Zum Inhalt springen

Gesundheit

Impfzustimmung in Bangladesch und Ruanda besonders hoch

Von

Artikel teilen

Die Weltbevölkerung ist Impfen gegenüber eher positiv eingestellt. Das geht aus dem Wellcome Global Monitor hervor. Dafür befragten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehr als 140.000 Personen aus 144 Ländern unter anderem zu ihren Einstellungen gegenüber der Wissenschaft, Ärzten und Impfungen. 84 Prozent der Befragten stimmten der Aussage “Impfen ist effektiv” voll oder überwiegend zu. Besonders hoch war die Zustimmung in Ruanda und in Bangladesch. Skeptisch hingegen waren die Menschen in Belarus, der Ukraine und Moldawien.

Das Misstrauen einiger Weniger wirkt sich negativ auf die Weltgesundheit aus. Je mehr Menschen an der Wirksamkeit von Impfungen zweifeln, desto schneller können sich Krankheiten verbreiten. Masern beispielsweise können sich ausbreiten, wenn weniger als 95 Prozent der Bevölkerung ausreichend geimpft sind. Auch in Deutschland erkranken deshalb immer wieder Menschen an Masern. Laut Bundesgesundheitsministerium liegt die Impfquote in Deutschland für die zweite Masernschutzimpfung bei zweijährigen Kindern bei nicht einmal 70 Prozent.

Dabei sind Masern lebensgefährlich: Im Jahr 2018 sind laut Angaben der WHO 140.000 Menschen daran gestorben - und das sind nur die registrierten Fälle. Ausreichender Impfschutz könnte diese Zahl deutlich senken.

Die Hälfte aller europäischen Masernfälle gab es im vergangen Jahr in der Ukraine. Dort erkrankten 2019 über 57.000 Menschen. Denn immer mehr ukrainische Eltern wollten ihre Kinder zuvor nicht impfen lassen. Viele misstrauen Behörden und Gesundheitsorganisationen. Im Wellcome Global Monitor hielten nicht einmal die Hälfte der ukrainischen Befragten Impfen für effektiv.

Aktuelle Ausgabe

KATAPULT ist gemeinnützig und unabhängig. Wir finanzieren uns durch Spenden und Abonnements. Unterstützen Sie unsere Arbeit und abonnieren Sie das gedruckte Magazin für nur 19,90 Euro im Jahr.

KATAPULT abonnieren

Autor:innen

War 2020 Praktikantin bei KATAPULT.

Neueste Artikel

Deutschland gilt als Vorzeigebeispiel in Sachen Erinnerungskultur.

Gleichzeitig fordern viele Deutsche, endlich einen Schlussstrich unter die Geschichte zu ziehen. Täter und Mitläufer des Nationalsozialismus wiesen die Schuld von sich oder erklärten sich selbst zu Opfern.

Irgendwann muss auch mal Schluss sein! Oder?

Deutschland gilt als Vorzeigebeispiel in Sachen Erinnerungskultur. Gleichzeitig fordern viele Deutsche, endlich einen Schlussstrich unter die Geschichte zu ziehen. Täter und Mitläufer des Nationalsozialismus wiesen die Schuld von sich oder erklärten sich selbst zu Opfern. Wurden die NS-Verbrechen ernsthaft aufgearbeitet? Die Wissenschaft ist sich darüber uneins. Neue Antworten liefern verschiedene Studien und der Stiftungsdirektor der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Strg+C, Strg+V

Übrigens: Die Flagge des Tschad wurde 1959 eingeführt, die Rumäniens 100 Jahre früher - zwischenzeitlich erhielt diese jedoch ein Wappen. In ihrer heutigen Form hat die Trikolore Gültigkeit seit 1989. Mehr Doppelgänger in den Kommentaren.