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Imageverlust durch Pegida

Dresdner Tourismus in schwerer Krise

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Wer vor zwei Jahren an Dresden dachte, dem fielen als erstes die Frauenkirche, die Semperoper oder die besondere Architektur ein. Heute ist das anders. Dresden ist Pegida. Besonders betroffen von dieser negativen Außensicht ist die Dresdner Tourismusbranche.

Während die deutschen Großstädte im letzten Jahr um 3,8 Prozent höhere Einnahmen im Tourismus verzeichneten, klagt Dresden über einen Rückgang von 3,0 Prozent. Die Dresdner Hotellerie hat 2015 etwa 750 Arbeitsplätze verloren. Der Vorsitzende des Tourismusverbandes Dresden, Johannes Lohmeyer, spricht von der » schwersten Krise des Dresdner Tourismus seit der Wende «. Als Gründe für den außergewöhnlichen Rückgang der Übernachtungen in Dresden nennt er neben Pegida aber auch die Erhöhung der Bettensteuer und den Kaufkraftverlust russischer Touristen.

Dresden hat durch die rechten Demonstrationen und die darauf fokussierte Berichterstattung sein gutes Image verloren. Was durch den Pegida-Rummel vergessen wird: Dresdens Kulturangebot ist noch genauso vielfältig und wertvoll wie früher. Darüber will nur niemand mehr berichten.

Verantwortlich für den Imageverlust ist eine Minderheit, die jedoch von außen als Mehrheit wahrgenommen wird. Denn Pegidianer machen unter den Dresdnern nur einen kleinen Bevölkerungsteil aus.

Zugleich wirkt die wöchentliche Demo auch positiv auf die Dresdner Tourismusbranche. Durch die erhöhte Gefahr rund um die Demo, müssen externe Polizisten nach Dresden reisen und auch dort übernachten. Die Einnahmen durch die Beherbung der Polizisten kann den Gesamtschaden allerdings nicht im Geringsten ausgleichen.

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