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Karibische Überseegebiete

Der Kolonialismus ist nicht vorbei

Viele der heutigen Überseegebiete gelten offiziell als unabhängig, gehören administrativ aber zu den USA oder europäischen Staaten. Sie haben noch immer mit den Folgen der Kolonisierung zu kämpfen und sind sogar vom Brexit betroffen.

von
Prof. Dr. Manuela Boatcă
Veröffentlicht am 08.06.2020
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Die Karibik war die erste Region Amerikas, die von europäischen Staaten kolonisiert wurde – Kolumbus legte 1492 in Guanahani an, einer Insel der heutigen Bahamas. Zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert wurden 12,5 Millionen Afrikaner*innen versklavt, in die amerikanischen Kolonien verschleppt und dort in Goldminen oder auf den Zuckerrohr-, Kaffee- und Baumwollplantagen ausgebeutet. Nach der Abschaffung der Sklaverei importierte die Karibik erst Vertragsarbeiter*innen aus China, Indien oder den Philippinen. Tausende Arbeiter*innen wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich aus den europäischen Kolonien für den Wiederaufbau ihrer Volkswirtschaften rekrutiert. Ebenso viele aus US-amerikanischen Gebieten stellten wiederum die billige Arbeitskraft, die den Nachkriegsboom der US-Wirtschaft stützte.1

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