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Seenotrettung

EU finanziert Warlords, um Flüchtlinge fernzuhalten

Die EU hat in den vergangenen Jahren ihre Seenotrettungsmissionen fast vollständig eingestellt. Stattdessen unterstützt sie die libysche Küstenwache mit Geld, Ausrüstung und Training – um Migranten nach Libyen zurückbringen zu lassen. Sie finanziert damit Menschenschmuggler und Warlords.

von
Redaktion
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Veröffentlicht am 06.02.2021
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Wenn sich ein Mensch in Libyen in ein Boot setzt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass er auf dem Weg nach Europa ertrinkt, ziemlich groß. Jeder elfte Geflüchtete ist in den ersten Monaten des Jahres 2019 auf der Route von Libyen nach Italien gestorben, so Zahlen des UNHCR.1 Damit gilt der Weg über das Mittelmeer als die gefährlichste Fluchtroute weltweit. Die Zahl der in Europa Ankommenden ist in den letzten Jahren gesunken. Gleichzeitig ist die Überfahrt immer gefährlicher geworden. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung: Es gibt keine europäische Seenotrettung. Die Politik behindert zivile Rettungsorganisationen, die eigenen Programme hat sie eingestellt. Stattdessen hat die Europäische Union die Verantwortung für die Rettung von Schiffbrüchigen auf die libysche Küstenwache abgewälzt. Die Zusammenarbeit hat das Ziel, die Zahl der ankommenden Flüchtlinge in Europa zu reduzieren, Grenzen zu »sichern« und Waffenschmuggel zu stoppen.

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