Handelsbeziehungen

Afrika ist nicht Lateinamerika, und China nicht die USA – ein bisschen aber schon

Südamerika ist bis heute stark von den USA abhängig. Ähnliche Verhältnisse entstehen nun auch zwischen Afrika und China. Das sind die Unterschiede.

von
Julius Gabele
Julius Gabele
Veröffentlicht am 11.03.2019
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Der Entwicklungsrückstand Lateinamerikas wurde lange Zeit als Folge der Kolonialzeit und des andauernden Verharrens im Feudalsystem gesehen. Entwicklungstheoretiker empfahlen als Lösung Reformen, Investitionen und eine engere Integration in den Weltmarkt. Schnell würden sich die lateinamerikanischen Staaten von einer traditionellen zu einer modernen Gesellschaft entwickeln – genau wie die Industrienationen Europas und Nordamerikas. In einem Teil dieses Ansatzes sahen die Dependenztheoretiker der 1950er- und 1960er-Jahre allerdings keineswegs die Lösung, sondern vielmehr die Ursache für die Unterentwicklung des Kontinents.

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