Zum Inhalt springen

Migration

Artikel (40)

US-Zwischenwahlen: Welches Thema war für die Wahlentscheidung am wichtigsten? Republikaner: Inflation 45 Prozent, Schwangerschaftsabbrüche 12 Prozent, Waffenpolitik 8 Prozent, Einwanderung 15 Prozent, Kriminalität 10 Prozent. Demokraten: Inflation 18 Prozent, Schwangerschaftsabbrüche 43 Prozent, Waffenpolitik 14 Prozent, Einwanderung 5 prozent, Kriminalität 10 Prozent. 4636 Befragte

Uneinigkeit in der Wählerschaft

Für Republikaner waren stiegende Preise bei weitem das bedeutendste Thema, während für Demokraten die Schwangerschaftsabbrüche an erster Stelle standen.

Auf der Flucht

Ein Drittel der Menschen in der Ukraine mussten ihre Heimat verlassen. Rund 6,6 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Weitere 6,7 Millionen Menschen sind in andere europäische Länder geflohen.

Kulturelle Vielfalt im Job beeinflusst Wahlverhalten

Wenn Menschen regelmäßig mit nichteuropäischen Kolleg:innen zusammenarbeiten, wählen sie eher keine rechtspopulistische Partei. Allerdings nur, wenn sie in kleinen Betrieben arbeiten und die Kolleg:innen gleich qualifiziert sind.

Herkunft in der Berichterstattung nötig?

Über gewalttätige Ausländer:innen wird 16-mal so viel berichtet wie über deutsche Tatverdächtige.

Uni-Zugang geregelt!

Bereits 5.000 zukünftige Student:innen haben sich beim ukrainischen Bildungsministerium registriert! Sie machen hier in Deutschland ihre Zulassungsprüfung und können später auf eine ukrainische Uni gehen.

Das sind 1,2 Prozent aller Schüler:innen in Deutschland

Insgesamt werden in der Bundesrepublik 133.461 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine unterrichtet. Allein in der vergangenen Woche kamen knapp 8.000 hinzu.
Die zehn europäischen Ländern, in die die meisten Deutschen auswandern. Am beliebtesten sind die Schweiz und Österreich.

Ausland, aber nicht zu weit

In der Schweiz wohnen etwa 309.000 Deutsche. Das sind mehr Menschen, als in Genf leben. Österreich ist ebenfalls beliebt, dort leben 209.000 Menschen aus Deutschland.

Fast 400.000 Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland

Bis heute sind 392.000 Menschen aus der Ukraine nach Deutschland geflohen. Hauptsächlich kommen Frauen, Kinder und alte Menschen, stellt die Bundespolizei fest.

Frontex war an 22 illegalen Pushbacks beteiligt

Eine monatelange Recherche von Spiegel, Lighthouse Reports, den Schweizer Medien SRF und Republik und der französischen Zeitung Le Monde deckte die Beteiligung von Frontex an illegalen Pushbacks auf. Die Journalist:innen durchsuchten eine interne Datenbank mit über einer Million Zeilen. Für 22 Pushbacks fanden sie klare Beweise, die Dunkelziffer könnte durchaus höher liegen.

Flucht aus der Ukraine

Putins Angriffskrieg treibt noch immer Millionen Ukrainer:innen aus ihrer Heimat. Seit der russischen Invasion am 24. Februar sind über 5,2 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. In Deutschland wurden bisher 376.123 Geflüchtete aus der Ukraine registriert. Innerhalb des Landes sind 7,7 Millionen Menschen auf der Flucht, die nicht mehr in ihrer Heimat leben können.

Wo Geflüchtete psychotherapeutische Hilfe bekommen

Geflüchtete haben traumatische Erlebnisse hinter sich. Der Anteil der Geflüchteten, die psychologische Hilfe brauche, wird auf mindestens ein Drittel geschätzt. Es gibt nicht genug Angebote, um allen zu helfen.

Hey, es sterben noch immer Menschen im Mittelmeer!

Das Mittelmeer ist eine der tödlichsten Fluchtrouten der Welt. Zivile Seenotrettungsorganisationen retten die Menschen vor dem Tod. Viele Staaten machen eher nichts.

Einfach einsperren

Australien sperrt Menschen ohne Visum einfach ein. Nach neusten Zahlen sitzen knapp 1.500 Menschen in Einreisehaft, 117 davon schon länger als 5 Jahre.

Geflüchtete sterben im Ärmelkanal

Mindestens 27 Menschen sind bei einem Bootsunglück ums Leben gekommen. Die Migrant:innen kenterten vor der französischen Küste von Calais.

3.000 Kilometer zu weit

Ein antarktischer Adeliepinguin hat es bis nach Neuseeland geschafft. Damit ist er auf dem Inselstaat erst der dritte Besucher seiner Art.

Menschen als geopolitischer Spielball

Belarus fliegt Geflüchtete aus dem Nahen Osten ein und bringt sie an die europäische Außengrenze. Allein in Deutschland sind in diesem Jahr schon über 8.000 Menschen aus Belarus aufgegriffen worden.

Eine Million Unsichtbare

Die kurdische Gemeinde in Deutschland wird kaum beachtet. Während beispielsweise Schulunterricht in türkischer Sprache längst normal geworden ist, wird die kurdische Kultur nur zögerlich weitergegeben. Ein Grund dafür: Auch in Deutschland kann sich die kurdische Minderheit nicht sicher fühlen.

Billiglöhner in Russland

Ohne Arbeitskräfte aus Zentralasien geht in russischen Großstädten nichts. Millionen von ihnen arbeiten auf Baustellen, im Einzelhandel, in Restaurants und Hotels oder als Haushaltshilfen. Sie machen die unattraktive und schlecht bezahlte Arbeit. Viele von ihnen fürchten, abgeschoben zu werden, und sind Bandenkriminalität, polizeilicher Willkür und dem Druck ihrer Familien in der Heimat ausgesetzt.

Du darfst hier nicht wählen

Rund 23 Millionen Menschen, die in Deutschland leben, dürfen nicht mitentscheiden, wer im Bundestag sitzt. Von den dort verabschiedeten Gesetzen sind sie trotzdem betroffen.

508 Kilometer gegen Geflüchtete

Litauen baut einen Zaun. Er soll Geflüchtete aus Belarus davon abhalten, das Land - und damit die EU - zu betreten. Slowenien, Estland und die Ukraine helfen mit.

Pakistan statt Europa

Aktuell warnen Spitzenpolitiker:innen wieder einmal vor Fluchtbewegungen in Richtung Europa. Dabei macht sich nur ein Bruchteil der geflüchteten Menschen weltweit auf den Weg in die EU. Die Mehrheit flieht in Nachbarstaaten.

Vorbild: Kanada

Die Taliban haben die Macht in Afghanistan übernommen. Während Deutschland die Zahlungen an Afghanistan stoppt und deutsche Staatsbürger*innen evakuiert, erklärt Kanada kurzerhand, 20.000 Menschen aufnehmen zu wollen. Vorrangig Frauenrechtlerinnen, Menschenrechtsaktivist*innen und LGBTIQ-Menschen sollen Schutz vor dem Terror der Taliban finden.

Viele Ortskräfte erhalten keine Chance zur Flucht

Bei ihrem Einsatz in Afghanistan waren die Bundeswehr und andere deutsche Institutionen auf lokale Helfer angewiesen. Angesichts des Vorrückens der Taliban warten diese nun auf eine Möglichkeit zur Flucht nach Deutschland. Doch das Verfahren zieht sich und viele Helfer erhalten gar keine Chance, ins sichere Deutschland zu gelangen.
Sebastian Kurz sagte, Afghanistan sei ein Nachbarland der Türkei. Tatsächlich liegt Afghanistan rund 2.000 Kilometer weiter im Osten.

Geographiekenntnisse von Sebastian Kurz sind ziemlich schlecht

Afghanistan sei ein Nachbarstaat von der Türkei, sagt der österreichische Bundeskanzler im Interview mit der BILD-Zeitung. Hopla. Österreich liegt geographisch sogar näher an der Türkei als Afghanistan selbst.
Karte von Afghanistan: Im 1. Halbjahr 2021 gab es fast überall Kämpfe, Anschläge und Gewalt gegen Zivilpersonen.

Kein sicheres Herkunftsland

Obwohl sich die Situation in Afghanistan verschlimmert, werden immer noch Menschen dorthin abgeschoben. Auf der anderen Seite warten viele Ortskräfte weiterhin auf eine Möglichkeit, vor den Taliban zu fliehen.

Ohne Staatsbürgerschaft wenig Teilhabe

Knapp neun Millionen Erwachsene in Deutschland dürfen nicht wählen. Der Grund: Ihnen fehlt die deutsche Staatsangehörigkeit.

Europas unsichtbare Migranten

Als die Kolonialreiche der Europäer zusammenbrachen, verließen fünf bis sieben Millionen Menschen die einstigen Überseegebiete. Die meisten von ihnen waren Siedler europäischer Herkunft, viele hatten jedoch nie in Europa gelebt. Die Geschichte einer vergessenen Migrationskrise.

Je konservativ-autoritärer die Regierung, umso restriktiver der migrationspolitische Kurs

Über 700 Kilometer liegen zwischen München und Bremen. In migrationspolitischen Fragen ist der Abstand größer.

EU finanziert Warlords, um Flüchtlinge fernzuhalten

Die EU hat in den vergangenen Jahren ihre Seenotrettungsmissionen fast vollständig eingestellt. Stattdessen unterstützt sie die libysche Küstenwache mit Geld, Ausrüstung und Training – um Migranten nach Libyen zurückbringen zu lassen. Sie finanziert damit Menschenschmuggler und Warlords.

Wie mit falschen Annahmen Politik gemacht wird

Seenotretter würden die Migration anheizen, lautet der Vorwurf. Der damalige italienische Innenminister warnt vor den »Vizeschleppern« nach Europa, Österreichs Kanzler wirft Seenotrettern vor, das Geschäftsmodell der Schlepper zu ermöglichen. Was ist dran? Nicht so viel, sagt die Wissenschaft. Eine Recherche vom

Mit Drohnen und Autokraten gegen Zuwanderung

Das Mittelmeer abzuriegeln, reicht der Europäischen Union nicht. Mit Entwicklungshilfe und politischem Druck erkämpft sie sich die Kooperation afrikanischer Staaten bei der Migrationsbekämpfung, um auch die letzte Route nach Europa dichtzumachen.

Der neue KNICKER ist da!

Der neue KNICKER lockt mit…

Fluchtpunkt Kanaren

Mehr als 500 Flüchtlinge und Migranten sind in diesem Jahr bereits bei dem Versuch gestorben, die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln vor der Küste Marokkos zu erreichen. Warum die Route plötzlich wieder im Fokus steht.

Wer einmal ausländerfeindlich ist, bleibt es auch

Die Einstellung zu Migration ist bemerkenswert hartnäckig und ändert sich im Laufe des Lebens nicht. Auch in Krisenzeiten bleibt sie stabil.

Zwei Drittel der Geflüchteten stammen aus nur fünf Ländern

Während der 1990er-Jahre konnten durchschnittlich noch 1,5 Millionen Menschen pro Jahr in ihre Heimat zurückkehren. Dieser Wert sank in den 2000ern auf 960.000 pro Jahr. In den 2010er-Jahren waren es jährlich nur 390.000.

Flüchtlingslager im Schlamm

Knapp 700.000 Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya flohen 2017 vor ethnischen Säuberungen in Myanmar ins Nachbarland Bangladesch. 100.000 von ihnen sollen jetzt auf die Insel Bhasan Char umgesiedelt werden.

Evakuiert die Camps!

Noch gibt es offiziell keine Corona-Infizierten im Flüchtlingslager “Moria” auf der griechischen Insel Lesbos. Schützen können sich die Geflüchteten nicht – kaum Wasser, zu wenig Platz. Hilfsorganisationen befürchten ein Massensterben.

Äthiopische Sklavin zu verkaufen – bei Interesse PN

In vielen Golfstaaten kümmern sich ausländische Arbeitskräfte um den Haushalt und die Kinder. Sie werden ausgebeutet, misshandelt und haben kaum Rechte. Die Struktur dahinter steht aber kaum zur Debatte – die Bevölkerung glaubt an das Kafala-System, auch im Libanon.

Pflegenotstand wird durch Ausbeutung kompensiert

Der deutsche Sozialstaat versagt besonders in einem Bereich: der Pflege. Die Versorgungslücke an Pflegekräften schließen ausländische Frauen – sie arbeiten für wenig Geld, oft schwarz und unter hoher Belastung.

Terrorgefahr wächst durch stärkere Zuwanderung nicht

Die Studie zeigt, dass Zuwanderung die Terrorgefahr im Zielland nicht erhöht. Stattdessen ist die politische Situation der Länder entscheidend.

Aktuelle Ausgabe

KATAPULT ist gemeinnützig und unabhängig. Wir finanzieren uns durch Spenden und Abonnements. Unterstützen Sie unsere Arbeit und abonnieren Sie das gedruckte Magazin für nur 19,90 Euro im Jahr.

KATAPULT abonnieren