Zum Inhalt springen

Trock'ne Zahlen

Gegenüberstellung politisch motivierter Gewalt

Von

Artikel teilen

Unsere Recherche ergab eine Gesamtzahl von vier Menschen, die zwischen 1990 und 2020 durch linksmotivierte Gewalt getötet wurden.

  • Zwei davon sind der Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF) zuzuordnen: Im Juni 1993 scheiterte die Festnahme des RAF-Mitglieds Wolfgang Grams in Bad Kleinen, der dabei einen Polizisten tödlich verletzte. Bereits 1991 wurde der damalige Treuhandpräsident Detlev Rohwedder in Düsseldorf von einem Heckenschützen getötet. Zwar bekannte sich die RAF zu der Tat, aufgeklärt wurde der Mord jedoch nie.
  • 2001 erstach ein Mann in Verden den Direktor des ansässigen Arbeitsamtes. Diese Tat werteten die Behörden als linksextremistisch, weil der Täter seinen Fall zuvor über einen längeren Zeitraum in einem linken Aktionsnetzwerk verbreitet hatte.
  • Das bislang letzte Opfer linker Gewalt wurde 2014 in Nürnberg vermeldet. Zwei Täter streckten einen Mann mit einem Faustschlag ins Gesicht nieder, als dieser eine Reichkriegsflagge am Bahnhof schwenkte. Er starb infolge eines schweren Schädel-Hirn-Traumas.

Einen weiteren, umstrittenen Verdachtsfall stellt der Briefbombenanschlag auf den Senatsbaubeamten Hanno Klein dar. Daher wurde er in dieser Darstellung nicht berücksichtigt. Wir stützen uns dabei auf Angaben der Bundesregierung.

Demgegenüber zählt die Amadeu-Antonio-Stiftung 198 Todesopfer rechtsmotivierter Gewalt seit 1990 - und zwölf weitere Verdachtsfälle. Die Liste findet sich auf der Website der Stiftung.

Todesopfer rechter Gewalt

Aktuelle Ausgabe

KATAPULT ist gemeinnützig und unabhängig. Wir finanzieren uns durch Spenden und Abonnements. Unterstützen Sie unsere Arbeit und abonnieren Sie das gedruckte Magazin für nur 19,90 Euro im Jahr.

KATAPULT abonnieren

Autor:innen

Neueste Artikel

Gletscher soll gesprengt werden

Sprengen fürs Skigebiet

Nichts ist den Tirolern wichtiger als Skifahren und die Berge. Außer es geht um den Skitourismus.

Meinungsfreiheit für Faschisten?

Dürfen sich rechtsextreme Verlage wie Jungeuropa auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren? Deren Direktor Jürgen Boos meint: ja. Dabei gibt es klare Hinweise, dass bei diesem Verlag Faschismus keine Ausnahme ist.

Hügelhügelhügelhügel

Schon mal was von einem vierfachen Berg gehört?