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Afghanistan

Amerikas längster Krieg

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Anfang Juli verließ das US-Militär nach fast zwanzig Jahren den Stützpunkt Bagram unweit von Kabul. Der Abzug erfolgte mitten in der Nacht, den neuen afghanischen Kommandanten informierte man nicht. Er bemerkte das Fehlen der Amerikaner erst Stunden später. Da hatten sich bereits Plünderer über die Basis hergemacht. Die Amerikaner hinterließen Fertigmahlzeiten, Energydrinks, leichte Waffen und zivile Fahrzeuge ohne Zündschlüssel. Schweres Kriegsgerät hatten sie mitgenommen, die dazugehörige Munition in die Luft gejagt. 

Die USA waren im Oktober 2001 in Afghanistan einmarschiert, wenige Wochen nach den Terroranschlägen vom 11. September. Weite Teile des Landes waren zu dieser Zeit dem Regime der Taliban unterworfen, einer fundamentalistischen islamischen Bewegung. Diese Radikalen, so der damalige US-Präsident George W. Bush, würden den Drahtziehern der Anschläge um Osama bin Laden Unterschlupf gewähren: »Und jetzt werden die Taliban einen Preis zahlen.« Mit gezielten militärischen Maßnahmen sollte Afghanistan als Operationsbasis für Terroristen unbrauchbar gemacht und die militärischen Kapazitäten der Taliban zerschlagen werden. Rasch machten die USA und ihre verbündeten afghanischen Milizen Fortschritte. Im Dezember 2001 waren führende Taliban bereit, die Waffen niederzulegen. Mit dem afghanischen Politiker und späteren Präsidenten Hamid Karzai versuchten sie, ein Friedensabkommen auszuhandeln. Doch Washington verhinderte ein Zustandekommen des Deals und verbot jedwede Verhandlungen mit höherrangigen Taliban.

Kriegszar: »Wir wussten nicht, was wir taten«

Fast zwei Jahrzehnte später schätzt die Brown University die Zahl der Menschen, die seither insgesamt in Afghanistan getötet wurden, auf mindestens 171.000. Eine konservative Schätzung. Weitere 67.000 Menschen starben im benachbarten Pakistan, einem Rückzugsgebiet der Taliban und al-Qaidas. Die USA verloren 2.442 Soldaten am Hindukusch. Die materiellen Kosten des Afghanistankriegs werden allein für Washington auf über zwei Billionen US-Dollar geschätzt. Auch Deutschland beteiligte sich an dem Krieg. Nun haben die Amerikaner und ihre Verbündeten ihre Truppen aus Afghanistan abgezogen – und binnen weniger Wochen nahmen die Taliban den Großteil des Landes und die Hauptstadt Kabul ein. Die wenigen kleinen, so hart erkämpften politischen Fortschritte drohen nun ausgelöscht zu werden. Der Westen hat den Krieg verloren. 

Wie konnte das passieren? War es jemals realistisch, eine legitime demokratische Ordnung durch eine Besatzungsmacht in Afghanistan zu errichten? Klar ist: Falls eine Chance bestanden haben sollte, dann wurde sie durch die verheerenden Fehler der Amerikaner, ihrer Verbündeten und der neuen Herrschenden in Kabul zunichte gemacht. Der General Douglas Lute war zwischen 2007 und 2013 als Assistent des US-Präsidenten für Afghanistan und den Irak tätig. Amerikanische Medien nannten ihn den »Kriegszar« der US-Regierung. 2015 sagte er im Rahmen interner Untersuchungen aus: »Uns fehlte ein grundlegendes Verständnis für Afghanistan – wir wussten nicht, was wir taten.«

19 Prozent Wahlbeteiligung

Als die Amerikaner in Afghanistan einmarschierten, ging es um Vergeltung für den 11. September. Einen wirklichen Plan gab es nicht. Die militärische Komponente der Mission stand ganz im Vordergrund. Ein halbes Jahr später erklärte Präsident Bush jedoch: »Frieden wird erreicht, wenn wir Afghanistan helfen, eine eigene, stabile Regierung aufzubauen.« Für den Wiederaufbau des Landes, Hilfsprogramme und die Unterstützung lokaler Sicherheitskräfte gab allein Washington seither mehr Geld aus als für den Marshallplan, der Westeuropa nach dem Zweiten Weltkrieg auf die Beine geholfen hatte. Aber: Der größte Teil dieser Mittel begann erst fünf oder sechs Jahre nach der Invasion zu fließen – so lange hatte man die Bedeutung der zivilen, politischen Komponente der Mission unterschätzt und sich aufs Militärische konzentriert.

Als 2004 erstmals der Präsident des neuen Afghanistans gewählt wurde, nahmen 84 Prozent der registrierten Wähler daran teil – mehr als acht Millionen Menschen. Bei den letzten Präsidentschaftswahlen vor zwei Jahren gaben nur noch 19 Prozent ihre Stimme ab. Das waren gerade einmal um die 1,8 Millionen Menschen. Eine Ursache dafür war die Gefahr durch die Taliban. Etwa 2.000 der rund 7.400 Wahllokale mussten aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben. Aber die geringe Wahlbeteiligung erzählt auch eine Geschichte von Resignation. Denn Afghanistan ist nie zur Demokratie geworden. Vielmehr wurde es zur Oligarchie. Allen öffentlichen Verkündungen zum Trotz entwickelten die USA und ihre Verbündeten nie eine Strategie, um in Afghanistan eine legitime demokratische Staatlichkeit zu errichten.

Kriminelle Warlords sollten Afghanistan befreien

Die Taliban konnten in den Neunzigerjahren die Kontrolle über Afghanistan übernehmen, weil das Land im Chaos versunken war. Bis 1989 hatte die Sowjetunion es rund zehn Jahre lang besetzt gehalten und gegen die islamisch geprägten Mudschaheddin-Rebellen gekämpft. Mindestens eine halbe Million Afghanen wurde getötet. Dann zog Moskau geschlagen ab und zwischen den verfeindeten Mudschaheddin-Milizen brach ein Bürgerkrieg aus. Im Schatten der Gewalt konnten die Taliban mit pakistanischer Unterstützung vorrücken und rasch den Großteil des Landes einnehmen – nicht wenigen Afghanen erschienen sie angesichts der marodierenden Warlords anfänglich als kleineres Übel. 

Nach der Invasion 2001 setzten die Amerikaner auf diese in Verruf geratenen Warlords aus der Zeit des Bürgerkriegs und überschwemmten das Land mit Geld. Allein der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA verteilte eine Milliarde US-Dollar unter konkurrierenden Milizenführern, um die Taliban und al-Qaida jagen zu lassen – und um den amerikanischen Militäreinsatz gering zu halten. Damit unterstützten sie ebenjene Warlords, die während des Bürgerkriegs unzählige Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen begangen hatten, darunter Angriffe auf Zivilisten, Entführungen, Vergewaltigungen und Zwangsarbeit. Außerdem waren diese Gruppen extrem korrupt, beteiligten sich an Drogenhandel, Waffenschmuggel und Landraub. 

Auch nach 2001 setzten sie ihre kriminellen Aktivitäten fort – übernahmen nun aber auch zentrale Posten in der neuen Regierung. So waren mindestens 20 der ersten 30 Provinzgouverneure Afghanistans Warlords oder Milizionäre. Laut einer Umfrage der Unabhängigen Afghanischen Menschenrechtskommission aus dem Jahr 2004 hielten zugleich 94 Prozent der befragten Afghanen es für wichtig oder sehr wichtig, diese Warlords für ihre Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. Doch nichts geschah.

Reich dank »Wiederaufbau« und Drogen

Ihr Bündnis mit den US-Streitkräften sicherte ihnen ein konstantes Einkommen, schreibt die britische Afghanistanexpertin Kate Clark. Auch erhielten sie oft militärische Unterstützung von Washington. Das führte zu einer gewissen Autonomie gegenüber der afghanischen Gesellschaft. Viele Warlords fühlten sich unantastbar und verfolgten erbarmungslos ihre alten Rivalen. So vertieften sie die Gräben in der Gesellschaft noch weiter. Mit der Regierung verbündete Warlords entwaffneten etwa Stammesführer, die ihnen nicht loyal genug erschienen, und raubten ihnen ihr Land. Die Betroffenen reagierten, indem sie sich den Taliban zuwandten.

Im Laufe der Zeit wurden viele Warlords – und eine ganz neue politische Klasse, die eng mit der internationalen Gemeinschaft vernetzt war – durch Hilfsgelder, Verträge und sonstige Zahlungen der USA sowie durch Zölle und den Drogenhandel reich. Sie gründeten Unternehmen, die wiederum Aufträge des US-Militärs oder der Nato erhielten. Für den »Wiederaufbau«. Heute sind sie wohlhabende und mächtige Politiker, die über einflussreiche, nicht zuletzt auf Korruption gebaute Netzwerke verfügen – und oft auch bewaffnete Männer kontrollieren. Einige Warlords bauten ihre Milizen in private Sicherheitsfirmen um, die dann wieder von USA und Nato engagiert wurden. 

Hamid Karzai, von 2001 bis 2014 Präsident Afghanistans, gab später zu, dass die CIA ihm jahrelang Taschen voller Bargeld in sein Büro geliefert habe. Das sei nichts Ungewöhnliches gewesen. Karzai wurde zum mächtigsten Mann im Land – nicht weil er gewählt worden war, sondern weil er und seine Familie den besten Zugang zu ausländischem Geld hatten. Dieses nutzte er, um Rivalen zu kaufen und seine Macht zu festigen. Kriminelle regionale und lokale Machthaber wurden in verantwortungsvolle Positionen gehievt, von wo sie wiederum ihre Anhänger mit Regierungsposten belohnten und ihre Gegner unterdrückten. Die afghanische Regierung agierte als eine kriminelle Organisation, deren Haupttätigkeit nicht in der Ausübung staatlicher Funktionen bestand, sondern in persönlicher Bereicherung. Auch Wahlen wurden systematisch gefälscht. Bis zur kürzlich erfolgten Machtübernahme der Taliban bestand der Großteil der Staatseinnahmen aus ausländischen Hilfsgeldern und den Ausgaben der ausländischen Armeen im Land. 

Sieben Jahre Ignoranz

Nichts hätte den Taliban mehr helfen können als diese Korruption und Kriminalität der neuen Herrschenden. Doch die USA verschlossen anfangs die Augen vor dem Problem – und zwar sieben Jahre lang. Das schreibt die amerikanische Aufsichtsbehörde für den Wiederaufbau Afghanistans in einem Bericht. Die USA hätten erst zum Wachstum der Korruption beigetragen und sich dann nie ernsthaft darum gekümmert. Auch als man schließlich mit halbherzigen Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung begann, ordnete man diese permanent kurzfristigen sicherheitspolitischen Erwägungen unter, etwa um nützliche Warlords zu begünstigen. Das Ergebnis, so die Aufsichtsbehörde: »Die Korruption untergrub die US-Mission in Afghanistan, indem sie Unmut in der Bevölkerung schürte und den Aufständischen Unterstützung verschaffte.« Noch heute liegt das Land auf dem Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International auf Rang 165 von 180. Unterdessen sind weite Teile der Bevölkerung auf humanitäre Unterstützung angewiesen. Bei ihnen kam von den Milliarden an Hilfsgeldern oft nichts an. 

Hinzu kamen die Kriegsverbrechen der US-Armee und ihrer afghanischen Verbündeten: Luftangriffe, die Zivilisten töteten; Verschleppung und Folter mutmaßlicher Aufständischer; Razzien in Privathäusern, bei denen nicht selten Unschuldige umgebracht wurden. »Diese zügellosen Menschenrechtsverletzungen heizten wiederum den Konfliktkreislauf an. Sie verschafften den Aufständischen Unterstützung, machten einen politischen Dialog nahezu unmöglich und untergruben Bemühungen um Stabilität und eine bessere Regierungsführung«, konstatiert Patricia Gossman, die Afghanistan für die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) beobachtet. Die Regierungen Bush, Obama und Trump hätten Menschenrechte größtenteils eher als Hindernis denn als wesentlichen Bestandteil der Lösung der Probleme Afghanistans betrachtet. Dieser Ansatz habe sich als katastrophal erwiesen.

Vom Henker zum Verteidigungsminister

So finanzierte die CIA ihre eigene afghanische Armee zur »Terrorbekämpfung« aus Milizen, die brutale Menschenrechtsverletzungen begingen und so Teile der Bevölkerung noch weiter entfremdeten und radikalisierten. Einige dieser Einheiten unterstanden formal dem afghanischen Inlandsgeheimdienst NDS, operierten aber außerhalb seiner Kommandostruktur. Andere paramilitärische Elemente, wie die berüchtigte Khost Protection Force, waren schlichtweg illegal, ihre Existenz hatte keinerlei Grundlage im afghanischen Recht. HRW dokumentierte zwischen 2017 und 2019 mehrere Fälle, bei denen Einheiten dieser Geheimarmee nachts Häuser stürmten und Zivilisten ermordeten, darunter Alte und Kinder. Dies seien keine Einzelfälle, so die Organisation. Vielmehr fänden schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen systematisch in allen Provinzen Afghanistans statt, paramilitärische Einheiten agierten hier vollkommen straffrei. Ein anonymer Diplomat verglich die Einheiten gegenüber HRW mit Todesschwadronen.

Es sind Männer wie Asadullah Khalid, die die politische Elite repräsentieren. Khalid war zwischen 2018 und Juni 2021 Verteidigungsminister Afghanistans, zuvor bereits Direktor des Geheimdienstes NDS und Gouverneur der Provinz Kandahar. Schon Mitte der 2000er waren erste Berichte aufgetaucht, denen zufolge Khalid Menschen verschwinden ließ und sie in Privatgefängnissen festhielt. Menschenrechtler werfen ihm vor, in die Folter von Gefangenen und sexualisierte Gewalt gegen junge Frauen verstrickt gewesen zu sein. Dennoch stieg Khalid immer weiter in der Hierarchie des Staates auf. Als er 2012 bei einem Attentat schwer verletzt und zur Behandlung in die USA geflogen wurde, stattete ihm Barack Obama einen persönlichen Besuch im Krankenhaus ab.

Pakistans doppeltes Spiel

Der Mangel an Gerechtigkeit auf allen Ebenen wurde zu einem maßgeblichen Hindernis bei der Errichtung des neuen Staates. Obwohl die Verfassung die Unabhängigkeit der Justiz vorsah, unterstanden auch die Gerichte weitgehend der Kontrolle der Kabuler Regierung, waren leicht von außen beeinflussbar und galten als korrupt und ineffektiv. Deshalb setzen viele Menschen weiter auf traditionelle Wege der Rechtsprechung.

So gelang es den Taliban, sich mit Unterstützung Pakistans immer wieder neu zu organisieren. Islamabad will um jeden Preis einen wachsenden Einfluss seines Erzfeindes Indien in Afghanistan verhindern. 2006 nahmen die Taliban erneut weite Teile des Ostens und Südens Afghanistans ein. Ihre Rekruten für diese Offensive fanden die Fundamentalisten in den afghanischen Flüchtlingslagern in Pakistan. Ein Kernpunkt des politischen Programms der Taliban war die Errichtung einer strengen, aber wirksamen islamischen Rechtsordnung. Bald unterhielten sie ein Justizsystem, das parallel zu dem Kabuls bestand, und von nicht wenigen Menschen bevorzugt wurde – weil es ihnen effektiver und weniger korrupt erschien.

Bis 2011 wuchsen die US-Truppen am Hindukusch auf rund 100.000 Mann an und langsam drängte man die Fundamentalisten wieder zurück. Mit dem Ziel, die Verantwortung an die Regierung in Kabul zu übergeben, wurden bis 2013 etwa 350.000 afghanische Soldaten und Polizisten ausgebildet und ausgerüstet. Doch es half nichts. Im Herbst 2015 – Washington hatte seine Truppenstärke mittlerweile auf unter 10.000 reduziert – waren die Taliban wieder auf dem Vormarsch. In Kundus, im Norden des Landes, verjagten 500 Talibankämpfer 3.000 afghanische Soldaten und übernahmen erstmals seit 2001 wieder die Kontrolle über eine Provinzhauptstadt. In der südlichen Provinz Helmand überrannten 1.800 Taliban 4.500 afghanische Sicherheitskräfte. Auch beim jüngsten Talibanvormarsch kollabierte die afghanische Armee innerhalb kürzester Zeit. 

Der US-amerikanische Historiker und langjährige Militärberater in Afghanistan, Carter Malkasian, spricht von einer »Inspirationslücke«. Die Taliban kämpften für Werte, die tief in der afghanischen Identität verankert seien: den Islam und den unerbittlichen Widerstand gegen ausländische Besatzer. Dies habe sie stark gemacht. Die afghanischen Soldaten hingegen hätten für eine Regierung gekämpft, die vielen Afghanen lediglich als Erfüllungsgehilfin dieser Besatzer erschienen sei. Überdies wurde sie von einer korrupten Elite dominiert, die sich in der Hauptstadt hinter hohen Mauern verschanzte, während sie ihre Soldaten an der Front verheizte und häufig schlecht behandelte. 

Bis zuletzt ist es nicht gelungen, die Kabuler Regierung in die Lage zu versetzen, die Sicherheit ihrer Bürger zu garantieren. Als die Taliban vorrückten, organisierten sich viele Bürger zur Selbstverteidigung in Milizen. Selbst die militärische Ausbildungsmission hatte versagt. All das war eigentlich absehbar. Schon 2019 hatte die amerikanische Aufsichtsbehörde für den Wiederaufbau Afghanistans in einem Bericht festgestellt: »Die Vereinigten Staaten haben die Afghanen nicht angemessen in wichtige Entscheidungen und Prozesse einbezogen. Infolgedessen wurden Systeme eingeführt, die die Afghanen ohne die Unterstützung der USA nicht aufrechterhalten können.«

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Fußnoten

  1. Gannon, Kathy: US left Afghan airfield at night, didn’t tell new commander, auf: apnews.com (6.7.2021).
  2. Tyler, Patrick: Bush Warns ›Taliban Will Pay a Price‹, auf: nytimes.com (8.10.2001).
  3. Malkasian, Carter: How the Good War Went Bad, in: Foreign Affairs (99)2020, Nr. 2, S. 84. 
  4. Brown University (Hg.): Human and Budgetary Costs to Date of the U.S. War in Afghanistan, auf: watson.brown.edu (15.4.2021). 
  5. Zit. n. Whitlock, Craig: At War with the Truth, auf: washingtonpost.com (9.12.2019). 
  6. Zit. n. Miller, Paul D.: Bush on Nation Building and Afghanistan, auf: foreignpolicy.com (17.11.2010). 
  7. Inflationsbereinigt. – Whitlock, Craig: Built to Fail, auf: washingtonpost.com (9.12.2019). 
  8. Miller, Paul: What Really Went Wrong in Afghanistan, auf: thedispatch.com (29.1.2020). 
  9. International Institute for Democracy and Electoral Assistance (Hg.): Afghanistan, auf: idea.int. 
  10. Safi, Michael: Afghanistan election: turnout may have been as low as 20% amid Taliban threats, auf: theguardian.com (29.9.2019). 
  11. Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction (Hg.): Corruption in Conflict: Lessons from the US Experience in Afghanistan, auf: sigar.mil (9/2016), S. 16f. 
  12. Clark, Kate: The Cost of Support to Afghanistan: Considering inequality, poverty and lack of democracy through the ›rentier state‹ lens, Afghanistan Analysts Network Special Report (5/2020), S. 19f. 
  13. Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction 2016, S. 16. 
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  15. Malkasian 2020, S. 82. 
  16. Rubin, Barnett: Afghanistan, Oxford 2020, S. 151f; Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction 2016, S. 18. 
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  18. Whitlock, Craig: Consumed by Corruption, auf: washingtonpost.com (9.12.2019). 
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  21. Chayes, Sarah: Thieves of State: Why Corruption Threatens Global Security, New York 2015, S. 62. 
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  23. Transparency International (Hg.): Corruption Perception Index 2020, Berlin 2021. 
  24. Gossmann, Patricia: How US-Funded Abuses Led to Failure in Afghanistan, auf: hrw.org (6.7.2021). 
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  26. Human Rights Watch (Hg.): »They’ve Shot Many Like This«: Abusive Night Raids by CIA-Backed Afghan Strike Forces, auf: hrw.org (10/2019).
  27. Adams, Brad: New Afghan Defense Minister Should Face Investigation, Sanctions, auf: hrw.org (12.1.2019).
  28. Swenson, Geoffrey: Why U.S. Efforts to Promote the Rule of Law in Afghanistan Failed, in: International Security (42)2017, Nr. 1, S. 119.
  29. Ebd., S. 121; Babak, Qayum: Taliban Justice »Fairer« Than State Courts, auf: iwpr.net (18.8.2010); Alikozai, Hasib D.: Corruption Encourages Parallel Judiciary in Afghanistan, auf: voanews.com (12.1.2016). 
  30. Malkasian 2020, S. 80ff. 
  31. Ebd., S. 82.
  32. Malkasian, Carter: The American War in Afghanistan: A History, Oxford 2021, S. 5. 
  33. Lindstaedt, Natasha: Afghanistan: two decades of Nato help leaves a failed and fractured state on the brink of civil war, auf: theconversation.com (9.7.2021). 
  34. Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction (Hg.): Divided Responsibility: Lessons from U.S. Security Sector Assistance Efforts in Afghanistan, auf: sigar.mil (Juni 2019).

Autor:innen

Ist seit 2019 Redakteur bei KATAPULT. Studierte Islamwissenschaft und Zeitgeschichte. Journalistische Schwerpunkte: Kriege und Konflikte, internationale Politik, Autoritarismus und Menschenrechte.

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