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Staatshilfen

Kranich gönnt’s Hahn nich

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Die Lufthansa klagte und bekam vom Europäischen Gerichtshof Recht. Der Grund: Das Land Rheinland-Pfalz unterstützte den Flughafen Frankfurt Hahn von 2017 bis 2021 mit 25,3 Millionen Euro. Das verzerre den Wettbewerb, findet die Lufthansa. Von dem kleinen Flughafen im Hunsrück starten vor allem Billigflieger, also die Konkurrenz. Die Lufthansa selbst startet vom großen Flughafen Frankfurt. Der benötigt normalerweise keine Subventionen.

In der Corona-Krise sieht das anders aus: Der Flughafen Frankfurt erhält jetzt auch Unterstützung. Die Bundesregierung will insgesamt 200 Millionen Euro an die zwölf größten deutschen Flughäfen verteilen. Und die Lufthansa? Sie bekam 2020 vom Bund ein Rettungspaket über neun Milliarden Euro.

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Fußnoten

  1. Deutschlandfunk (Hg.): Millionenhilfen für Flughafen Frankfurt-Hahn verboten, auf: deutschlandfunk.de (19.5.2021).
  2. BMVI (Hg.): Maßnahmenpaket für deutsche Flughäfen, auf: bmvi.de (ohne Datum).
  3. Deutschlandfunk (Hg.): Wie viel Staat muss sein?, auf: deutschlandfunk.de (25.6.2020).

Autor:innen

Geboren 1987 und seit 2020 als Redakteurin bei KATAPULT vor allem für aktuelle Berichterstattung zuständig. Sie ist ausgebildete Fotografin und studierte Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

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