Strike culture
Ssshhhh we are going on strike
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…, outside of working hours and as quiet as possible please. In Germany there is a lot of grumbling going on. However, until the Germans go on strike and stand up for their rights... which could take a while – nothing will change. A commentary by TIM EHLERS



Translated by Gunnar Ahrens and Christine Crawford.

The GDL1 is mobilising, to demand higher wages for the Deutsche Bahn and to hit rail passengers hard, where it hurts most. At least it seems like that, if you believe public perception: Commuters and passengers are unnerved and unsympathetic towards the strike leaders. – The strike is called into question generally.

Why don't Germans have an understanding of rebellion? Is it because of the current power struggle between the unions? Or is this lack of understanding based on a much deeper rooted phenomenon?

In 2010, at the ripe old age of 93, former French Resistance fighter and essayist, Stéphane Hessel wrote and published his book: "Time for Outrage!", urging everyone to engage with their lives to the full and to stand up for their rights.2 As the German's Lenin once analogously said, no one would set foot onto a platform, without having first purchased a ticket.3 Tacitus commented on the strange docility of the Germans, likening it to the gambling ways of the Teutons and a peculiar dice game: "The loser goes into voluntary servitude; and, though the youngest and strongest, patiently suffers himself to be bound and sold. Such is their obstinacy in a bad practice – they themselves call it honor."4

Where does this docile loyalty towards the establishment come from? Is it a myth? It is very clear: Only certain individuals in organisations can actually go on strike , as they have to be extremely organised and key influencers or decision-makers. In the case of "Deutsche Bahn" it is the train drivers who are in the key positions to strike and the economic effects of their strike are particulary high, which greatly increases public attention.

The figures look like this: Strikes accounted for 90% of the 97% working days lost within Germany's service sector in 2014.5 According to the Federal Employment Agency's strike statistics, the most working days were lost in the following sectors: agriculture (approx. 44.000), telecommunications (approx. 25.000), retail (approx. 22.000), public administration (approx. 20.000) and aviation (approx. 19.000). – Smaller scale strikes were evident in the following sectors: facilities management (284) and artistic/creative (167).6

Compared with international standards, Germany's willingness to participate in labour disputes is relatively low: According to the Hans Böckler Foundation Report, Germany has an average of only 16 days lost per 1,000 employees, from 2005 to 2013, which is much lower in comparison. For example, during the same period, France lost 139 days.In relation to the potential for wage increases, countries which have a higher number of strikes, also see wages increase faster.7

Therefore, strikes appear to be well worth it. So, perhaps Germany needs to not only develop an understanding of the need to increase strikes, but also to encourage people to stand up for their rights.





[1] The "Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer" (GDL) is a German engine-driver's union.
[2] Cf. Hessel, Stéphane: Time for Outrage!, London 2011.
[3] In truth, the origin of the phrase is unknown, cf. URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte/D#Deutsche_Revolution.C3.A4re_besetzen
_einen_Bahnhof_erst_nach_Kauf_einer_Bahnsteigkarte
, 05.05.2015.
[4] Publius Cornelius Tacitus: Germania, chap. 24, cf. e.g. URL: http://ancienthistory.about.com/od/europe/l/bl_text_Tacitus_Germania.htm, 05.05.2015.
[5] Hans-Böckler-Stiftung (ed.): WSI-Arbeitskampfbilanz 2014 (04.03.2015), URL: http://www.boeckler.de/52621_53237.htm, 05.05.2015.
[6] Bundesagentur für Arbeit (ed.): Streikstatistik 2014, cf. URL: http://statistik.arbeitsagentur.de/nn_31970/SiteGlobals/Forms/Rubrikensuche/Rubrikensuche_Form.html?view=processForm&resourceId=210368&input_=&pageLocale=de&topicId=17378&year_month=201412&year
_month.GROUP=1&search=Suchen
, 05.05.2015.
[7] Further reading on the potential for wage increases e.g. under URL: http://www.boeckler.de/MB_2012_05_Lohnentwicklung_in_Zahlen.pdf, 05.05.2015.



06.05.2015

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1 - 10 11 - 16

Comments


Michael   19:22 Uhr 10.05.2015

Lieber anderer Michael,

"Argumentiert die GDL denn mit dem Hinweise auf zu wenig Lohn? Ich habe dieses Argument bisher nicht in der Diskussion wahrgenommen."
Ihre Antwort finde ich überraschend. Es wäre aber interessanter, wenn Sie etwas konkreter beschreiben würden, was Sie mit "Diskussion" meinen.
M.S.: Ich vermeide es mich mit Ihnen in der Frage, was eine Diskussion ist, auseinanderzusetzen. Ansonsten unterhalten wir uns über Definitionen, die ja weder falsch noch richtig, sondern nur hilfreich und weniger hilfreich sein können. Und: Ja ich habe es verstanden. Es ist ein Kommentar!


"Ist diese, ist Ihre Betrachtung in diesem Kommentar gegeben?"
Diese Frage ist so offen, dass ich, ehrlich gesagt nicht genau wüsste, was ich darauf antworten soll. Es sei denn Sie meinen... Aber das glaube ich nicht...
M.S.: Was Sie glauben, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob Sie alles ehrlich meinen, was Sie hier schreiben, aber Ihre Schlussfolgerungen sind für mich immer überraschend und wesentlich lesenswerter als der Kommentar an sich. In jedem Fall, schon aus Prinzip: Nein!

"Wenn das Magazin mit dem Anspruch auftritt sozialwissenschaftlich zu argumentieren, dann ist dieser Anspruch hier nicht erfüllt. Mancur Olson lässt grüßen."
Dass der Artikel als Kolumne betrachtet werden soll, haben mehrere meiner Vorschreiber erwähnt, nicht zuletzt auch der Autor. Fast bin ich versucht, "Schöne Grüße zurück" hinzuzufügen.
M.S.: Grüßen Sie also zurück? Genau, es ist ein Kommentar. Ich habe es verstanden. Ich h-a-b-e es verstanden. Für mich trotzdem ein qualitativ schlechter seiner Art. Upps.

"Ich könnte auch Italien oder Griechenland als Beispiel nehmen. Bleibt ihr Argument valide?"
Könnten Sie. Das wäre aber genauso an der Tatsache vorbei, dass wir über eine Kolumne reden, worin am Rande einer Infografik kommentiert wird, die nicht vom Autor erstellt wurde. Vorlage ist also nicht ein sozialwissenschaftliches Referat. Mal angenommen das alles würde so stimmen: Bliebe Ihr Argument dann auch valide?
M.S.: OjOj, hier vertun Sie sich aber. Das wissen Sie auch. Die Infografik ist schlicht falsch. Ob Sie es zugeben oder nicht. Mein Argument bleibt valide. Wobei, der Autor hat keine Schuld. Er ist ja Kommentator.

"Und warum so aggressiv?"
Kam das so rüber, oder ist das eine rhetorische Frage, als Reviermarkierung?
M.S.: Nein, mein Revier ist markiert. Wobei lange Zeit bin ich nicht in Greifswald gewesen. Es freut mich, dass kritische Köpfe nachwachsen. Ja, es ist eine rhetorische Frage gewesen. Hätte ich auf diese antworten sollen, oder auch nicht? Siehe Ihre Definition von "Kommentar". Übrigens, es ist ein Kommentar.

"Ich selbst wohne in Osteuropa und habe eine andere Blickweise als Sie. Bevor Sie über Rumänien oder Ungarn urteilen, sollten Sie vielleicht mal dorthin fahren. Ganz interessant ist, dass Sie nicht auf den Hinweis eingehen, dass das, was im Text steht, nicht mit der Infografik übereinstimmt. Dafür könnten Sie mich doch mal loben, oder nicht?"
Sie denken, hinfahren würde mich zum Kenner machen? Heißt das im Umkehrschluß, dass Sie in Osteuropa wohnen weil Sie dort gerade Urlaub machen?
Das mit dem Loben habe ich wieder verworfen, wohl ahnend, dass Ihnen bestimmt eine Menge Lob in qualifizierterem Umfeld zugetragen wird.
M.S.: Sie sind also kein Kenner. Nein, ich mache kein Urlaub, arbeite in Polen, spreche Polnisch und Bulgarisch. Mein Stipendium des DAAD ermöglichte mir ein Aufenthalt in Bulgarien. Seit kurzem bin ich gar mit einer Polin verheiratet. Falls Sie hier Urlaub machen wollen, ich lade Sie wirklich gern ein.
Auf Ihr Lob lege ich es nun wirklich nicht an. Da ist mir das Lob meiner Schwiegermutter wichtiger.

"- Die Schlüsselfrage, sprich: Warum soll man streiken? Wird nur gestreift und auf eine weitere Veröffentlichung verwiesen.
Ich wäre enttäuscht gewesen, wenn der Autor mir auch gleich die Definition eines Streiks, oder der Zweck von Protest im Allgemeinem mitgegeben hätte. Es hätte mich zu sehr an "Die Sendung mit der Maus" erinnert... M.S.: Augenscheinlich sind Sie nicht mit der Formulierung sozialwissenschaftlicher Fragestellung vertraut. Denn dann würden Sie wissen, dass die Antworten auf "Warum"-Fragen den Kern der sozialwissenschaftlichen Disziplinen ausmachen. Vielleicht bleiben Sie aber bei Ihren "Was" und "Wie"- Fragen. Dann sollten Sie sich vielleicht den Geschichtswissenschaften zuwenden. Die scheinen Sie ja außerordentlich zu interessieren."
Ich sehe weder einen Grund um gehässig zu werden, noch einen um zu suggerieren, dass man ohne mit sozialwissenschaftlichen Formulierungen vertraut zu sein, lieber den Mund halten soll.
Ich bin mir aber sicher, dass sie nicht beleidigend wirken wollten, auch wenn Ihre Formulierungen diese Interpretation nahe zu legen vermocht hätten. Wie Sie sehen können, ist das Ignorieren der "Was" oder "Wie"- Fragen (hierauf bezogene Beispiele wären: 'Was will ich genau sagen' oder 'Wie formuliere ich das was ich schreibe, so wie ich es meine') auch kein Königsweg.
Hätte ich wiederum, Ihrem Modell folgend, nur nach dem "Warum" gefragt, wäre dieser überaus konsistente und konstruktive Dialog möglicherweise anders oder gar nicht zustande gekommen.
M.S.: Vielleicht oder möglicherweise gar nicht. Aussagen eines Geschichtswissenschaftlers? :)


Lieber Benjamin Friedrich,

1, Ja ein Kommentar. Und? Kommentar gefällt mir nicht. Und?

2, Keine Daten? Bezweifele ich ernsthaft. Eine rhetorische Frage: Haben Sie nur auf Sekundärdaten zurückgegeben oder möglicherweise per Mail die entsprechenden Stellen kontaktiert? In jedem Fall sollte der Titel geändert werden oder aber der Fakt, dass keine Daten erhalten sind in die Infografik eingearbeitet werden.

Anyway!

Mit freundlichen Grüßen aus dem bewölkten Warszawa,
Michael Steinke.





Ein anderer Michael   13:01 Uhr 10.05.2015

"Argumentiert die GDL denn mit dem Hinweise auf zu wenig Lohn? Ich habe dieses Argument bisher nicht in der Diskussion wahrgenommen."
Ihre Antwort finde ich überraschend. Es wäre aber interessanter, wenn Sie etwas konkreter beschreiben würden, was Sie mit "Diskussion" meinen.

"Ist diese, ist Ihre Betrachtung in diesem Kommentar gegeben?"
Diese Frage ist so offen, dass ich, ehrlich gesagt nicht genau wüsste, was ich darauf antworten soll. Es sei denn Sie meinen... Aber das glaube ich nicht...

"Wenn das Magazin mit dem Anspruch auftritt sozialwissenschaftlich zu argumentieren, dann ist dieser Anspruch hier nicht erfüllt. Mancur Olson lässt grüßen."
Dass der Artikel als Kolumne betrachtet werden soll, haben mehrere meiner Vorschreiber erwähnt, nicht zuletzt auch der Autor. Fast bin ich versucht, "Schöne Grüße zurück" hinzuzufügen.

"Ich könnte auch Italien oder Griechenland als Beispiel nehmen. Bleibt ihr Argument valide?"
Könnten Sie. Das wäre aber genauso an der Tatsache vorbei, dass wir über eine Kolumne reden, worin am Rande einer Infografik kommentiert wird, die nicht vom Autor erstellt wurde. Vorlage ist also nicht ein sozialwissenschaftliches Referat. Mal angenommen das alles würde so stimmen: Bliebe Ihr Argument dann auch valide?

"Und warum so aggressiv?"
Kam das so rüber, oder ist das eine rhetorische Frage, als Reviermarkierung?

"Ich selbst wohne in Osteuropa und habe eine andere Blickweise als Sie. Bevor Sie über Rumänien oder Ungarn urteilen, sollten Sie vielleicht mal dorthin fahren. Ganz interessant ist, dass Sie nicht auf den Hinweis eingehen, dass das, was im Text steht, nicht mit der Infografik übereinstimmt. Dafür könnten Sie mich doch mal loben, oder nicht?"
Sie denken, hinfahren würde mich zum Kenner machen? Heißt das im Umkehrschluß, daß Sie in Osteuropa wohnen weil Sie dort gerade Urlaub machen?
Das mit dem Loben habe ich wieder verworfen, wohl ahnend, dass Ihnen bestimmt eine Menge Lob in qualifizierterem Umfeld zugetragen wird.

"- Die Schlüsselfrage, sprich: Warum soll man streiken? Wird nur gestreift und auf eine weitere Veröffentlichung verwiesen.
Ich wäre enttäuscht gewesen, wenn der Autor mir auch gleich die Definition eines Streiks, oder der Zweck von Protest im Allgemeinem mitgegeben hätte. Es hätte mich zu sehr an "Die Sendung mit der Maus" erinnert... M.S.: Augenscheinlich sind Sie nicht mit der Formulierung sozialwissenschaftlicher Fragestellung vertraut. Denn dann würden Sie wissen, dass die Antworten auf "Warum"-Fragen den Kern der sozialwissenschaftlichen Disziplinen ausmachen. Vielleicht bleiben Sie aber bei Ihren "Was" und "Wie"- Fragen. Dann sollten Sie sich vielleicht den Geschichtswissenschaften zuwenden. Die scheinen Sie ja außerordentlich zu interessieren."
Ich sehe weder einen Grund um gehässig zu werden, noch einen um zu suggerieren, dass man ohne mit sozialwissenschaftlichen Formulierungen vertraut zu sein, lieber den Mund halten soll.
Ich bin mir aber sicher, dass sie nicht beleidigend wirken wollten, auch wenn Ihre Formulierungen diese Interpretation nahe zu legen vermocht hätten. Wie Sie sehen können, ist das Ignorieren der "Was" oder "Wie"- Fragen (hierauf bezogene Beispiele wären: 'Was will ich genau sagen' oder 'Wie formuliere ich das was ich schreibe, so wie ich es meine') auch kein Königsweg.
Hätte ich wiederum, Ihrem Modell folgend, nur nach dem "Warum" gefragt, wäre dieser überaus konsistente und konstruktive Dialog möglicherweise anders oder gar nicht zustande gekommen.





Der andere Michael   11:51 Uhr 10.05.2015

Lieber Bernd Friedrich,

ich könnte mir vorstellen, dass Sie die Michaels verwechselt haben, beim adressieren Ihrer Antwort... :)





Michael   14:00 Uhr 09.05.2015

Streikgrund ist weniger die fehlende Bereitschaft zur Lohnerhöhung, als vielmehr das Tarifeinheitsgesetz
Implizieren Sie, dass die Arbeitgeber wollten, wenn sie könnten? M.S.: Richtig geschlussfolgert. Gratulation. Argumentiert die GDL denn mit dem Hinweise auf zu wenig Lohn? Ich habe dieses Argument bisher nicht in der Diskussion wahrgenommen.

- Woher kommt die These, dass den Deutschen das Verständnis für den Streik fehlt?
Für meinen Teil, genügt eine oberflächliche Betrachtung dessen was hauptsächlich nach 1998 dem Deutschen Volk zugemutet wurde, ohne dass auch nur Ansatzweise eine Gegenbewegung aus den Reihen der Gewerkschaften vernehmbar gewesen wäre. Einige wenige Stichworte wären: Soziale Implikationen von Krieg, Hartz-Gesetze, Einschränkung von Menschenrechten, Überwachung, Datenschutz. M.S.: Ist diese, ist Ihre Betrachtung in diesem Kommentar gegeben?

- Wo ist hier eigentliche der sozialwissenschaftliche Bezugspunkt? Was wird hier sozialwissenschaftlich betrachtet und wie wird sozialwissenschaftlich argumentiert? Mit Bonmots von Lenin und Tacitus?
Meinen Sie, dass weder Lenin noch Tacitus sozalwissenschaftlich qualifiziert sind, weil sie kein entsprechendes Diplom haben? Wenn ja, mag sein dass Sie recht haben. M.S.: Fühlen Sie sich etwa auf die Füße getreten? Wenn das Magazin mit dem Anspruch auftritt sozialwissenschaftlich zu argumentieren, dann ist dieser Anspruch hier nicht erfüllt. Mancur Olson lässt grüßen.

- Die Infografik trägt den Titel "Streik in Europa". Wie viele Streiktage gibt es denn in Ungarn oder Rumänien? Zwei Mitgliedsstaaten der EU.
Ist das eine indirekte Kritik an die dortigen Demokratischen Verhältnisse, oder eine Größenordnung die Sie der Deutschen Demokratie als Vergleichsgröße zubilligen? M.S.: Ich könnte auch Italien oder Griechenland als Beispiel nehmen. Bleibt ihr Argument valide? Und warum so aggressiv? Ich selbst wohne in Osteuropa und habe eine andere Blickweise als Sie. Bevor Sie über Rumänien oder Ungarn urteilen, sollten Sie vielleicht mal dorthin fahren. Ganz interessant ist, dass Sie nicht auf den Hinweis eingehen, dass das, was im Text steht, nicht mit der Infografik übereinstimmt. Dafür könnten Sie mich doch mal loben, oder nicht?

- Die Schlüsselfrage, sprich: Warum soll man streiken? Wird nur gestreift und auf eine weitere Veröffentlichung verwiesen.
Ich wäre enttäuscht gewesen, wenn der Autor mir auch gleich die Definition eines Streiks, oder der Zweck von Protest im Allgemeinem mitgegeben hätte. Es hätte mich zu sehr an "Die Sendung mit der Maus" erinnert... M.S.: Augenscheinlich sind Sie nicht mit der Formulierung sozialwissenschaftlicher Fragestellung vertraut. Denn dann würden Sie wissen, dass die Antworten auf "Warum"-Fragen den Kern der sozialwissenschaftlichen Disziplinen ausmachen. Vielleicht bleiben Sie aber bei Ihren "Was" und "Wie"- Fragen. Dann sollten Sie sich vielleicht den Geschichtswissenschaften zuwenden. Die scheinen Sie ja außerordentlich zu interessieren.





Benjamin Fredrich   14:00 Uhr 09.05.2015

Lieber anderer Michael,

„Wo ist hier eigentliche der sozialwissenschaftliche Bezugspunkt? Was wird hier sozialwissenschaftlich betrachtet und wie wird sozialwissenschaftlich argumentiert? Mit Bonmots von Lenin und Tacitus?„

Das ist ein Kommentar

„Die Infografik trägt den Titel "Streik in Europa". Wie viele Streiktage gibt es denn in Ungarn oder Rumänien? Zwei Mitgliedsstaaten der EU. Ist das eine indirekte Kritik an die dortigen Demokratischen Verhältnisse, oder eine Größenordnung die Sie der Deutschen Demokratie als Vergleichsgröße zubilligen?„

Es gibt keine Daten. Wenn du welche hast, her damit.

Beste Grüße, Benjamin Fredrich





Teodor Webin   10:54 Uhr 09.05.2015

An die Vorredner: Bitte zu bedenken: Das ist ein Kommentar, kein wissenschaftlicher Aufsatz. Und dafür ist der Anspruch sehr gut, weder ist der Beitrag besonders polemisch, noch wissenschaftlich falsch. Denn in der Tat: Je mehr Streik, desto höher die Löhne. In deutschland ist der Trend seit den 1990er Jahren andersrum. Und das in Deutschland wenig gestreikt wird, ist keineswegs ein neues Phänomen!





Ein anderer Michael   20:49 Uhr 08.05.2015

- Streikgrund ist weniger die fehlende Bereitschaft zur Lohnerhöhung, als vielmehr das Tarifeinheitsgesetz
Implizieren Sie, dass die Arbeitgeber wollten, wenn sie könnten?

- Woher kommt die These, dass den Deutschen das Verständnis für den Streik fehlt?
Für meinen Teil, genügt eine oberflächliche Betrachtung dessen was hauptsächlich nach 1998 dem Deutschen Volk zugemutet wurde, ohne dass auch nur Ansatzweise eine Gegenbewegung aus den Reihen der Gewerkschaften vernehmbar gewesen wäre. Einige wenige Stichworte wären: Soziale Implikationen von Krieg, Hartz-Gesetze, Einschränkung von Menschenrechten, Überwachung, Datenschutz.

- Wo ist hier eigentliche der sozialwissenschaftliche Bezugspunkt? Was wird hier sozialwissenschaftlich betrachtet und wie wird sozialwissenschaftlich argumentiert? Mit Bonmots von Lenin und Tacitus?
Meinen Sie, dass weder Lenin noch Tacitus sozalwissenschaftlich qualifiziert sind, weil sie kein entsprechendes Diplom haben? Wenn ja, mag sein dass Sie recht haben.

- Die Infografik trägt den Titel "Streik in Europa". Wie viele Streiktage gibt es denn in Ungarn oder Rumänien? Zwei Mitgliedsstaaten der EU.
Ist das eine indirekte Kritik an die dortigen Demokratischen Verhältnisse, oder eine Größenordnung die Sie der Deutschen Demokratie als Vergleichsgröße zubilligen?

- Die Schlüsselfrage, sprich: Warum soll man streiken? Wird nur gestreift und auf eine weitere Veröffentlichung verwiesen.
Ich wäre enttäuscht gewesen, wenn der Autor mir auch gleich die Definition eines Streiks, oder der Zweck von Protest im Allgemeinem mitgegeben hätte. Es hätte mich zu sehr an "Die Sendung mit der Maus" erinnert...





Berthold   18:39 Uhr 08.05.2015

die faz titelt ähnliches:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/streiks-bei-bahn-und-lufthansa/bahnstreik-gdl-mitglieder-haben-keine-lust-auf-streik-13581539.html





Hartmut Theden   13:11 Uhr 07.05.2015

Stimmt, Sie haben vollkommen Recht! Es wird zu wenig gestreikt. Hätte der DGB und sein damaliger Vorsitzender Sommer zum Generalstreik aufgerufen und damit zum zivilen Ungehorsam, wäre uns Hartz IV und die Folgen erspart geblieben.





B. F. Fertig   19:31 Uhr 06.05.2015

Erstmal vielen Dank für den interessanten Diskussionsanreiz.
Ich finde den Beitrag in so fern verbesserungswürdig, als denkst die systemischen Unterschiede gar nicht gewürdigt werden. Der Korporatismus Österreichs bringt gt es mit sich, dass die Streiks nahe null liegen und dennoch gute Lohnabschlüsse erzielt werden. Dass der kurze Beitrag hierbei nicht alles erfassen kann ist natürlich klar, doch um zu einer konstruktiven Debatte anzustoßen wäre zumindest die koponente der jeweiligen sozialpartnerschaftliche Arrangements wichtig gewesen, da an diesem Aspekt die Diagnose des Textes steht oder fällt. Denn nur unter Berücksichtigung der jeweiligen Tarifverhandlungsabläufe kann man den Schluss ziehen, wie effizient Streiks letztlich sind. Folgt man dem Text zusammen mit der Karte wären Österreich (aber auch die Schweiz) ein Niedriglohnland.
Beste Grüße,
B. F. Fertig



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