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US-Präsidentschaftswahl 2016

Manche warten länger als andere

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Studie: „Racial Disparities in Voting Wait Times: Evidence from Smartphone Data“ von M. Keith Chen, Kareem Haggag, Devin G. Pope und Ryne Rohla (September 2019)

8. November 2016: 138 Millionen US-Amerikaner wählen einen neuen Präsidenten. Im Schnitt stehen sie 19 Minuten im Wahllokal an, um ihre Stimme abzugeben. Jetzt belegt eine Studie: Manche müssen länger warten als andere. In Nachbarschaften, in denen mehrheitlich schwarze Menschen wohnen, war die Wartezeit fünf Minuten länger als in Vierteln mit mehrheitlich weißem Wahlklientel – und die Wahrscheinlichkeit, mehr als 30 Minuten warten zu müssen, lag in schwarzen Nachbarschaften bei über 70 Prozent.

Für ihre Untersuchung haben die Forscher der Universitäten Chicago, Carnegie Mellon und Kalifornien (Los Angeles) die Standortdaten von zehn Millionen Smartphones an 93.658 Wahllokalen abgefangen und ausgewertet. Schon früher sind Wissenschaftler dieser Frage auf den Grund gegangen. Allerdings basieren deren Studienergebnisse auf Umfragewerten und sind deswegen nicht unbedingt aussagekräftig. Damals gaben weit mehr Menschen an, wählen zu gehen – obwohl sich dies mit den tatsächlichen Zahlen nicht deckte.

Interessant ist die Frage vor dem Hintergrund, dass Menschen, die lange vor Wahllokalen warten müssen, die Warteschlange eher verlassen, bevor sie ihre Stimme abgegeben haben – oder gar nicht erst wählen gehen. Es gibt entsprechende Studienergebnisse, die diese Konsequenz langer Wartezeiten belegen.

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Autor*innen

Ist seit 2019 Redakteurin bei KATAPULT und vor allem für die Berichterstattung über sozialpolitische Themen zuständig. Zu ihren journalistischen Schwerpunkten zählen Kultur- und Arbeitsthemen.

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