Das fünfte Mal Netanjahu und das Ende der Zweistaatenlösung
Netanjahus rechtskonservative Partei “Likud” (“Zusammenschluss”) gewann bei der Wahl am 9. April 35 der 120 Sitze in der Knesset, dem Parlament Israels. Sein stärkster Konkurrent war der ehemalige Generalstabschef des israelischen Militärs, Benjamin Gantz. Der ist Politikneuling und lässt sich ebenfalls dem konservativen Lager zuordnen. Er erreichte mit seinem neu gegründeten Mitte-Rechts-Bündnis “Kachol Lavan” (“Blau Weiß”) ebenfalls 35 Sitze. Netanjahu wird, anders als Gantz, jedoch von einer Reihe rechtsextremer und rechts-religiöser Splitterparteien unterstützt und kommt so auf die nötige Parlamentsmehrheit. Der israelische Präsident und Parteikollege Reuven Rivlin beauftragte Netanjahu deshalb am Tag nach der Wahl mit der Regierungsbildung. Diese kann sich aufgrund der vielen in der Knesset vertretenen Parteien jedoch über längere Zeit hinziehen.