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Jan-Niklas Kniewel

Ist seit 2019 Redakteur bei KATAPULT. Journalistische Schwerpunkte: Kriege und Konflikte, internationale Politik, Autoritarismus und Menschenrechte.

Artikel (46)

Konservative Separatisten

Im US-Bundesstaat Oregon haben fünf ländliche Bezirke dafür gestimmt, eine Fusion mit dem benachbarten Idaho zu erwägen. Der Grund: Oregon ist ihnen zu liberal. Idaho hingegen gilt als sehr konservativ. Schon im vergangenen Jahr stimmten zwei weitere Countys dafür, eine Abspaltung von Oregon zu prüfen.

Hunger als Waffe?

Seit einem halben Jahr herrscht Krieg in der äthiopischen Region Tigray. Die humanitäre Lage ist kritisch – und es gibt Anzeichen, dass die Regierung Hunger als Waffe einsetzt.

Europas unsichtbare Migranten

Als die Kolonialreiche der Europäer zusammenbrachen, verließen fünf bis sieben Millionen Menschen die einstigen Überseegebiete. Die meisten von ihnen waren Siedler europäischer Herkunft, viele hatten jedoch nie in Europa gelebt. Die Geschichte einer vergessenen Migrationskrise.

Wie alte US-Bomben Kambodschas Entwicklung behinderten

Hunderttausende Bomben warfen die Vereinigten Staaten während der 1960er- und 70er-Jahre über Kambodscha ab. Sprengkörper, die auf fruchtbares Land fielen, explodierten seltener als solche, die unfruchtbares Land trafen. Die Blindgänger verstärkten die Armut in diesen Gebieten.

Die Republik der Angst bleibt

Vor zehn Jahren begann in Syrien der Aufstand gegen die Assad-Diktatur. Mittlerweile ist etwa eine halbe Million Menschen tot und die halbe Bevölkerung wurde vertrieben. Ein Rückblick in zehn Grafiken.

Ein weiteres schlechtes Jahr für die Demokratie

Auch 2020 verstärkten sich vielerorts auf der Welt autoritäre Tendenzen. Im Durchschnitt, so die Wissenschaftler des Göteborger V-Dem-Instituts, sei die Qualität der Demokratie auf das Niveau von 1990 zurückgefallen.

Mit Drohnen und Autokraten gegen Zuwanderung

Das Mittelmeer abzuriegeln, reicht der Europäischen Union nicht. Mit Entwicklungshilfe und politischem Druck erkämpft sie sich die Kooperation afrikanischer Staaten bei der Migrationsbekämpfung, um auch die letzte Route nach Europa dichtzumachen.

In Sachsen starben Mitte Dezember fast doppelt so viele Menschen wie in den Vorjahren

Nirgends in Deutschland ist das Corona-Infektionsgeschehen so sehr außer Kontrolle geraten wie in Sachsen. Die Statistik belegt mittlerweile eine deutliche Übersterblichkeit.

Fluchtpunkt Kanaren

Mehr als 500 Flüchtlinge und Migranten sind in diesem Jahr bereits bei dem Versuch gestorben, die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln vor der Küste Marokkos zu erreichen. Warum die Route plötzlich wieder im Fokus steht.

Geraubte Zukunft

In Guinea und Côte d’Ivoire kam es im Umfeld der jüngsten Wahlen zu heftigen Protesten. In beiden Ländern wollten die amtierenden Herrscher zuvor die bestehenden verfassungsrechtlichen Amtszeitbegrenzungen aushebeln. Sie sind nicht die einzigen.

Bedrohte Freiheit im Netz

Die Organisation Freedom House untersucht, wie frei das Internet ist. Das Ergebnis: Die Lage habe sich in den letzten zehn Jahren ständig verschlechtert.

Wohin steuert der Supreme Court?

Die Republikaner im US-Senat wollen Amy Coney Barrett zur neuen Richterin am Obersten Gerichtshof machen. Die Konservativen hätten dann eine 6-zu-3-Mehrheit. Was das für die Arbeit des Gerichts bedeutet.

Warum Revolutionäre die langlebigeren Autokratien errichteten

Einige autoritäre Regime überleben trotz schwerer Krisen jahrzehntelang, während andere selbst ohne nennenswerte Herausforderungen rasch zusammenbrechen. Woran liegt das?

Krieg um Bergkarabach

Armenien und Aserbaidschan bekriegen sich in der Kaukasusregion Bergkarabach. An diesem Freitag soll es in Moskau zu Verhandlungen zwischen den Außenministern beider Staaten kommen.

Ken Jebsen will Medien zum Schweigen bringen

Youtuber Ken Jebsen verbreitet judenfeindliche Stereotype und Verschwörungsfantasien. Er selbst bestreitet jedoch, sich antisemitisch geäußert zu haben. Gegen Medien, die anderes behaupten, geht er rechtlich vor und versucht, daraus Kapital zu schlagen. Auch KATAPULT soll über die Fakten nicht mehr berichten dürfen.

Der ignorierte Konflikt

Seit 2017 wütet im Südwesten Kameruns ein bewaffneter Konflikt zwischen dem autokratisch regierten Zentralstaat und Separatisten. Er gehört zu den politisch und journalistisch am stärksten vernachlässigten Krisen der Welt. Die humanitäre Hilfe ist dramatisch unterfinanziert.

Der wankende Autokrat

Der belarussische Präsident Aljaksandr Lukaschenka steht weiter unter Druck. Landesweit protestieren zahlreiche Menschen gegen den Autokraten, der seit 26 Jahren an der Macht ist. Derweil organisiert sich die Opposition.

Mit der Sprengkraft von Tausenden Hiroshima-Bomben

Seit 1945 wurden mehr als 2.000 Nukleartests durchgeführt. Im 21. Jahrhundert hat nur ein Staat nachweislich Atomwaffen erprobt: Nordkorea.

Familie mit Machtmonopol

Der Rajapaksa-Clan stellt in Sri Lanka Präsident und Premierminister. Nach der Parlamentswahl hat dessen Partei auch die Übermacht im Parlament.

Der Kampf um den Zuschnitt der US-Wahlbezirke

Alle zehn Jahre gibt es in den USA eine große Volkszählung. Anschließend werden die Wahlbezirke neu gezogen. Oft missbrauchen die Parteien diese Gelegenheit, um ihre Macht zu sichern. Manch seltsam geformter Wahlkreis soll jedoch auch der besseren demokratischen Repräsentation dienen.

Der mörderische Weg ans Mittelmeer

Auf dem Weg zum Mittelmeer erleben Flüchtlinge und Migranten schwerste Gewalt. Doch ihr Leid bleibt in der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet. Ein neuer Bericht des UNHCR beleuchtet das Geschehen.

Grüne Krieger

Angesichts der Bedrohung vieler Tierarten haben Umweltschützer der Wilderei den Krieg erklärt. In afrikanischen Nationalparks wird aufgerüstet, Wildhüter werden von Soldaten geschult. Im Umfeld einiger Schutzgebiete kommt es zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen.

Terror und Protest

In Mali, Burkina Faso und Niger wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres fast so viele Menschen getötet wie im gesamten vergangenen Jahr. Während Dschihadisten Chaos schüren, begehen auch die staatlichen Armeen schwere Menschenrechtsverletzungen.

Wahlkarten verzerren die Realität

Wahlergebnisse auf Karten darzustellen, ist kompliziert. Fast alle verzerren die Realität auf die ein oder andere Weise und können so einen völlig falschen Eindruck vom eigentlichen Geschehen erzeugen. Bestes Beispiel: die letzte Wahl in Polen.

Keine Wende in Polen

Polens Präsident Andrzej Duda bleibt weitere fünf Jahre im Amt. Die Nationalkonservativen können nun bis 2023 den Umbau des Staates weiter vorantreiben.

Panzerfahrzeuge und Sturmgewehre

Viele US-Polizeibehörden setzen auf paramilitärische Ausrüstung und Taktiken. Seit den Black-Lives-Matter-Protesten wird die Militarisierung der Beamten vermehrt öffentlich debattiert. Doch das Problem ist nicht allein das Equipment - sondern die Mentalität der Polizisten.

Am Scheideweg

Amtsinhaber Andrzej Duda verpasste in der ersten Runde der Präsidentenwahl tatsächlich die absolute Mehrheit. Kann ihm sein liberaler Herausforderer Rafał Trzaskowski in der Stichwahl ernsthaft gefährlich werden?

Jemanden verschwinden zu lassen, ist eine der effektivsten Formen staatlichen Terrors

Immer wieder lassen Regierungen Menschen verschwinden. Die Angehörigen kämpfen oft jahrzehntelang gegen die Straflosigkeit und für ihr Recht auf Wahrheit über den Verbleib ihrer Lieben.

Das Zerren um Polens Justiz

Polens nationalkonservative Regierung will das Justizsystem des Landes umkrempeln. Auch die neue Vorsitzende des Obersten Gerichts steht der Regierung nahe – und wurde dank des Präsidenten ins Amt gehievt.

Zwei Billionen Dollar fürs Militär

Die weltweiten Militärausgaben sind im Jahr 2019 um 3,6 Prozent gewachsen – so stark wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Europa verzeichnet einen Zuwachs von fünf Prozent.

In 40 von 401 Landkreisen und kreisfreien Städten regieren Frauen

Stadt- und Kreisverwaltungen werden überwiegend von Männern geleitet. Am geringsten ist der Frauenanteil unter den Landräten und Oberbürgermeistern in Nordrhein-Westfalen.

Rechtsstaat in Gefahr

Seit zehn Jahren höhlt Viktor Orbán die ungarische Demokratie aus. Die Europäische Union erwies sich bisher als unfähig, den Regierungschef aufzuhalten.

Wie frei ist die Wissenschaft? 

In zehn Staaten hat sich die Freiheit der Wissenschaft in den letzten fünf Jahren deutlich verschlechtert, darunter Brasilien, Pakistan, die Türkei und Indien. Aber wie misst man diese überhaupt?

Wie tödlich ist das Coronavirus?

Das kann bislang noch niemand mit Sicherheit sagen. Die Datenlage ist sehr unsicher, Vergleiche sind kaum möglich und in der Öffentlichkeit werden Begriffe vermischt.

Demokratien unter Druck

Weltweit verstärken sich autoritäre Tendenzen – doch auch der Widerstand dagegen wächst.

In der Sahelzone wächst die Gefahr durch Dschihadisten

Immer mehr Menschen sterben im westlichen Sahel durch Anschläge und bewaffnete Auseinandersetzungen. Dschihadistische Gruppen instrumentalisieren und verschärfen bestehende Konflikte.

Staaten schalten immer öfter das Internet ab

Wie lässt sich das Internet am einfachsten zensieren? Indem man es vorübergehend abschaltet. Das passiert immer öfter.

Wird dies der neueste Staat der Welt?

Ab Samstag stimmt die Bevölkerung von Bougainville, einer autonomen Region Papua-Neuguineas, über ihre Unabhängigkeit ab. Vor 20 Jahren endete in der einstigen deutschen Kolonie ein verheerender Bürgerkrieg.

Es wird eng im Orbit

Immer mehr Staaten schicken immer mehr Satelliten in die Erdumlaufbahn. Auch private Unternehmen planen, massiv zu expandieren. Mehrere Länder haben mittlerweile angekündigt, sich auch für Konflikte im All zu rüsten.

„Ein guter Krimineller ist ein toter Krimineller“

1.534 Menschen wurden vergangenes Jahr im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro durch Polizisten getötet. Dieses Jahr eskaliert die Gewalt noch heftiger. Warum?

Erdoğans Krieg und Trumps Beitrag

Seit Jahren droht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan dem kurdisch geprägten Nordosten Syriens mit der Invasion – nun haben die USA ihm grünes Licht gegeben. Ein türkischer Angriffskrieg könnte die gesamte Demografie der Region verändern und dem “Islamischen Staat” die Chance auf ein Comeback bereiten.

Wem gehört der Nil?

Der Nil ist die Lebensader Ägyptens, doch ein äthiopischer Staudamm droht ihm das Wasser abzugraben. Seit Jahren verhandeln beide Nationen über eine einvernehmliche gemeinsame Nutzung - mit mäßigem Erfolg. Dabei ist die Talsperre nicht das einzige Problem für Ägyptens Wasserversorgung.

Populist gegen Populist

Am Sonntag wählten die Tunesier zum zweiten Mal in freien Wahlen ihren Präsidenten. Nun liegt das Ergebnis vor: Der Juraprofessor Kaïs Saïed und der im Gefängnis sitzende Medienunternehmer Nabil Karoui treten in einer Stichwahl gegeneinander an.

Feinde des Staates, Feinde der Konzerne

Mindestens 1.722 Umweltschützer und Landrechtsaktivisten wurden seit 2002 getötet – Angehörige indigener Völker sind besonders stark von der Gewalt betroffen. Kaum einer der Täter wird bestraft.

Die Separatisten und der greise Autokrat

Seit 2016 schwelt im Südwesten Kameruns ein bewaffneter Konflikt zwischen Separatisten und dem autoritär geführten Zentralstaat, der mehr als eine halbe Million Menschen in die Flucht getrieben hat. Die Konfliktlinien verlaufen entlang der alten Kolonialsprachen.

Öl muss fließen

Ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wird durch die Straße von Hormus transportiert. Nun wollen die USA und Großbritannien mit einer Militärmission diesen Verkehr absichern. Deutschland und Frankreich wollen nicht mitmachen. Die Hintergründe.