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Tschechiens Präsidentschaftswahl

Zeman gewinnt die Wahl, aber nicht die Städte

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Die großen Städte votierten jedoch mehrheitlich für seinen konservativen Gegner, etwa in Prag, Brno und Plze? – drei der vier größten tschechischen Städte. Die wahlberechtigten Tschechen im Ausland stimmten sogar mit 90,3 Prozent für Drahoš, der vor allem als Anti-Zeman galt: Mit klarem europäischem Kurs und gemäßigten Positionen setzt er sich deutlich von den markigen Reden des wiedergewählten Präsidenten ab.

Zeman, Gründer der Mitte-Links-Partei SPOZ, agierte in seiner ersten Amtsperiode hingegen zunehmend europaskeptisch und setzt auf eine engere Bindung zu Russland und China. In die Kritik geriet er vor allem für seine harsche Rhetorik gegen Einwanderer und Minderheiten sowie eine weite Auslegung seiner präsidialen Befugnisse.

Aktuell steht die tschechische Politik vor gravierenden Herausforderungen. Ministerpräsident und Milliardär Babiš schafft es seit den Parlamentswahlen im Oktober nicht, Koalitionspartner für eine eine stabile Regierung zu finden. Grund sind die Ermittlungen gegen ihn wegen Finanzbetrugs. Seine Immunität wurde bereits aufgehoben. Mitte Januar hatte er eine Vertrauensabstimmung verloren, Präsident Zeman beauftragte ihn jedoch umgehend erneut mit der Regierungsbildung.

Hier gibt's weitere Infografiken über die Positionen Zemans und Drahoš'.

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Autor*innen

Geboren 1988, ist seit 2017 bei KATAPULT und Chefredakteur des KNICKER, dem Katapult-Faltmagazin. Er hat Politik- und Musikwissenschaft in Halle und Berlin studiert und lehrt als Dozent für GIS-Analysen. Zu seinen Schwerpunkten zählen Geoinformatik sowie vergleichende Politik- und Medienanalysen.

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