Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie

Ein Pfund Hack für 2,39 Euro und einen Finger

Überschichten, unterschlagener Mindestlohn und angestellt auf Werkvertragsbasis: Die deutsche Fleischwirtschaft funktioniert, weil sie osteuropäische Arbeitskräfte ausbeutet.

von
Juli Katz
Juli Katz
Veröffentlicht am 09.04.2020
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Schlachthof Kellinghusen, Schleswig-Holstein. Der rumänische Arbeiter George B. trennt mit einer Zange Schweineköpfe ab und einmal auch vier seiner eigenen Finger. Nur drei können gerettet werden. Seine Erklärung: Er habe mehrere Stunden am Schlachtband gearbeitet, seine Zange funktionierte nicht richtig. Das habe zu Streit mit seinem Vorarbeiter und schließlich zum Unfall geführt. Sein Arbeitgeber, ein Subunternehmen, und der Fleischkonzern Tönnies bestätigen zwar den Zwischenfall. B. sei aber selbst schuld, weil er die Zange unsachgemäß verwendet habe. Der NDR berichtet und legt der staatlichen Arbeitsschutzbehörde ein Video vor, das einen Arbeiter an B.s Position zeigt. Dieser Arbeitsplatz entspreche “in keiner Weise den Anforderungen der Gesetze und Vorschriften im Arbeitsschutz", heißt es vonseiten der Behörde.1Tönnies widerspricht.2

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