Pressekonzentration
Axel-Springer-Verlag ist nicht mehr der größte deutsche Tageszeitungsverlag

Die Auflage fast aller Titel ist rückläufig, doch bei kaum einem anderen Blatt kollabiert sie so schnell wie bei der "Bild" – deshalb verliert Springer die Spitzenstellung. Zudem veräußerte der Konzern 2014 Teile seines Zeitungsgeschäfts.



Erstmals macht die Südwestdeutsche Medien Holding (SWMH) Platz eins (11,5 Prozent aller verkaufter Tageszeitungen). Insgesamt ist der Anteil der fünf größten Verlage an der Gesamtauflage aller Titel rückläufig - von 44,4 Prozent im Jahr 2012 auf heute 41,3 Prozent. Konzentrationsprozesse verschärfen sich dennoch weiter, indem kleine Verlage von großen aufgekauft werden, die ihnen dann weite Teile der überregionalen und bisweilen sogar der lokalen Berichterstattung zuliefern.

Weil viele kleine Verlage zuvor massiv auf Meldungen der Deutschen Presseagentur angewiesen waren, bedeutet das aber zumindest in der überregionalen Berichterstattung nicht zwangsläufig weniger Vielfalt.

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Quelle: Röper, Horst: Daten zur Konzentration der Tagespresse im I. Quartal 2020, auf: ard-werbung.de (6/20), S. 322.


25.07.2020

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