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Australien

Staatsgeheimnis Wald

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Noch interessanter: Abgesehen von diesen Personen darf niemand genau wissen, wo sie sich befinden. Was nach einer Verschwörungstheorie klingt, hat einen biologischen Hintergrund. Denn die Bäume gehören zu einer Pflanzenart, die lange als ausgestorben galt und dementsprechend besonders gefährdet ist: Wollemia nobilis. Von der Wollemie-Kiefer, die vor 40 Millionen Jahren in Australien noch weit verbreitet war, existieren heute nur noch etwa 200 Exemplare in einem Gebirge rund 250 Kilometer westlich von Sydney. Als sie 1994 entdeckt wurde, umfasste ihre Population sogar nur 23 Bäume und einige Jungpflanzen.Trotz dieser »Erholung« ist sie bedroht, denn die genetische Vielfalt der Urzeit-Kiefer ist sehr gering.

Wahrscheinlich – so glauben Forscher – war ihr Bestand zwischenzeitlich auf ein oder zwei Bäume geschrumpft, sodass sich das Erbgut aller heutigen Exemplare sehr stark ähnelt. Deshalb wird die Baumart streng geschützt. Die Befürchtung: Durch zu viele Besucher könnte die Wollemie mit Krankheitserregern in Kontakt kommen, der nicht nur einzelne Bäume, sondern gleich die ganze Art gefährdet. Lediglich einige Feuerwehrleute konnten die bis zu 1.000 Jahre alten Kiefern unlängst sehen. Sie sollten den Bestand vor den Waldbränden im Januar 2020 schützen. Mit Erfolg: Lediglich zwei Exemplare verbrannten.

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Ehemalige Praktikantin bei KATAPULT.

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