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Volkswagen

Das ElektroAuto.

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Die US-Amerikaner sind über die Abgasmanipulation von VW empört. Warum eigentlich? In den USA werden Autos produziert, die über 20 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Das schlimme daran: Sie werden auch gefahren. Bislang störte das die Bevölkerung nicht.

Seit Jahrzehnten blockieren die USA die Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen. Umweltfragen standen noch nie im Zentrum des politischen Interesses der Nordamerikaner. Mit Präsident Barack Obama hat sich das zwar etwas geändert, aber das Bewusstsein für Umweltschutz ist mit dem der Europäer kaum vergleichbar.

Dieses Desinteresse verwundert, denn einige der US-Städte haben enorme Probleme mit der Luftqualität. Besonders hoch ist die Luftverschmutzung in Oklahoma, Pennsylvania und Kalifornien. Nur wenige Städte, wie beispielsweise Cincinnati und Pittsburg, konnten diese Werte senken. Die meisten Regionen haben seit etwa fünf Jahren eine gleichbleibende Luftverschmutzung. In San José, New York und Lancaster haben sich die Abgaswerte sogar erhöht.

Auch VW baut große Autos. Es wollte aber in den letzten Jahren die US-Bürger erreichen, die überdimensionierte 20-Liter-Autos ablehnen, aber immer noch nach Größe verlangen. Sie warben mit verbrauchsarmen PKW, die trotzdem nicht an Motorleistung einbüßen. Das hat lange gut funktioniert: Glaubwürdigkeit und Umsatz von VW waren immer hoch. Das konnten Umfragen bestätigen.

Das wird sich jetzt ändern. VW erlebt derzeit seinen eigenen »ADAC-Moment«. Glossen, Witze und Glaubwürdigkeitseinbußen müssen beide Unternehmen akzeptieren. Die VW-Aktie ist in den beiden letzten Tagen bereits um jeweils 20 Prozentpunkte gesunken. Denn die Abgasmanipulation von Volkswagen betrifft insgesamt elf Millionen Fahrzeuge und die Strafzahlungen werden hoch sein.

Der Konzern hat viel riskiert und viel verloren. Vielleicht gewinnt er aber auch. Wer eine Trendwende glaubwürdig nach außen darstellen möchte, muss intern radikale Veränderungen vornehmen. Kein Zeitpunkt scheint für VW geeigneter zu sein als dieser, um in den Markt der Elektroautos einzusteigen. Um wieder erfolgreich zu werden, braucht VW Radikalität im Umweltschutz – warum nicht mit Tesla kooperieren und das Elektroauto weiterentwickeln?

Autor:innen

Ist einsprachig in Wusterhusen bei Lubmin in der Nähe von Spandowerhagen aufgewachsen, studierte Politikwissenschaft und gründete während seines Studiums das KATAPULT-Magazin.

Aktuell pausiert er erfolgreich eine Promotion im Bereich der Politischen Theorie zum Thema »Die Theorie der radikalen Demokratie und die Potentiale ihrer Instrumentalisierung durch Rechtspopulisten«.

Veröffentlichungen:
Die Redaktion (Roman)

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