit größte seiner Art.
Beschnittene Männer kriegen seltener HIV. Davon ist zumindest die Weltgesundheitsorganisation überzeugt. Doch viele infizieren sich trotzdem. Neue Studien bestärken Zweifel an der Wirksamkeit von Beschneidungen.
Von einer Wahlniederlage will Donald Trump nichts wissen. Die Wahl sei noch lange nicht vorbei, so der amtierende US-Präsident. Für viele ist das typisch Trump. Das Blöde? Er hat recht.
In Guinea und Côte d’Ivoire kam es im Umfeld der jüngsten Wahlen zu heftigen Protesten. In beiden Ländern wollten die amtierenden Herrscher zuvor die bestehenden verfassungsrechtlichen Amtszeitbegrenzungen aushebeln. Sie sind nicht die einzigen.
Ein neuer Datensatz verortet Parteien auf Basis von Expertenumfragen – unter anderem geht es darum, inwiefern sie gegen demokratische Normen verstoßen.
Die Organisation Freedom House untersucht, wie frei das Internet ist. Das Ergebnis: Die Lage habe sich in den letzten zehn Jahren ständig verschlechtert.
Bisher war es in Polen erlaubt, Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen, wenn die Föten unheilbar krank waren. Das höchste Gericht hat nun entschieden: Das ist verfassungswidrig.
Über fünf Millionen Menschen dürfen nicht an der US-Präsidentschaftswahl teilnehmen. Ihnen wurde aufgrund strafrechtlicher Vergehen das Wahlrecht entzogen. Das nützt vor allem Präsident Trump und den Republikanern.
Die Republikaner im US-Senat wollen Amy Coney Barrett zur neuen Richterin am Obersten Gerichtshof machen. Die Konservativen hätten dann eine 6-zu-3-Mehrheit. Was das für die Arbeit des Gerichts bedeutet.
Der Deutsche Bundestag ist so groß wie nie. Trotz Wahlrechtsreform wird er voraussichtlich weiter wachsen. Warum das problematisch ist - und warum nicht.
Armenien und Aserbaidschan bekriegen sich in der Kaukasusregion Bergkarabach. An diesem Freitag soll es in Moskau zu Verhandlungen zwischen den Außenministern beider Staaten kommen.
Repressives Vorgehen in Hongkong, Unterdrückung der uigurischen Minderheit im Westen des Landes und der Umgang mit der Pandemie - China steht in der Kritik und sein Ansehen ist in vielen Industrieländern so schlecht wie lange nicht mehr.
Seit 2017 wütet im Südwesten Kameruns ein bewaffneter Konflikt zwischen dem autokratisch regierten Zentralstaat und Separatisten. Er gehört zu den politisch und journalistisch am stärksten vernachlässigten Krisen der Welt. Die humanitäre Hilfe ist dramatisch unterfinanziert.
Die Türkei das Bündnis zum Schutz von Frauen im Jahr 2012 als erster Staat ratifiziert. Umgesetzt hat sie aber viele Maßnahmen nicht. Die AKP will sich nun aus dem Abkommen zurückziehen.
Durch den Klimawandel verlieren viele Inselvölker ihre Heimat. Wer kommt für den Schaden auf? Zwar gibt es bereits einige nationale Vereinbarungen, auf globaler Ebene existieren diese jedoch noch nicht. Wie könnten Reparationen aussehen?
Der belarussische Präsident Aljaksandr Lukaschenka steht weiter unter Druck. Landesweit protestieren zahlreiche Menschen gegen den Autokraten, der seit 26 Jahren an der Macht ist. Derweil organisiert sich die Opposition.
Gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit, gleicher Verantwortung und Qualifikation, unabhängig vom Geschlecht - das ist weltweit noch lange nicht die Normalität. Neuseeland hat jetzt ein neues Gesetz zur Lohngleichstellung erlassen.
Es gibt Krisen, die unsichtbar bleiben. Jedenfalls in internationalen Medien und dort, wo über Hilfsgelder entschieden wird. Einmal jährlich veröffentlicht die Norwegische Flüchtlingshilfe (NRC) deshalb ein Ranking der am stärksten vernachlässigten Länder.
Menschen gehen gegen Wahlfälschungen auf die Straße und der Diktator Aljaksandr Lukaschenka lässt sie brutal niederschlagen. Was gerade in Weißrussland (Belarus) passiert.
Seit dem Zweiten Weltkrieg stationieren die USA Soldaten nicht nur in Europa, sondern auch in Japan. Seit einiger Zeit jedoch gibt es in der japanischen Bevölkerung Widerstand dagegen – auf den Hauptinseln, aber vor allem von Bewohnern der Insel Okinawa.
Anfang 2020 haben sich rund 13.400 weltweit vorhandene Atomwaffen auf neun Staaten verteilt. Viele lagern zusätzlich immer noch in Europa. Das soll sich ändern, fordern viele.
Alle zehn Jahre gibt es in den USA eine große Volkszählung. Anschließend werden die Wahlbezirke neu gezogen. Oft missbrauchen die Parteien diese Gelegenheit, um ihre Macht zu sichern. Manch seltsam geformter Wahlkreis soll jedoch auch der besseren demokratischen Repräsentation dienen.
Auf dem Weg zum Mittelmeer erleben Flüchtlinge und Migranten schwerste Gewalt. Doch ihr Leid bleibt in der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet. Ein neuer Bericht des UNHCR beleuchtet das Geschehen.
Die Menschenrechtsorganisation Global Witness berichtet jährlich über Morde an Umwelt- und Landrechtsaktivisten. 2019 zählte sie so viele Fälle wie nie zuvor.
Angesichts der Bedrohung vieler Tierarten haben Umweltschützer der Wilderei den Krieg erklärt. In afrikanischen Nationalparks wird aufgerüstet, Wildhüter werden von Soldaten geschult. Im Umfeld einiger Schutzgebiete kommt es zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen.
Der polnische Justizminister schlägt vor, aus der Istanbul-Konvention auszutreten. Dieses internationale Abkommen soll Frauen vor Gewalt schützen - und ist ihm zu „ideologisch“.
In Mali, Burkina Faso und Niger wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres fast so viele Menschen getötet wie im gesamten vergangenen Jahr. Während Dschihadisten Chaos schüren, begehen auch die staatlichen Armeen schwere Menschenrechtsverletzungen.
Riesige Heuschreckenschwärme fallen in Ostafrika und Südasien über Ernten und Weideland her. Im Juni betraf das eine Fläche so groß wie Norwegen. Lebensmittel sind ohnehin knapp, eine Hungerkatastrophe droht.
Polens Präsident Andrzej Duda bleibt weitere fünf Jahre im Amt. Die Nationalkonservativen können nun bis 2023 den Umbau des Staates weiter vorantreiben.
Viele US-Polizeibehörden setzen auf paramilitärische Ausrüstung und Taktiken. Seit den Black-Lives-Matter-Protesten wird die Militarisierung der Beamten vermehrt öffentlich debattiert. Doch das Problem ist nicht allein das Equipment - sondern die Mentalität der Polizisten.
In Frankreich fand letzte Woche in 5.000 Kommunen die zweite Runde der Kommunalwahlen statt. In Marseille und Strasbourg konnten Frauen Mandate von Männern übernehmen.
Amtsinhaber Andrzej Duda verpasste in der ersten Runde der Präsidentenwahl tatsächlich die absolute Mehrheit. Kann ihm sein liberaler Herausforderer Rafał Trzaskowski in der Stichwahl ernsthaft gefährlich werden?
Immer wieder lassen Regierungen Menschen verschwinden. Die Angehörigen kämpfen oft jahrzehntelang gegen die Straflosigkeit und für ihr Recht auf Wahrheit über den Verbleib ihrer Lieben.
Das Weltstrafgericht will mögliche Kriegsverbrechen in Afghanistan aufklären, doch der US-Präsident sperrt sich dagegen. Seine Methode: Mitarbeiter des Gerichts sanktionieren.
Weltweit gibt es rund 250.000 Kinder, die von bewaffneten Gruppen und Armeen als Soldaten rekrutiert wurden. 1.534 minderjährige Soldaten hat die Bundeswehr im Jahr 2019 eingestellt. 669 davon waren auch zum Ablauf der Probezeit noch unter 18 Jahre alt.
Knapp 700.000 Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya flohen 2017 vor ethnischen Säuberungen in Myanmar ins Nachbarland Bangladesch. 100.000 von ihnen sollen jetzt auf die Insel Bhasan Char umgesiedelt werden.
Viele der heutigen Überseegebiete gelten offiziell als unabhängig, gehören administrativ aber zu den USA oder europäischen Staaten. Sie haben noch immer mit den Folgen der Kolonisierung zu kämpfen und sind sogar vom Brexit betroffen.
Polens nationalkonservative Regierung will das Justizsystem des Landes umkrempeln. Auch die neue Vorsitzende des Obersten Gerichts steht der Regierung nahe – und wurde dank des Präsidenten ins Amt gehievt.
Gleichgeschlechtliche Paare dürfen nun auch in Costa Rica heiraten. Es ist weltweit das 29. Land, das die Ehe für alle legalisiert hat, und das sechste in Lateinamerika.
Fußball-Ultras haben in autoritären Systemen zahlreiche Revolutionen und Aufstände beeinflusst – sie mitunter angeführt. Die Mächtigen reagieren mit Repression und Überwachungsmaßnahmen. Doch auch in westlichen Stadien versucht man, die Politik aus der Kurve zu verbannen.
Die weltweiten Militärausgaben sind im Jahr 2019 um 3,6 Prozent gewachsen – so stark wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Europa verzeichnet einen Zuwachs von fünf Prozent.
Seit zehn Jahren höhlt Viktor Orbán die ungarische Demokratie aus. Die Europäische Union erwies sich bisher als unfähig, den Regierungschef aufzuhalten.
Die Corona-Krise betrifft auch die Ölindustrie: Gestern sank der Preis der US-amerikanischen Rohölsorte WTI zeitweise sogar ins Negative - auf minus 38 US-Dollar pro Barrel. Warum?
In zehn Staaten hat sich die Freiheit der Wissenschaft in den letzten fünf Jahren deutlich verschlechtert, darunter Brasilien, Pakistan, die Türkei und Indien. Aber wie misst man diese überhaupt?
Jair Bolsonaro verbreitet Verschwörungstheorien, Boris Johnson schüttelt weiter Hände und laut Donald Trump sind alle anderen schuld. Im Umgang mit der Corona-Pandemie offenbart sich ein weiteres Mal die Ignoranz und Inkompetenz der mächtigsten Populisten der Welt.
Viele arme Länder trifft die Corona-Pandemie bereits jetzt wirtschaftlich stark, obwohl die Infektionszahlen noch gering erscheinen. Auf den Ausbruch sind die wenigsten vorbereitet. Der Internationale Währungsfonds will daher helfen.
Noch gibt es offiziell keine Corona-Infizierten im Flüchtlingslager “Moria” auf der griechischen Insel Lesbos. Schützen können sich die Geflüchteten nicht – kaum Wasser, zu wenig Platz. Hilfsorganisationen befürchten ein Massensterben.
In vielen Golfstaaten kümmern sich ausländische Arbeitskräfte um den Haushalt und die Kinder. Sie werden ausgebeutet, misshandelt und haben kaum Rechte. Die Struktur dahinter steht aber kaum zur Debatte – die Bevölkerung glaubt an das Kafala-System, auch im Libanon.
Immer mehr Menschen sterben im westlichen Sahel durch Anschläge und bewaffnete Auseinandersetzungen. Dschihadistische Gruppen instrumentalisieren und verschärfen bestehende Konflikte.
Kühe zu schlachten, ist in Indien tabu. Oft ist es sogar gesetzlich verboten. Seit mehreren Jahren kommt es vermehrt zu Lynchmorden an Indern, die Rindfleisch essen oder verkaufen – die meisten Opfer gehören zur muslimischen Minderheit. Die politische Führung um Präsident Modi fördert das indirekt.
In Ruanda sind fast zwei Drittel der Parlamentsmitglieder weiblich. Der Frauenanteil ist in den meisten afrikanischen Ländern hoch. Grund dafür ist die Frauenquote. Sorgt das auch für mehr Gleichberechtigung?
Praktisch alle Staaten der Welt haben der Korruption den Kampf angesagt. Doch vor allem reiche Länder könnten mehr dafür tun, die schönen Worte auch praktisch umzusetzen.
Ab Samstag stimmt die Bevölkerung von Bougainville, einer autonomen Region Papua-Neuguineas, über ihre Unabhängigkeit ab. Vor 20 Jahren endete in der einstigen deutschen Kolonie ein verheerender Bürgerkrieg.
Immer mehr Staaten schicken immer mehr Satelliten in die Erdumlaufbahn. Auch private Unternehmen planen, massiv zu expandieren. Mehrere Länder haben mittlerweile angekündigt, sich auch für Konflikte im All zu rüsten.
1.534 Menschen wurden vergangenes Jahr im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro durch Polizisten getötet. Dieses Jahr eskaliert die Gewalt noch heftiger. Warum?
Fünf Jahre lang regierte die Partido Socialista ohne Mehrheit im Parlament, unterstützt von grünen und kommunistischen Kleinparteien. Trotz Kritik sowohl von den linken als auch von rechten Parteien bleibt die Regierung unter Premierminister António Costa bei den Wählern beliebt – vor allem wegen ihrer unkonventionellen Reaktion auf die Schuldenkrise.
Seit Jahren droht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan dem kurdisch geprägten Nordosten Syriens mit der Invasion – nun haben die USA ihm grünes Licht gegeben. Ein türkischer Angriffskrieg könnte die gesamte Demografie der Region verändern und dem “Islamischen Staat” die Chance auf ein Comeback bereiten.
Die Euphorie in der Opposition war groß, als nach der „Ibiza-Affäre“ im Mai die Koalition zwischen der konservativen ÖVP und der rechtspopulistischen FPÖ zu Bruch ging. Trotz weiterer Skandale deutet bei den Neuwahlen am Sonntag vieles auf eine Neuauflage der Koalition hin.
Der Nil ist die Lebensader Ägyptens, doch ein äthiopischer Staudamm droht ihm das Wasser abzugraben. Seit Jahren verhandeln beide Nationen über eine einvernehmliche gemeinsame Nutzung - mit mäßigem Erfolg. Dabei ist die Talsperre nicht das einzige Problem für Ägyptens Wasserversorgung.
Am Sonntag wählten die Tunesier zum zweiten Mal in freien Wahlen ihren Präsidenten. Nun liegt das Ergebnis vor: Der Juraprofessor Kaïs Saïed und der im Gefängnis sitzende Medienunternehmer Nabil Karoui treten in einer Stichwahl gegeneinander an.
Die letzte israelische Parlamentswahl ergab keine Regierungsmehrheit. Heute wird deshalb noch einmal gewählt. Im Wahlkampf übertrafen sich die Favoriten Benjamin Netanjahu und Benny Gantz mit neuen Plänen zur Annexion von Siedlungsgebieten im Westjordanland. Für Netanjahu geht es dabei um mehr als nur um seine fünfte Amtszeit.
Der »Islamische Staat« ist besiegt. Die irakische Justiz ist mit der Aufarbeitung der IS-Verbrechen überfordert. Doch es gibt Möglichkeiten, IS-Kämpfer vor internationalen Gerichten zu verurteilen.
Chinesische Entwicklungshilfe fließt verstärkt in Regionen, in denen amtierende afrikanische Staatschefs geboren wurden, oder in Gebiete, die mehrheitlich von der ethnischen Gruppe bewohnt sind, der der Staatschef angehört. Zu diesem Ergebnis kommt die hier vorgestellte Studie.
Seit 2016 schwelt im Südwesten Kameruns ein bewaffneter Konflikt zwischen Separatisten und dem autoritär geführten Zentralstaat, der mehr als eine halbe Million Menschen in die Flucht getrieben hat. Die Konfliktlinien verlaufen entlang der alten Kolonialsprachen.
In China wächst seit einigen Jahren die Beliebtheit von »Ejiao«, einer traditionellen Medizin, die unter anderem bei Durchblutungs- und Schlafstörungen helfen soll. Die Auswirkungen des Booms bekommen vor allem afrikanische Bauern zu spüren.
Ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wird durch die Straße von Hormus transportiert. Nun wollen die USA und Großbritannien mit einer Militärmission diesen Verkehr absichern. Deutschland und Frankreich wollen nicht mitmachen. Die Hintergründe.
Terror, Krim-Annexion, America first: In einer zunehmend komplexen Welt sprechen Politiker und Wissenschaftler immer häufiger von der Notwendigkeit einer neuen Außenpolitik. Sie fordern eine europäische Armee und mehr internationale Verantwortung Deutschlands. Doch die Neuorientierung birgt Gefahren.
Die rechtsextreme Partei “Goldene Morgenröte” schafft es mit 2,93 Prozent nicht über die 3-Prozent-Hürde und zieht deshalb nicht ins griechische Parlament ein.
Alle fünf Jahre steht die größte Demokratie der Welt vor einer logistischen Herausforderung: die Wahlen zum Indischen Parlament. Zwischen dem 11. April und dem 19. Mai können 900 Millionen Wahlberechtigte etappenweise ihre Stimme abgeben. Die Wahlversprechen wenden sich vor allem an den ärmsten Teil der Bevölkerung.
Im Jahr 2017 wurden 2.793 Personen durch Landminen und explosive Munitionsrückstände getötet, 4.431 Personen wurden verletzt. 87 Prozent der Opfer waren Zivilisten, unter ihnen viele Kinder. Noch immer sind in mindestens 60 Staaten Teile des Landes durch Landminen kontaminiert.
Am Sonntag stehen in Spanien Neuwahlen an, nachdem die Sozialdemokraten im Sommer die konservative Regierung per Misstrauensvotum gestürzt hatten. Seit dem Tod des Diktators Francisco Franco wird erstmals auch wieder eine rechtsextreme Partei ins Parlament einziehen. Die „Vox“ bestimmt schon jetzt die Themen und den Umgangston im Wahlkampf.
Das sagte der ehemalige UN-Generalmajor Patrick Cammaert bereits vor über zehn Jahren. Gestern hat der UN-Sicherheitsrat eine von Deutschland vorgelegte Resolution angenommen, in der ein härteres Vorgehen gegen sexualisierte Gewalt in Krisenregionen gefordert wird.
In den östlichen Ausläufern des Himalaya leben kleine Völker aus verschiedenen Regionen Asiens. Sie flohen vor den großen Königreichen in die Berge. Warum hat es so lange kein Staat geschafft, sie zu beherrschen?
Aktuell wird im Bundestag wieder über die Bundeswehreinsätze abgestimmt. Je nach Parteizugehörigkeit fällt die Zustimmung für eine Mission ganz unterschiedlich aus.
Zwischen Komiker Wolodymyr Selenskyj und Amtsinhaber Petro Poroschenko kommt es zur Stichwahl um das ukrainische Präsidentenamt. Die Anfang des Jahres noch als Favoritin gehandelte Julija Tymoschenko musste sich im ersten Wahlgang geschlagen geben.
Laut komorischer Verfassung wechseln sich die drei Hauptinseln alle fünf Jahre dabei ab, den Präsidenten des föderalen Inselstaates zu stellen. Diese Regelung wurde im letzten Jahr jedoch abgeändert, nachdem Präsident Azali Assoumani ein umstrittenes Referendum durchführen ließ. Nun könnte er gleich 13 Jahre im Amt bleiben.
KATAPULT ist gemeinnützig und unabhängig. Wir finanzieren uns durch Spenden und Abos. Unterstütze unsere Arbeit und abonniere das Magazin gedruckt oder als E-Paper ab 19,90 Euro im Jahr!