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Flucht

Pakistan statt Europa

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2015 dürfe sich nicht wiederholen, hieß es in den vergangenen Tagen vor allem aus den Reihen der AfD und der CDU. Mit anderen Worten: Es müsse dafür gesorgt werden, dass sich nicht zu viele geflüchtete Menschen auf den Weg nach Europa machten. 

Dass die allerwenigsten vertriebenen Afghan:innen in den vergangenen rund 40 Jahren Schutz in Europa suchten, bleibt in Zeiten des Wahlkampfes hingegen unerwähnt. Ungefähr fünfeinhalb Millionen Afghan:innen befinden sich aktuell auf der Flucht. Die Mehrheit floh innerhalb des Landes. Wichtigster Aufnahmestaat für jene, die das Land verlassen mussten, war und ist Pakistan, gefolgt von Iran.

Die Situation rund um Afghanistan ist beispielhaft für globale Fluchtbewegungen. So flüchtet ein Großteil der vertriebenen Menschen nicht in weit entfernte Staaten, sondern in benachbarte Länder. Im Jahr 2020 waren 73 Prozent aller geflüchteten Menschen in Nachbarstaaten untergebracht.

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Fußnoten

  1. Tagesspiegel (Hg.): Warum „2015 darf sich nicht wiederholen“ falsch und beschämend ist, auf: tagesspiegel.de (17.8.2021).
  2. UNHCR (Hg.): Afghanistan Refugee Crisis Explained, auf: unrefugees.org (16.8.2021).
  3. UNHCR (Hg.): Refugee Data Finder, auf: unhcr.org (18.6.2021).

Autor:innen

Geboren 1986, ist seit 2020 Redakteur bei KATAPULT. Er hat Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg und Greifswald studiert und wurde mit einer Arbeit im Bereich Politische Ideengeschichte promoviert. Zu seinen Schwerpunkten zählen die deutsche Innenpolitik sowie Zustand und Entwicklung demokratischer Regierungssysteme.

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