Misstrauensvotum Großbritannien
May bleibt Premierministerin

Bizarre Politik: Unterhaus lehnt Theresa Mays Politik ab, will sie aber als Premierministerin behalten. Von KRISTINA VÖLK



Gegen 20 Uhr deutscher Zeit hat das britische Parlament über die Zukunft der Regierung abgestimmt. Im Misstrauensvotum gegen Theresa May sprachen sich 325 Abgeordnete für sie aus. 306 entzogen der Premierministerin ihr Vertrauen.

Das bedeutet, May und ihre konservative Regierung bleiben weiterhin im Amt und leiten die Vorbereitungen auf den Brexit. Die Entscheidung folgt zwar den Prognosen, ist jedoch ungewöhnlich. Unter normalen Umständen hätte eine Premierministerin nach einem so deutlichen Verlust in einer parlamentarischen Abstimmung wie der gestrigen ein Misstrauensvotum verloren. Mit 432 Stimmen gegen und 202 Stimmen für ihren Deal, lehnte das Parlament mit einer deutlichen Mehrheit Mays Brexit-Abkommen ab.

Über das weitere Vorgehen hatte sich die Premierministerin nach der verlorenen Abstimmung am Dienstag bereits geäußert. Sie sicherte überparteiliche Gespräche zu, um einen neuen Deal auszuarbeiten und dem Parlament zur Abstimmung vorzulegen. Die Frist hierfür ist Montag, der 21. Januar.

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16.01.2019

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