Politikskandal

Amthors Lobbyismus-Affäre

Viele Konservative sahen in Philipp Amthor die Zukunft der CDU. Jetzt wird ihm vorgeworfen, käuflich zu sein.

von
Julius Gabele
Julius Gabele
Veröffentlicht am 19.06.2020
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„Konservative Politik beginnt damit, dass man sich anständig benimmt“, sagte Philipp Amthor in einem Interview Anfang des Jahres.1 Jetzt ist er in einen politischen Skandal verwickelt. Der Vorwurf: Lobbyismus und Käuflichkeit. Amthor gab an, neben seiner Abgeordnetentätigkeit (seit 2017 im Bundestag) schon zuvor als freier Mitarbeiter für die Wirtschaftskanzlei White & Case gearbeitet zu haben. Dafür soll er seinen Angaben zufolge monatlich zwischen 1.000 und 3.500 Euro erhalten haben. Zudem sitzt er bei der US-amerikanischen Kapitalgesellschaft Augustus Intelligence im Aufsichtsrat. Diese entwickelt angeblich Technologien im Bereich Künstlicher Intelligenz und Gesichtserkennung. Allerdings gibt es laut Berichten des “Spiegels” keine Produkte, keine Kunden und keine Umsätze.2Das dubiose Unternehmen ist bereits durch unklare Finanzierungspraktiken aufgefallen.3 Zudem ist die Firma Mandant von Amthors Kanzlei White & Case. Die Rolle des CDU-Politikers in der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen ist unklar. Seinen Angaben zufolge bestehe in seiner Tätigkeit für die Kanzlei kein Zusammenhang zu Augustus Intelligence.4

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