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Drogenpolitik

Cannabis legalisieren, Drogenkartelle schwächen

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Ein entsprechendes Gesetz wird sehr wahrscheinlich noch im April vom mexikanischen Senat verabschiedet werden. Präsident Andres Manuel López Obrador hat bereits verlauten lassen, dem Beschluss seine Zustimmung geben zu wollen. Das mexikanische Unterhaus hatte dem Entwurf bereits Anfang März zugestimmt.

Bislang war es Mexikaner:innen erlaubt, bis zu fünf Gramm Cannabis mit sich zu führen, ohne hierfür mit Strafen rechnen zu müssen. Nun sollen bis zu 28 Gramm erlaubt sein. Zudem soll es Privatpersonen zukünftig mit einer amtlichen Erlaubnis möglich sein, bis zu acht Cannabis-Pflanzen für den Privatgebrauch anzubauen.

Befürworter:innen des Gesetzes erhoffen sich mehrere positive Auswirkungen. Zum einen könne die Legalisierung dem mittelamerikanischen Staat wirtschaftlich nutzen. Zum anderen würde den mächtigen Drogenkartellen auf diese Weise eine lukrative Einnahmequelle verloren gehen. Und schließlich würden vor allem junge Konsument:innen aus der Illegalität geholt. In einer weiteren Hinsicht bremsen Expert:innen jedoch übermäßig große Hoffnungen. So werde die Gang- und Kartellgewalt durch eine Legalisierung von Cannabis aller Wahrscheinlichkeit nicht zurückgehen. Der Grund: Gewalt und Morde stehen mittlerweile viel mehr in Zusammenhang mit dem Verkauf von Kokain und Heroin als mit Marihuana.

Gegner:innen der Legalisierung weisen zudem darauf hin, dass das Gesetz, das auch den kommerziellen Verkauf im In- und Ausland regeln soll, kleine Farmer gegenüber großen Unternehmen benachteiligen würde.

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Footnotes

  1. Lopez, Oscar: Mexico Set to Legalize Marijuana, Becoming World's Largest Market, auf: nytimes.com (10.3.2021).
  2. CNN (Hg.): The fight to legalize Cannabis in Mexico, auf: cnn.com (30.3.2021).
  3. Ebd.
  4. Lopez: Mexico.

Authors


Tobias Müller
geboren 1986, ist seit 2020 Redakteur bei KATAPULT. Er hat Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg und Greifswald studiert und wurde mit einer Arbeit im Bereich politische Ideengeschichte promoviert. Zu seinen Schwerpunkten zählen die deutsche Innenpolitik sowie Zustand und Entwicklung demokratischer Regierungssysteme.

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