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Stasi

DDR-Überwachung wirkt bis heute nach

Auch noch Jahrzehnte nach dem Mauerfall verursachen die Aktivitäten der DDR-Staatssicherheit ein wirtschaftliches und soziales Ost-West-Gefälle: geringeres Einkommen, höhere Arbeitslosigkeit, seltener selbständig und mitunter nachhaltig traumatisiert. Das gilt selbst für diejenigen, die den Osten bereits direkt nach der Wende verlassen haben. Dieser Effekt ist dort besonders hoch, wo es viele Spitzel gab.

vonAnna Hansen und Patricia Haensel
Veröffentlicht am 29.12.2022
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Unter Spitzeln zu leben, bedeutete in der DDR: ein Leben mit begrenzter persönlicher Freiheit und unter ständiger Beobachtung und Beurteilung der wachsamen Staatsbeamt:innen und ihrer Informant:innen. Die Unterdrückungspolitik des SED-Regimes setzte vor allem auf stillschweigende Überwachung und weniger auf offene Verfolgung. Dafür errichtete die Regierung mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) eines der größten und dichtesten Überwachungsnetzwerke aller Zeiten. In keinem anderen Land gab es – gemessen an seiner Einwohnerzahl – jemals mehr Spione als in der DDR.1

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