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Geschenkeaktion für Bestandskunden

Großes Danke an alle Bestandskunden!

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Mail kommt rein. Frau Flachsland ist sauer. Warum? Wir stecken denen, die ein neues Abo abschließen, immer noch tausend Geschenke in die Tüte - aber die alten, treuen, echten KATAPULT-Fans bekommen gar nichts. Unfassbar sei das, meint die Flachsland! Das ginge gar nicht, oder so. Ich muss dazu an dieser Stelle ganz ungeschönt und frei heraus, ohne lange zu fackeln und allzu viele Worte zu verlieren, ohne Umwege und auch, wenn ich mich wohl unbeliebt mache, weil das einige sicher nicht gut finden und von der Direktheit angenervt sein werden, weil es ja nun wirklich ohne Ankündigung einfach so gesagt wird und ich ja sowieso immer sehr schnell, also eigentlich viel zu schnell (im Sinne von überrumpelnd) zum Punkt komme, sagen: Nein, Frau Flachsland, Sie haben recht.

Neue Abos sind großartig, aber wirklich wichtig, das seid ihr, unsere langjährigen Abonnent:innen. Ihr habt KATAPULT groß gemacht. Ohne euch wären wir Scheiße im Schaufenster. Ihr schickt uns zwei Millionen Euro und 20.000 zuckersüße Mails pro Jahr. Wir geben mit euch an und zeigen unsere Abokurve überall ganz stolz rum. Das ist alles nicht selbstverständlich, das wissen wir! Und deshalb wollen wir euch jetzt auch mal zeigen, wie sehr wir euch schätzen.

KATAPULT ist und bleibt konsequent transparent. Deshalb erklär ich euch gerne, wie es intern bei uns aussieht: Warum konnten wir den neuen Abonnent:innen immer viele Geschenke machen und euch nicht? Weil eine Aboaktion viel Geld auf unser Konto spült. Bei einer guten Aktion sind das über 300.000 Euro in einer Woche. Mit diesem neuen Geld haben wir die Geschenke finanziert. Wenn wir jetzt kostenlos was raushauen, ohne dass neue Abos bestellt werden, haben wir keine Einnahmen und können das alles nicht bezahlen. Das ist das Problem.

Was also machen? KATAPULT ist gemeinnützig. Wir wollen keine Gewinne erwirtschaften. Das ist unser und euer Vorteil. Wir geben euch deshalb gerne so viele Klamotten raus wie möglich. Wenn wir am Ende bei null landen, ist das vollkommen in Ordnung. Wir müssen mindestens den Wareneinkauf und den Versand finanzieren. Wir machen euch an dieser Stelle aber kein Angebot. Das wäre zu lahm. Ihr macht uns eins!

Schreibt uns, welche Geschenke ihr gerne haben wollt und was ihr bereit seid, dafür zu geben. Macht uns dreiste Vorschläge, aber denkt auch daran, dass wir nicht pleitegehen sollten. Ihr könnt uns natürlich einfach Geld bieten, aber gerne auch andere Dinge. Ihr wollt alle KATAPULT-Quartette oder Poster haben und im Gegenzug ein Fahrrad abgeben? Okay! Frau Flachsland, Sie wollen 15 Flaggenbücher für einen selbstgebauten Grill bieten? Okay! Ihr wollt ganz dringend euer Grundstück loswerden, auf dem wir einen Wald pflanzen sollen? Her damit! Wir geben euch ein lebenslanges Abo oder das Buch Wie man illegal einen Wald pflanzt, oder, oder, oder.

Ihr wollt einfach nur n Geschenk von uns? Vielleicht nen Pakutzenpallover? Sagt es uns! Schickt eure Wünsche, Ideen und Angebote an: tausch@katapult-magazin.de. Wir veröffentlichen in ein paar Wochen die schönsten Ideen und skurrilsten Tauschofferten und machen dann einige davon auch für alle anderen bestellbar.

Wie gehts eigentlich unserer Baumschule? Nun ja, das gesamte KATAPULT-Team war im letzten Herbst mehrere Tage im Wald und hat etwa 3.000 Baumfrüchte gesammelt. Eicheln,  Bucheckern, Birken- und Ahornsamen - alles Mögliche. Wir haben die Dinger dann zum Überwintern in Kühlschränke gepackt, im Frühling sortiert und in 500 Blumentöpfe gedrückt. Wisst ihr, wie viele von den 500 liebevoll ausgewählten, handverlesenen Premiumsamen gekeimt sind? Genau fünf Stück. FÜNF! Echt nur fünf? Ja Mann, was für ein Reinfall. KATAPULT hat zu 99 Prozent versagt.

Jetzt kommts aber: Beim Aussortieren haben wir alle schlechten Samen aus Versehen auf unserem neuen Grundstück liegen lassen. Ich will ja nicht angeben, aber durch unsere geniale Trotteligkeit sind an dieser Stelle mehrere Hundert kleine Bäume entstanden. Die Natur ey, hält sich an nichts und macht, was sie will. Mein neues Vorbild! Wir haben bereits ein Grundstück für die Baumschule gekauft, eingezäunt, gemäht und die Punkbäumchen umgesetzt. Jetzt wächst dort der erste KATAPULT-Wald Richtung Himmel! Im nächsten Jahr wird er noch viel größer!

Bei uns in der Redaktion ist übrigens ein großer Streit losgebrochen. Es geht darum, ob in meinem neuen Buch Fredrich rastet aus auch sehr negative, rufschädigende Geschichten über mich veröffentlicht werden sollen oder nicht. Juli Katz ist dafür. Unser Verleger Sebastian Wolter hingegen will mich (also eigentlich vielleicht eher sich) schützen. Er und ein paar andere sind dagegen, weil mein Ruf (also ihrer) leiden könnte. Find ich aber unfair euch gegenüber. Hab ich vor der KATAPULT-Gründung wirklich illegale Geschäfte gemacht? Hab ich als Jugendlicher Strandsand im Internet verkauft und die Trickseite www.vollebeutel.de betrieben? Ist vielleicht sogar KATAPULT erst durch einen Rechtsbruch entstanden? Am Ende hab ich die skurrilsten Geschäfte, aber auch alle verjährten und nicht verjährten Straftaten aufgeschrieben.

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Autor:innen

Ist einsprachig in Wusterhusen bei Lubmin in der Nähe von Spandowerhagen aufgewachsen, studierte Politikwissenschaft und gründete während seines Studiums das KATAPULT-Magazin.

Aktuell pausiert er erfolgreich eine Promotion im Bereich der Politischen Theorie zum Thema »Die Theorie der radikalen Demokratie und die Potentiale ihrer Instrumentalisierung durch Rechtspopulisten«.

Veröffentlichungen:
Die Redaktion (Roman)

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