Zum Inhalt springen

Brasilien

Die größte Regenwald-Aufforstung der Welt

Von

Artikel teilen

Eigentlich sollten nach Berechnungen der Weltbank bis 2025 etwa 75 Prozent des brasilianischen Regenwaldes dauerhaft verloren sein. Ein Riesenprojekt der Non-Profit-Organisation »Conservation International« möchte das verhindern und pflanzt in den nächsten sechs Jahren 73 Millionen Bäume im Amazonasregenwald. Die Wiederaufforstung findet auf einem Gebiet statt, das etwa 300 Quadratkilometer groß ist - in Fußballfeldern: 42.000. Nach eigenen Angaben ist es das größte Aufforstungsprojekt der Welt. Es hat viele Unterstützer gefunden, darunter die Weltbank, das brasilianische Umweltministerium und die Globale Umweltfazilität, eine weltweite Organisation mit 183 Mitgliedstaaten.

Die Kehrseite: Allein in Brasilien wurden in den Jahren 2005 bis 2014 pro Minute durchschnittlich etwa zwei Fußballfelder an Regenwaldfläche gerodet. Die Wiederaufforstung ist also im Vergleich zur bereits durchgeführten Rodung winzig. Dennoch könnte gerade mit solchen Projekten eine Trendwende eingeleitet werden.

Aktuelle Ausgabe

Dieser Beitrag erschien in der achten Ausgabe von KATAPULT. Unterstützen Sie unsere Arbeit und abonnieren Sie das gedruckte Magazin für nur 19,90 Euro im Jahr.

KATAPULT abonnieren

Autor:innen

Neueste Artikel

Wahlergebnisse der Fidesz und der MSZP in Ungarn

Orbáns enttäuschte Arbeiter

1989 bricht in Ungarn der Staatssozialismus zusammen, die Gesellschaft sehnt sich nach Wohlstand. Der bleibt aber aus. Stattdessen wird ein Großteil der Industrie vernichtet. Viele verlieren ihre Arbeit und geben den Linken die Schuld. Seitdem herrscht der Autokrat Viktor Orbán.
Gletscher soll gesprengt werden

Sprengen fürs Skigebiet

Nichts ist den Tirolern wichtiger als Skifahren und die Berge. Außer es geht um den Skitourismus.

Meinungsfreiheit für Faschisten?

Dürfen sich rechtsextreme Verlage wie Jungeuropa auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren? Deren Direktor Jürgen Boos meint: ja. Dabei gibt es klare Hinweise, dass bei diesem Verlag Faschismus keine Ausnahme ist.