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Nationalismus in Ungarn

Orbáns enttäuschte Arbeiter

1989 bricht in Ungarn der Staatssozialismus zusammen, die Gesellschaft sehnt sich nach Wohlstand. Der bleibt aber aus. Stattdessen wird ein Großteil der Industrie vernichtet. Viele verlieren ihre Arbeit und geben den Linken die Schuld. Seitdem herrscht der Autokrat Viktor Orbán.

von
Alexander Fürniß
Alexander Fürniß
Veröffentlicht am 22.10.2021
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Im sozialistischen Ungarn bittet 1988 ein junger Student um ein Stipendium für sein Forschungsvorhaben. Dabei soll es um eine basisdemokratische Stärkung der Zivilgesellschaft gehen. In seinem Bewerbungsschreiben begründet er das Vorhaben damit, dass das Land am Scheideweg zwischen Diktatur und Demokratie stehe. Sein Name: Viktor Orbán. 1990 wird Orbán zum Vorsitzenden einer jungen, liberalen Partei gewählt: der Fidesz. Damals spricht er sich gegen Nationalismus aus.1 Doch schon 1993 verdrängt Orbán das liberale Lager und führt die Partei in eine nationalistische Richtung. Heute ist Orbán ungarischer Regierungschef, wird von vielen Medien als Autokrat bezeichnet und ächtet Migranten, Arbeitslose und andere Minderheiten. Mit Erfolg. Viele Arbeiter geben Orbáns Partei heute ihre Stimme – obwohl sie früher mehrheitlich die Sozialdemokraten wählten. Wie kam es dazu? 

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