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QAnon

Verschwörungstheoretisch tweeten

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Seit im Oktober 2017 ein anonymer User namens “Q” auf der Internet-Plattform “4chan” verschwörungstheoretische Beiträge postete, wächst die QAnon(ymous)-Bewegung rasant. QAnon glaubt unter anderem an eine weltweite Verschwörung satanischer Eliten, die mithilfe von Kinderblut das eigene Leben verlängern möchten. Donald Trump ist ihrer Ansicht nach auserwählt, die westliche Welt von diesen Eliten zu befreien und dem sogenannten “Deep State” ein Ende zu bereiten.

Besonders großen Zulauf hatten die Verschwörungsideologen seit 2017 in den USA. Aber in den vergangenen Monaten tauchten auch immer mehr Social-Media-Beiträge von QAnon-Anhängern außerhalb der USA auf. Das zeigt: Die Bewegung internationalisiert sich.

In Deutschland tummeln sich die Anhänger und Anhängerinnen gegenwärtig vor allem auf den Anti-Corona-Demonstrationen. Dort marschieren sie unter anderen mit Rechtsextremen. Was haben die beiden Gruppen gemeinsam? Zum Beispiel, dass sie Hass gegen jüdisches Leben schüren.

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Fußnoten

  1. Donegan, Moira: QAnon conspiracists believe in a vast pedophile ring. The truth is sadder, auf: theguardian.com (20.9.2020).
  2. Gallagher, Aoife/Davey, Jacob/Hart, Mackenzie: The Genesis of a Conspiracy Theory. Key trends in QAnon activity since 2017, auf: isdglobal.org.
  3. Bennhold, Katrin: QAnon Is Thriving in Germany. The Extreme Right Is Delighted, auf: nytimes.com (11.10.2020).

Autor:innen

Ist seit 2019 bei KATAPULT und seit 2020 Onlinechefin. Vor allem für die Berichterstattung über sozialpolitische Themen zuständig. Zu ihren journalistischen Schwerpunkten zählen Kultur- und Arbeitsthemen.

Geboren 1986, ist seit 2020 Redakteur bei KATAPULT. Er hat Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg und Greifswald studiert und wurde mit einer Arbeit im Bereich Politische Ideengeschichte promoviert. Zu seinen Schwerpunkten zählen die deutsche Innenpolitik sowie Zustand und Entwicklung demokratischer Regierungssysteme.

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