Eine Stadt zieht um
Der Klimawandel gefährdet nicht nur ein paar Inseln und spärlich besiedelte Küsten. Auch Großstädte sind betroffen. Neben dem steigenden Meeresspiegel haben einige von ihnen noch ein weiteres Problem: Sie sinken in den Boden ein. Dieses Phänomen heißt Subsidenz und hat neben natürlichen vor allem zwei menschengemachte Ursachen: Zum einen drücken Gebäude in den weichen Untergrund. Zum anderen wurde jahrelang Grundwasser entnommen, was den Boden ebenfalls absacken lässt. So sanken Tokio und Jakarta im letzten Jahrhundert vier Meter ein, New Orleans im selben Zeitraum um etwa drei Meter.1 Sinkt die Küste, liegt der Meeresspiegel automatisch höher. Überflutungen und extreme Wetterereignisse können dann noch mehr Schaden anrichten. Retten oder aufgeben? Auch im Falle New Orleans’, wo der Hurrikan Katrina 2005 große Teile der Stadt verwüstete, stand diese Frage im Raum. Der damalige republikanische Sprecher des Abgeordnetenhauses schlug vor, Teile der Stadt sich selbst zu überlassen. Sein Argument: Es sei sinnlos, eine Stadt wiederaufzubauen, die unter dem Meeresspiegel liege.2 Die Stadt wurde entgegen diesem Vorschlag größtenteils wiederhergestellt und nicht aufgegeben. Obwohl Schutzmaßnahmen bei jüngsten Katastrophen halfen, bleibt New Orleans dennoch gefährdet.
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