Ambazonien

Der ignorierte Konflikt

Seit 2017 wütet im Südwesten Kameruns ein bewaffneter Konflikt zwischen dem autokratisch regierten Zentralstaat und Separatisten. Er gehört zu den politisch und journalistisch am stärksten vernachlässigten Krisen der Welt. Die humanitäre Hilfe ist dramatisch unterfinanziert.

von
Jan-Niklas Kniewel
Jan-Niklas Kniewel
Veröffentlicht am 18.09.2020
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Drei mutmaßliche Separatistenkämpfer zerren am 11. August eine gefesselte Frau über den Boden und schlagen sie. Dann schneiden die Männer der 35-jährigen Mutter von vier Kindern die Kehle durch. Sie soll mit dem kamerunischen Militär kollaboriert haben.1 Ein Video dokumentiert die Szene. Sie ist ein weiteres Kapitel in einem brutalen Konflikt, der international kaum Aufmerksamkeit erfährt. Im Südwesten Kameruns versuchen Aufständische seit 2017, eine unabhängige Republik Ambazonien zu erkämpfen. Sie beklagen die Marginalisierung der dort lebenden englischsprachigen Minderheit durch die von der französischsprachigen Mehrheit beherrschte Regierung.

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