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Bergvermessung

Auf 29.002 aufgerundet

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Großbritannien wollte den indischen Subkontinent genau erfassen, aber die Nepales:innen ließen die Gruppe um Andrew Waugh nicht in ihr Land. So konnte sie sich Peak XV, wie der Everest noch bis 1865 hieß, nur auf 174 Kilometer nähern. Das entspricht der Luftlinie zwischen Greifswald und Berlin. Außerdem erschwerte das Wetter dem Team die Arbeit, die im Winter oder bei Bewölkung gar nicht erledigt werden konnte. Darüber hinaus starben drei Vermessungsbeamte an Malaria, zwei weitere mussten die Mission aufgrund von Gesundheitsproblemen abbrechen.

Dennoch bemühten sich die Wissenschaftler:innen weiterhin um eine genaue Messung. Nach jahrelanger Vermessungsarbeit folgten zwei weitere Jahre, in denen Waugh Lichtbrechtung, Luftdruck und andere physikalische Bedingungen einberechnen musste. Sein Ergebnis: Peak XV maß exakt 29.000 Fuß. Viel zu rund! Damit das Ergebnis nicht so klang, als sei der Wert nur geschätzt, berichtete Waugh 1856, der Berg sei 29.002 Fuß hoch. Erst ein Jahrhundert später korrigierte eine neue Berechnung den absichtlichen Fehler auf die heutigen 8.848,13 Meter oder 29.029,3 Fuß.

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