Zum Inhalt springen

Umweltschutz

Haare retten Meere

Von

Artikel teilen

Mauritius versucht derzeit, die Katastrophe mit den Haaren seiner Bevölkerung zu bekämpfen. Denn Haare sind perfekte Ölspeicher. Ein Kilo Menschenhaar ist in der Lage, bis zu acht Kilo Öl aus dem Wasser zu filtern. Im Gegensatz zu herkömmlich verwendeten Chemikalien sind Haare biologisch abbaubar und wiederverwendbar.

Ursprünglich machte der US-Amerikaner Phil McRory schon 1989 die Entdeckung, dass sich Haare als Fettbinder eignen. In Europa nutzt der französische Friseur Thierry Gras diese Idee: Letztes Jahr installierte seine Organisation im Hafenbecken von Cavalaire Nylonstrümpfe mit Haaren, diese filtern seitdem Motoröl und Sonnencreme aus dem Wasser. Haare können aber noch viel mehr: Sie eignen sich auch als Dünger auf Komposthaufen oder als Dämmmaterial in Häusern.

Aktuelle Ausgabe

Dieser Text erschien in der 19. Ausgabe von KATAPULT. Unterstützen Sie unsere Arbeit und abonnieren Sie das gedruckte Magazin für nur 19,90 Euro im Jahr.

KATAPULT abonnieren

Autor:innen

Neueste Artikel

Laschet, Scholz oder Baerbock?

In einer Onlineumfrage wurde diese Frage gestellt: Wenn Sie die/den Bundeskanzler:in direkt wählen könnten, wem würden Sie Ihre Stimme geben? Tja. Zumindest verloren hat keine*r.

Schaden für den Staat

Durch die Cum-Ex-Geschäfte entstand dem Staat ungefähr so viel Schaden wie durch die Hochwasser-Kathastrophe im Juli 2021.
Die 20 am höchsten entwickelten Länder nahmen nur etwa 5 Prozent der gewaltsam vertriebenen Menschen auf.

Die meisten Vertriebenen flüchten innerhalb ihrer Heimatstaaten

Menschen fliehen vor Verfolgung, Krieg, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen. Die Mehrheit verlässt dabei jedoch nicht ihr Heimatland. Stattdessen geht sie in andere Teile des eigenen Staatsgebietes.