Zum Inhalt springen

Umweltschutz

Haare retten Meere

Von

Artikel teilen

Mauritius versucht derzeit, die Katastrophe mit den Haaren seiner Bevölkerung zu bekämpfen. Denn Haare sind perfekte Ölspeicher. Ein Kilo Menschenhaar ist in der Lage, bis zu acht Kilo Öl aus dem Wasser zu filtern. Im Gegensatz zu herkömmlich verwendeten Chemikalien sind Haare biologisch abbaubar und wiederverwendbar.

Ursprünglich machte der US-Amerikaner Phil McRory schon 1989 die Entdeckung, dass sich Haare als Fettbinder eignen. In Europa nutzt der französische Friseur Thierry Gras diese Idee: Letztes Jahr installierte seine Organisation im Hafenbecken von Cavalaire Nylonstrümpfe mit Haaren, diese filtern seitdem Motoröl und Sonnencreme aus dem Wasser. Haare können aber noch viel mehr: Sie eignen sich auch als Dünger auf Komposthaufen oder als Dämmmaterial in Häusern.

Aktuelle Ausgabe

Dieser Text erschien in der 19. Ausgabe von KATAPULT. Unterstützen Sie unsere Arbeit und abonnieren Sie das gedruckte Magazin für nur 19,90 Euro im Jahr.

KATAPULT abonnieren

Autor:innen

Neueste Artikel

Was geht in Österreich?

Sebastian Kurz war der Superstar der österreichischen Konservativen. Jetzt ist er als Bundeskanzler zurückgetreten. Gegen ihn und seine engsten Mitarbeiter wird ermittelt. Die Vorwürfe sind gravierend und zeigen, wie er mithilfe von Bestechung und Korruption an die Macht kam.

Kein Tempolimit in Deutschland

Momentan laufen die Sondierungsgespräche zwischen SPD, den Grünen und FDP. Bei Thema Tempolimit wollen die Parteien scheinbar auf Tradition setzen - und nichts verändern.

Kein Frieden in Sicht

Seit November 2020 dauert der Bürgerkrieg in Äthiopien bereits an. Eine baldige Lösung erscheint unrealistisch. Was den Konflikt so kompliziert macht.