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Studie

Besseres Lernen mit Büchern

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Studie: »Reading across mediums: effects of reading digital and print texts on comprehension and calibration« von Lauren M. Singer und Patricia A. Alexander (März 2016)

Kurz: Die Studie zeigt, dass Schüler bessere Lernerfolge erzielen, wenn sie mit Büchern statt mit Monitoren lernen.

Schüler wachsen heute mit digitalen Geräten auf. Sie kennen Smartphones, Tablets und Computer spätestens, wenn sie zur Schule gehen, denn die investiert in Elektronik. Lernen Schüler dadurch besser? Nein.

Sie lernen sogar schlechter. Das haben Wissenschaftlerinnen der University of Maryland herausgefunden. Für die Studie mussten Schüler eine Seite auf einem Monitor lesen und eine weitere auf einem Platt Papier. Nachdem die Schüler beide Seiten gelesen hatten, bekamen sie drei Aufgaben: Beschreibe die Hauptaussage des Textes, nenne Schlüsselpunkte des Texte und beschreibe einen weiteren inhaltlichen Punkt, der dir einfällt.

Danach sollten die Schüler zunächst selbst einschätzen, mit welchem Medium sie den Inhalt besser verstanden hatten. Die Mehrheit der Schüler vermutete, dass sie durch digitale Geräte besser verstehen würden. Das allgemeine Verständnis war hier jedoch schlechter und auch die Lesezeit fiel im Digitalen höher aus. Für allgemeine Fragen, wie der nach der Hauptaussage des Textes, war die Medienwahl unerheblich. Das tiefere Textverständnis jedoch wurde durch das Lesen auf einem Blatt Papier erhöht.

Dieser Beitrag erschien in der achten Ausgabe von KATAPULT. Unterstützen Sie unsere Arbeit und abonnieren Sie das gedruckte Magazin für nur 19,90 Euro im Jahr.

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