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Erinnerungskultur

Irgendwann muss auch mal Schluss sein! Oder?

Deutschland gilt als Vorzeigebeispiel in Sachen Erinnerungskultur. Gleichzeitig fordern viele Deutsche, endlich einen Schlussstrich unter die Geschichte zu ziehen. Täter und Mitläufer des Nationalsozialismus wiesen die Schuld von sich oder erklärten sich selbst zu Opfern. Wurden die NS-Verbrechen ernsthaft aufgearbeitet? Die Wissenschaft ist sich darüber uneins. Neue Antworten liefern verschiedene Studien und der Stiftungsdirektor der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.

von
Alexander Fürniß
Alexander Fürniß
Veröffentlicht am 26.01.2024
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Das Vernichtungslager Auschwitz ist der Inbegriff des Holocausts. So sah es auch der Philosoph Theodor W. Adorno, einer der wichtigsten Intellektuellen im Nachkriegsdeutschland. Wie kein anderer bescheinigte er der deutschen Gesellschaft einen Rückfall in die Barbarei, in primitive Gewalttätigkeit und primitiven Hass. Eine bekannte Formulierung Adornos aus einem Radiovortrag von 1966 lautet: »Die Forderung, daß Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. [...] Ich kann nicht verstehen, daß man mit ihr bis heute so wenig sich abgegeben hat.«1 Und in der Tat sah es kurz nach dem Zweiten Weltkrieg nicht so aus, als würde Deutschland seine jüngere Vergangenheit aufarbeiten können. Die Schuldigen schwiegen über die systematischen Verbrechen an den Juden.2 Trotzdem gilt Deutschland im Ausland heute als Vorbild, was das Erinnern an den Nationalsozialismus angeht.

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