Zum Inhalt springen

Barrierefreiheit

Es gibt Fehler auf 98 Prozent der meistbesuchten Webseiten

Artikel teilen

Die gemeinnützige Organisation WebAIM (Web Accessibility in Mind) hat im Februar 2020 die Barrierefreiheit der eine Million meistbesuchten Webseiten der Welt bewertet. Die Ergebnisse zeigen, wie unzugänglich das Internet für Menschen mit Behinderungen derzeit ist: 98,1 Prozent aller Startseiten haben messbare Hindernisse. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Niveau damit praktisch gleich geblieben. Beispiele für erkannte Mängel sind kontrastarme Texte, fehlende Alternativtexte für Bilder und fehlende Beschriftungen von Formularfeldern.

Die Studie wurde auf Basis eines internationalen Standards für barrierefreie Webinhalte (WCAG 2) durchgeführt. Wenn diese Richtlinie eingehalten wird, ist eine Webseite für Menschen mit sensorischen und motorischen Einschränkungen zugänglich – unter anderem muss sie mit einer Tastatur navigierbar sein. Für die Analyse wurde ein automatisierter Behinderungssimulator von WebAIM verwendet. Das Programm erkennt Hindernisse in der Zugänglichkeit sowie eine mangelhafte Erfüllung der Richtlinie. Nur etwa ein Viertel aller Richtlinienverstöße ist automatisiert erkennbar. Das bedeutet: Die Anzahl der Fehler liegt wahrscheinlich deutlich höher.

Aktuelle Ausgabe

Dieser Text erschien in der 18. Ausgabe von KATAPULT. Unterstützen Sie unsere Arbeit und abonnieren Sie das gedruckte Magazin für nur 19,90 Euro im Jahr.

KATAPULT abonnieren

Autor*innen

Geboren 1993, ist seit 2019 Webdesigner und Entwickler bei KATAPULT. Er hat Pharmazie studiert. Sein Hauptinteresse liegt in barrierefreien Webapplikationen.

Neueste Artikel

KATAPULT-Chef ist ein undankbares Arschloch!

Der „Übermedien“-Redaktionsleiter Jürn Kruse belügt mich mehrfach, weil er unbedingt einen Skandal über mich verbreiten möchte. So was nennt man „gotcha journalism”. Gleichzeitig möchte ich mein Verhalten in einem Punkt gerne ändern, denn durch meinen Roman sind offenbar Menschen verletzt worden.

Welche Konsequenzen für die Polizeikräfte?

Nachdem der 20-jährige Afroamerikaner Daunte Wright am Sonntag in einer Polizeikontrolle in Minnesota erschossen wurde, gehen die Proteste gegen Polizeigewalt in den USA weiter.

Schnelltests am Arbeitsplatz

Wer nicht zu Hause arbeiten kann, soll mindestens einmal in der Woche einen Corona-Schnelltest vom Arbeitgeber angeboten bekommen. Dieser muss auch die Kosten tragen.