Trock'ne Zahlen



In den ersten drei Monaten nach Beginn der ersten Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus hatten 44 Prozent der antisemtischen Vorfälle einen inhaltlichen Bezug zur Covid-19-Pandemie. Ein Beispiel: In einem Supermarkt zeigte ein Kunde auf einen Mann, der einen Beutel und eine Kette mit Davidstern trug, und sagte "Die waren das mit dem Virus." Das berichtet der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus. Andere antisemitische Vorfälle sind erst durch die Kontaktbeschränkungen möglich geworden - etwa das Hacken von jüdischen Gottesdiensten, die online abgehalten wurden.

Quelle: Bundesverband RIAS (Hg.): Antisemitismus im Kontext der Covid-19-Pandemie, auf: report-antisemitism.de, Berlin 2020, S. 14.

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14.09.2020
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