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Protokolle

Seenotrettung

Im Jahr 2018 übernimmt Libyen die Verantwortung für eine Search-and-Rescue-Zone im Mittelmeer. Die Aufgabe: Rettungseinsätze zu koordinieren – also Notrufe entgegennehmen und die Bergung der Personen organisieren. Auch Seenotrettungsorganisationen, die einen Rettungsfall entdecken, sind verpflichtet, die entsprechenden Behörden anzurufen. Für in Seenot geratene Menschen ist das schnelle Handeln dieser Koordinierungszentren überlebenswichtig. Daher müssen die Rettungsleitstellen bestimmte Auflagen erfüllen: geeignete Mittel zur Kommunikation und Koordination, 24-stündige Verfügbarkeit, Englisch sprechendes Personal. Doch private Seenotrettungsorganisationen berichten übereinstimmend, dass das libysche »Joint Rescue Coordination Center« (JRCC) in Tripolis gegen die offiziellen Auflagen systematisch verstößt.

Veröffentlicht am 17.12.2020
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Auch andere Leitstellen, wie die in Malta, kooperieren häufig nicht ausreichend mit den zivilen Seenotrettern. Dadurch kommt es teils zu stunden- und tagelangen Verzögerungen bei den Einsätzen – manchmal mit tödlichen Folgen für die Schiffbrüchigen. Die hier abgedruckten Protokolle von Gesprächen zwischen Sea-Watch und den libyschen und maltesischen Rettungsleitstellen geben einen Eindruck der Problematik. 

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