Zum Inhalt springen

Bundestagswahl

Kein Amtsbonus

Von

Artikel teilen

Die Bundestagswahl am 26. September 2021 ist eine besondere Wahl. Denn zum ersten Mal seit 1949 steht bereits im Vorfeld fest, dass mit der Wahl die Amtszeit der amtierenden Kanzlerin beziehungsweise des amtierenden Kanzlers enden wird. Bisher wurden Amtsinhaber:innen immer als Spitzenkandidat:innen einer zur Wahl stehenden Partei aufgeboten.

Was es in der Geschichte der Bundesrepublik hingegen mehr als einmal gegeben hat, ist ein Wechsel im Kanzleramt während der laufenden Legislaturperiode. So trat beispielsweise Konrad Adenauer 1963 von seinem Amt zurück. An seine Stelle rückte Ludwig Erhard - sehr zum Missfallen Adenauers, der den personellen Wechsel bis zuletzt zu verhindern wollte. Und auch SPD-Kanzler Willy Brandt musste die Amtsgeschäfte an Helmut Schmidt übergeben. Vorgeblich aufgrund einer Agentenaffäre, tatsächlich wohl auch wegen Amtsmüdigkeit und psychischen Problemen. Schmidt wiederum wurde durch ein konstruktives Misstrauensvotum vor dem offiziellen Ende seiner Amtszeit abgelöst. Auf ihn folgte Helmut Kohl.

Machtwechsel - personell und politisch?

Mit Angela Merkels frühzeitig angekündigtem Vorhaben, nicht noch einmal zu kandidieren, ist für die anstehende Wahl klar, dass es zumindest personell zu einem Machtwechsel kommen wird. Aktuell weisen Umfragen darauf hin, dass dies auch in parteipolitischer Hinsicht der Fall sein könnte. Der lange Zeit führende Kandidat der CDU/CSU, Armin Laschet, hat seinen Vorsprung weitgehend eingebüßt.

Aktuelle Ausgabe

KATAPULT ist gemeinnützig und unabhängig. Wir finanzieren uns durch Spenden und Abonnements. Unterstützen Sie unsere Arbeit und abonnieren Sie das gedruckte Magazin für nur 19,90 Euro im Jahr.

KATAPULT abonnieren

Autor:innen

Geboren 1986, ist seit 2020 Redakteur bei KATAPULT. Er hat Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg und Greifswald studiert und wurde mit einer Arbeit im Bereich Politische Ideengeschichte promoviert. Zu seinen Schwerpunkten zählen die deutsche Innenpolitik sowie Zustand und Entwicklung demokratischer Regierungssysteme.

Neueste Artikel

KNICKER-Ausgabe 15 ist endlich da!

Und das Thema ist: Kernkraft! Wie sicher sind deutsche Kraftwerke? Und wohin eigentlich mit dem Atommüll?

So reich ist Elon Musk

Ok, Elon Musk ist reich. Aber er ist tatsächlich so reich, dass er mit nur 1 Prozent seines Vermögens immer noch zu den 10.000 reichsten Menschen der Welt gehören würde.

Zweimal Frankfurt hält besser!

Internationalen Fußball gibt es 2022 aber nur im Waldstadion.