Tatort
Treuhand
Veröffentlicht am 19.02.2026
Den Ruf als Skandalbehörde verdankt die Treuhandanstalt nicht zuletzt spektakulären Betrugsfällen. Tatort Halle: Als erste der 15 regionalen Geschäftsstellen meldete die Saalestadt 1992 ihren Auftrag als erfüllt, das DDR-Volkseigentum zu privatisieren. Positiv blieb diese Meldung nicht. Zahlreiche Privatisierungen waren von Korruption, Betrug und Insiderhandel betroffen. Auch der Leiter der Behörde, Sven-Thomas Andreas, war involviert: Als Direktor genehmigte er Verkäufe deutlich unterhalb des eigentlichen Werts der Betriebe, dafür erhielt er Schmiergelder in Millionenhöhe. Für ihn endete die Treuhandzeit mit fünf Jahren Haft.1