Irrelevant
Das »katholische Arbeitermädchen vom Lande« war die Kunstfigur, der die Soziologen Hansgert Peisert und Ralf Dahrendorf Ende der 1960er Jahre alle Gründe für Benachteiligung anhängten, die das westdeutsche Bildungssystem jener Zeit bereithielt: Konfession, soziale Schicht, Geschlecht, ländliche Herkunft.1 Wie diese Merkmale zusammenhingen, konnten sie mit ihren Analysen jedoch nicht zeigen. Wirkte es sich tatsächlich negativ aus, wenn jemand katholisch war, oder waren Katholiken nur besonders häufig in der Arbeiterschaft und auf dem Lande anzutreffen? Peisert vermutete Letzteres: Katholiken würden deshalb in den südlichen Bundesländern (nur dort waren sie benachteiligt) niedrigere Bildungsergebnisse aufweisen, weil sie überproportional niedrigeren sozialen Schichten angehörten oder häufiger auf dem Land lebten. Andere Autoren hingegen sahen im Katholizismus selbst ein Bildungshemmnis.
SOLI
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