Zum Inhalt springen

Olympia in Peking

So unnachhaltig wie noch nie

Von

Artikel teilen

Vor den Olympischen Spiele in Peking wurde die chinesische Regierung für vieles kritisiert: Verletzung der Menschenrechte, Verfolgung von Minderheiten und Unterdrückung von Demokratiebestrebungen. Deshalb setzt das Organisationskomitee in Peking ganz auf den Klimaschutz als PR-Strategie. Grüne und nachhaltige Spiele sollen es werden.

Dafür wurde extra ein 132-seitiger Nachhaltigkeitsbericht verfasst. Darin steht, dass die Wettkämpfe ausschließlich mit erneuerbarer Energie versorgt werden würden. Carmen de Jong, Professorin für Hydrologie, bezweifelt das. Sie hält die Olympischen Winterspiele für die unnachhaltigsten aller Zeiten.

De Jong kritisiert China vor allem für die Produktion von Kunstschnee. Weil die Region rund um Peking sehr trockene Winter hat, fällt hier kaum Schnee. Normalerweise nur fünf Zentimeter pro Jahr. Zum Vergleich: Im Skigebiet Innsbruck fällt durchschnittlich 230 Zentimeter Schnee pro Saison.

Aktuelle Ausgabe

KATAPULT ist gemeinnützig und unabhängig. Wir finanzieren uns durch Spenden und Abonnements. Unterstützen Sie unsere Arbeit und abonnieren Sie das gedruckte Magazin für nur 19,90 Euro im Jahr.

KATAPULT abonnieren

Fußnoten

  1. Fröhlingsdorf, Michael: "Die unnachhaltigsten Spiele aller Zeiten", auf: spiegel.de (25.1.22).
  2. Göbel, Jan: Was sie über die Winterspiele in Peking wissen müssen, auf spiegel.de (3.2.22).
  3. Skiinfo (Hg.): Schneefallstatistik Innsbruck, auf skiinfo.de (4.2.22).

Autor:innen

Ist seit 2021 Redakteurin bei KATAPULT. Hat Onlinejournalismus und Humangeographie in Darmstadt und Mainz studiert.

Neueste Artikel

Orte zum Verwechseln: Nassau in Rheinland-Pfalz und Nassau auf den Bahamas

Die Karibik Deutschlands

Warum in die Karibik reisen? Nassau in Rheinland-Pfalz ist wärmer, billiger und weniger voll!

Bürokratie statt Sprechstunde

Laut einer aktuellen Befragung des Marburger Bundes überlegt jedoch ein Viertel der Mediziner:innen in deutschen Krankenhäusern, den Beruf zu wechseln.
In 14 Bundesländern gibt es Bildungsurlaub. Nur in Bayern und Sachsen haben Angestellte keinen Anspruch darauf.

Lebenslanges Lernen

Damit alle Menschen sich weiterbilden können, gibt es Bildungsurlaub. Angestellte Personen können sich von der Arbeit freistellen lassen, um Bildungsangebote wahrzunehmen – außer in Bayern und Sachsen.