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Südafrika

Klick-Laute statt Kolonialismus

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Statt englischen und niederländischen Namen erhalten die Orte Bezeichnungen auf Xhosa. Das ist eine der elf Amtssprachen Südafrikas und besonders in Ostkap stark verbreitet. Für Nicht-Muttersprachler ist Xhosa wegen seiner Klick-Laute schwer auszusprechen. Das ist einer der Gründe, warum manche gegen die Umbenennung sind. Andere Bewohner freuen sich über die Abkehr von der kolonialen Geschichte des Landes. Die größte der mit neuen Namen versehenen Städte ist Port Elizabeth. Sie wurde Anfang des 19. Jahrhunderts vom damaligen Gouverneur nach seiner verstorbenen Frau benannt. In Zukunft wird die Stadt Gqeberha heißen, so heißt auf Xhosa auch der Fluss, an dem sie liegt.

Umbenannt werden auch die beiden Flughäfen Elizabeth International Airport und East London Airport. Ersterer nach dem Xhosa-König Phalo, der andere nach Dawid Stuurman, einem Anführer der Khoi im Kampf gegen die Kolonialisten im 19. Jahrhundert.

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Fußnoten

  1. South Africa Gateway (Hg.): The 11 languages of South Africa, auf: southafrica-info.com (18.7.2018).
  2. BBC (Hg.): South African city of Port Elizabeth becomes Gqeberha, auf: bbc.com (24.2.2021).

Autor*innen

Geboren 1987 und seit 2020 als Redakteurin bei KATAPULT vor allem für aktuelle Berichterstattung zuständig. Sie ist ausgebildete Fotografin und studierte Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

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